Nicht leicht nachzumachen

Mit diesem Trick hielt Queen Elizabeth II. ihre quirligen Corgis im Zaum

Queen Elizabeth II. war bekannt für ihre Liebe zu ihren Corgis. Um die Rasselbande zu bändigen, griff die Monarchin zu einem Trick.

Balmoral – Es war nie ein Geheimnis. Neben ihrer großen Leidenschaft für Pferde bewies die Queen Elizabeth II. große Liebe zu ihren Hunden. Besonders Corgis hatten es ihr angetan. Bilder und Filme aus dem Leben der Mutter von König Charles III. (75) beweisen es: Nur wenn es nicht anders möglich war, ließ die Regentin ihre geliebten Hunde zurück. Sie wurden zu ihrem eigenwilligem Markenzeichen.

Ihren ersten Corgi bekam Queen Elizabeth mit 18 Jahren – der Beginn einer lebenslangen Liebe

Die Monarchin hatte in ihrem Leben viele „unberechenbare“ Hunde, schreibt Autor Craig Brown (67) in seinem neuen Buch „A Voyage Around the Queen“ (dt.: „Eine Reise um die Königin“). Ihren ersten Corgi, Susan, bekam sie zu ihrem 18. Geburtstag geschenkt, und ihre geliebte Susan begründete eine lange Ahnenreihe von Corgis und Dorgis (Dackel-Corgi-Mischlinge), die die Königin ihr Leben lang besaß – 14 Generationen, um genau zu sein. Auf die hinterbliebenen Hunde Muick und Sandy passt Schwiegertochter Sarah Ferguson (65) seit dem Tod der Queen auf.

Queen Elizabeth II. liebte Corgis: Unsere Fotogalerie zeigt die schönsten Bilder ihrer Hunde

Schon von Kindesbeinen an entdeckte Queen Elizabeth II. ihre Liebe zu Hunden. Dabei schlägt ihr Herz vor allem für die Pembroke Welsh-Corgis.
Schon von Kindesbeinen an entdeckte Queen Elizabeth II. ihre Liebe zu Hunden. Dabei schlägt ihr Herz vor allem für die Pembroke Welsh-Corgis. © Imago/Courtesy Everett
Königin Elizabeth II. liebte Hunde und die Hunde liebten sie. Selbst beim Klavierspielen mit ihrer Schwester Prinzessin Margaret wichen sie der Monarchin nicht von der Seite.
Königin Elizabeth II. liebte Hunde und die Hunde liebten sie. Selbst beim Klavierspielen mit ihrer Schwester Prinzessin Margaret wichen sie der Monarchin nicht von der Seite. © United Archives International/Imago
Pferde und Hunde waren die Leidenschaft von Queen Elizabeth II. Auf diesem Foto hat sie beide vereint. Mit ihrer Schwester Prinzessin Margaret sitzt sie um 1940 neben einem ihrer Corgis in einer Kutsche.
Pferde und Hunde waren die Leidenschaft von Queen Elizabeth II. Auf diesem Foto hat sie beide vereint. Mit ihrer Schwester Prinzessin Margaret sitzt sie um 1940 neben einem ihrer Corgis in einer Kutsche. © Allstar/Imago
Zu den Welsh-Corgis empfand Queen Elizabeth II. eine besonders tiefe Verbundenheit. Die Hunderasse begleitet die Windsors seit 1933.
Zu den Welsh-Corgis empfand Queen Elizabeth II. eine besonders tiefe Verbundenheit. Die Hunderasse begleitet die Windsors seit 1933. © dpa
Überall und mittendrin: Was gibt es Schöneres, als einen Spaziergang mit den Hunden auf Schloss Balmoral? Auch die Kinder Charles und Anne von Königin Elizabeth II. und Prinz Philip liebten es, mit Corgi Sugar und Hund Candy zu spielen.
Überall und mittendrin: Was gibt es Schöneres, als einen Spaziergang mit den Hunden auf Schloss Balmoral? Auch die Kinder Charles und Anne von Königin Elizabeth II. und Prinz Philip liebten es, mit Corgi Sugar und Hund Candy zu spielen. © Imago/United Archives International
Im Spätsommer 1960: Königin Elizabeth II. und ihr Ehemann Prinz Philip machen es sich mit ihren Kindern auf einer Decke vor Schloss Balmoral gemütlich. Ihr Hund darf im Kreise der Familie natürlich nicht fehlen.
Im Spätsommer 1960: Königin Elizabeth II. und ihr Ehemann Prinz Philip machen es sich mit ihren Kindern auf einer Decke vor Schloss Balmoral gemütlich. Ihr Hund darf im Kreise der Familie natürlich nicht fehlen. © dpa/Keystone, Str
Wann immer Queen Elizabeth II. einen Corgi sah, ging ihr das Herz auf. Hier war die Monarchin gemeinsam mit dem britischen Schauspieler Paul O‘Grady zu Besuch im Tierrettungszentrum „Battersea Dogs and Cats Home“ in London.
Wann immer Queen Elizabeth II. einen Corgi sah, ging ihr das Herz auf. Hier war die Monarchin gemeinsam mit dem britischen Schauspieler Paul O‘Grady zu Besuch im Tierrettungszentrum „Battersea Dogs and Cats Home“ in London. © dpa/Press Association
So viel Zeit musste sein: Für einen liebevollen Blick oder eine kleine Streicheleinheit für ihre Hunde nahm sich Queen Elizabeth II. trotz ihres vollen Terminkalenders immer Zeit.
So viel Zeit musste sein: Für einen liebevollen Blick oder eine kleine Streicheleinheit für ihre Hunde nahm sich Queen Elizabeth II. trotz ihres vollen Terminkalenders immer Zeit. © dpa
Im November 2017 besuchte Königin Elizabeth II. die Hilfsorganisation „Canine Partners“ im britischen Midhurst. Ein Labrador-Welpe zauberte ihr ein Lächeln ins Gesicht.
Im November 2017 besuchte Königin Elizabeth II. die Hilfsorganisation „Canine Partners“ im britischen Midhurst. Ein Labrador-Welpe zauberte ihr ein Lächeln ins Gesicht. © dpa/The Times, Richard Pohle
Bis ins hohe Alter blieb die Liebe zu den englischen Hütehunden bestehen. Mit Corgi Candy feierte die Queen im Juni 2022 ihr 70. Thronjubiläum.
Bis ins hohe Alter blieb die Liebe zu den englischen Hütehunden bestehen. Mit Corgi Candy feierte die Queen im Juni 2022 ihr 70. Thronjubiläum. © i-Images/Imago

