Änderung bei der Post
Deutsche Post: Änderung betrifft ab sofort Millionen Kunden
Die Deutsche Post wartet erneut mit einer Änderung auf, die Millionen Kunden betrifft. Es geht um Einschreiben innerhalb Deutschlands.
Berlin – Mit Blick auf die Änderungen im Oktober 2022 gibt es auch Nachrichten bei der Deutschen Post: Eine weitreichende Änderung betrifft Millionen Kundinnen und Kunden in Deutschland – und sie gilt ab sofort. Die Änderung betrifft Briefe, die für Empfänger nicht selten unerfreuliche Inhalte haben: Einschreiben. Doch worum geht es genau? Klar ist: Die Neuerung bezieht sich ausschließlich auf Einschreiben im Inland, für Sendungen ins Ausland bleibt die Handhabe wie bisher. Derweil ist die allgemeine Unzufriedenheit mit der Deutschen Post – DHL groß – es mangelt an Zuverlässigkeit.
Änderung bei Deutscher Post für nationale Einschreiben gilt seit Oktober
Eine große Neuerung bei der Deutschen Post ist mit dem 1. Oktober 2022 in Kraft getreten. Dabei geht es um das rosa Rückschein-Formular bei Einschreiben, von dem sich die Post verabschiedet: Mit Beginn des Monats Oktober ist das Formular abgeschafft worden. Ersetzt wird es durch einen automatisch generierten Brief. Auf ihm ist das Sendungsbild aufgedruckt, nebst einer digitalisierten Unterschrift des Empfängers. Das hat ganz praktische Folgen für diejenigen, die das Einschreiben einreichen – nämlich weniger Arbeit beim Erstellen des Briefs für die Deutsche Post.
Wer ein solches Einschreiben erstellt, muss zukünftig nur noch ein Einschreiben-Rückschein-Label zu seiner Sendung beifügen. Die Adresse des Absenders selbst wird Teil der Beschriftung auf der Vorderseite. Damit fällt das bisweilen müßige Ausfüllen und Anbringen des altbekannten Rosa-Rückscheins für Einsendungen weg. Einschreiben dieser Art sind oft von unerfreulichem Inhalt für Empfänger: Nicht selten handelt es sich dabei um Zahlungsaufforderungen oder Mahnungen – auch Kündigungen sind oft darunter. Zu beachten gilt: Die Änderung betrifft ausschließlich nationale Einschreiben, bei Sendungen ins Ausland bleibt alles beim Alten.
Deutsche Post: Sendungsverfolgung oder QR-Code-Scan zum Herunterladen des neuen Rückscheins
Zukünftig soll bei der Änderung der Deutschen Post die Sendungsverfolgung oder das Scannen eines QR-Codes zum Herunterladen des neuen Rückscheins führen. Dieser Schein ist fortan nicht mehr rosa, sondern erscheint in anderer Form. Grundsätzlich gilt: Bei Zustellung des Einschreibens geht dem Versender per Brief ein Schreiben zu. Neben der bereits erwähnten digitalen Unterschrift findet sich darauf auch der entsprechende QR-Code sowie das besagte Bild des zugestellten Briefs. Dieser Brief könnte in Niedersachsen zukünftig auch über Eystrup gehen: Dort wurde erst im Sommer ein neuer DHL-Zustellstützpunkt eingeweiht.
Briefe und Pakete kommen bei Deutscher Post oft zu spät oder gar nicht an – Zahl der Beschwerden steigt
Derweil gibt es in Deutschland offensichtlich eine Menge Ärger über die Deutsche Post: Briefe und Pakete kommen oft zu spät an – oder überhaupt nicht. Die Zahl der Beschwerden über die Post sind extrem hoch: Die Bundesnetzagentur berichtet alleine für die Monate Juli und August 2022 von über 6500 Beschwerden, die die Post betreffen. Im ersten Halbjahr waren es insgesamt 8.900 Stück. Zeitgleich sind im Juli bei der DHL Pakete um bis zu 10 Prozent teurer geworden.
Die Post selbst begründet ihre Probleme mit coronabedingten Ausfällen und einem Fachkräftemangel im Unternehmen. Eine Sprecherin des Konzerns erklärte, hinzugekommen sei im Juli eine hohe Zahl von Sommerurlauben. Der Vollständigkeit halber muss ergänzt werden, dass auch andere Anbieter immer wieder in der Kritik stehen. Aus der FDP um Finanzminister und Parteichef Christian Lindner wurde bereits ein Vorschlag laut, um das Unternehmen zu Verbesserungen zu bewegen: Man könne die Deutsche Post – DHL sanktionieren, sollte die Lage nicht besser werden, so die Liberalen. Das halten indes nicht alle für eine gute Idee – aus der Politik äußerten sich zum FDP-Vorstoß auch kritische Stimmen.
Rubriklistenbild: © Sven Hoppe/dpa