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Autor Brown beruft sich auf Informationen des ehemaligen britischen Premierministers Gordon Brown (73), der von Juni 2007 bis Mai 2010 die Regierungsgeschäfte führte. In dieser Zeit bekam der Premier eine Einladung, mit seiner Familie nach Balmoral, dem schottischen Rückzugsort der Queen zu kommen. So konnte er aus erster Hand berichten, wie das Rudel Ihrer Majestät mit einem Trick zu bändigen war.

Der Trick der Queen ist nicht so leicht nachzumachen: Wer hat schon einen Dudelsack?

Doch zunächst nannte er die Hunde der Monarchin einen „unberechenbaren, temperamentvollen Haufen“. Er schrieb, dass die berühmten Corgis der Königin oft Verhaltensprobleme gehabt hätten – und dass viele Menschen von ihnen gebissen worden seien. Die Corgis und Dorgis waren „in der einen Minute verschmust, in der nächsten Psychopathen, die Corleones der Hundewelt“, schreibt Brown.

Queen Elizabeth II. liebte Hunde, besonders ihre Corgis. Doch die Rasselbande musste auch im Zaum gehalten werden wie 1998 beim Aussteigen aus einem Flugzeug (Fotomontage).

„Zufälligerweise verscheucht man einen aggressiven Corgi auf dieselbe Weise wie einen aggressiven Menschen“, teilt der Autor weiter Browns Beobachtungen. „Glücklicherweise hatte die Königin immer einen Dudelsack zur Hand.“ Denn offenbar mögen Corgis den Klang des lauten Instrumentes nicht. Während der Dudelsack spielt, „hören die meisten Corgis auf, was auch immer sie gerade tun, und schleichen davon“, berichtete auch Jim Motherwell, der in den 1990er-Jahren der Dudelsackspieler der Queen war.

Das machte sich die pfiffige Queen zunutze, wenn es ihr zu wild wurde. Allerdings mit aller Vorsicht, denn ihre Corgis waren ihr heilig. Das zeigt auch die Geschichte, von der The Sun im Juli 1999 berichtete: Queen Elizabeth II. degradierte ihren Adjutanten, der sie bei Paraden und Kutschfahrten in Uniform begleitete, weil er es lustig gefunden habe, den Hunden der Königin Alkohol ins Futter zu mischen. Ob Ihre Majestät ihm vorher etwas auf dem Dudelsack vorspielen ließ, bevor sie ihn rausschmiss, ist dagegen nicht überliefert. Dass die verstorbene Queen später wegen ihrer geteilten Hundeliebe eine besondere Beziehung zu Prinzessin Kates (42) Bruder James (37) hatte, hingegen schon. Verwendete Quellen: people.com, thesun.co.uk

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