Generationenkonflikt

Gen Z, Millennials, Babyboomer: Diese Eigenschaften werden den Generationen zugeschrieben

Eine ältere Frau sitzt mit einem Lächeln auf einem Sofa und trägt weiße Kopfhörer, während sie die Musik genießt. Neben ihr sitzt ein junges Mädchen, das ihr ein Gerät hält und ihr offenbar Musik zeigt oder empfiehlt.
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Faule Gen Z, überempfindliche Millennials, technikfeindliche Boomer – die Vorurteile zwischen den Generationen sind so alt wie hartnäckig. Doch was steckt hinter den Klischees, die in sozialen Medien, am Familientisch und im Büro für Zündstoff sorgen?
Ein Junge und ein älterer Mann reparieren zusammen eine Gitarre.
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Etwa alle 15 bis 20 Jahre wird eine neue Generation definiert – geprägt durch gemeinsame Erlebnisse, Technologien und gesellschaftliche Umbrüche. Als Babyboomer gelten die Jahrgänge 1956 und 1965 – die geburtenstarke Nachkriegsgeneration. Danach folgt die oft vergessene Generation X (1966–1980), bevor die Millennials – auch Generation Y genannt – die Jahre 1981 bis 1995 abdecken. Die Gen Z umfasst die Jahrgänge 1996 bis 2010, während mit der Generation Alpha bereits die nächste in den Startlöchern steht.
Eine junge Frau schläft im Bett.
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Work-Life-Balance, 4-Tage-Woche und bloß keine Überstunden – der Gen Z wird vorgeworfen, allergisch gegen Arbeit zu sein. Aus Boomer-Perspektive sind junge Leute oft faul.
Ein Mann gähnt und hält sich die Hand vor den Mund.
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Soziologe Martin Schröder von der Universität des Saarlandes zeigt in seiner Studie zur Arbeitsmotivation: Menschen würden im Laufe ihres Lebens ihre Einstellung zur Arbeit ändern; für Menschen über 70 und um die 20 spiele Arbeit nicht mehr oder noch nicht so eine tragende Rolle. „Wenn heute der 40-Jährige sagt, der 20-Jährige habe gar keine Lust zu arbeiten, dann ist das eine richtige Beschreibung. Nur: Es ist kein Generationeneffekt. Es ist ein Alterseffekt“, sagte Schröder dem Deutschlandfunk.
Eine junge Frau im Businesslook sitzt mit einem Headset vor einem Laptop und stützt den Kopf gelangweilt auf ihre Hand.
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„Seit 1850 sinkt die Arbeitszeit immer weiter, und die gewünschte Arbeitszeit sinkt auch immer weiter. Das ist aber keine Generationenfrage. Wir alle denken heute anders als früher“, erklärt Schröder weiter.
Vier junge Menschen machen ein Selfie und lächeln in die Kamera.
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Ob beim Essen, im Gespräch oder sogar im Bett – die Gen Z kann heute nicht mehr ohne ihr Smartphone. Oder? Dabei nimmt die Handynutzung in vielen Altersgruppen zu.
Eine Kinderhand tippt auf einem Handydisplay die App „TikTok“ an.
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Laut einer Erhebung des Digitalverbands Bitkom konnten sich 2025 63 Prozent der Befragten ein Leben ohne Smartphone nicht mehr vorstellen. Auf 19 Prozent traf dies eher zu. Befragt wurden 1.004 Personen. Unter den 16- bis 29-Jährigen nutzten alle Befragten ein Handy. Aber auch unter den 50- bis 64-Jährigen waren 89 Prozent vertreten.
Eine Frau verkriecht sich unter der Bettdecke und schaut auf ihr Handydisplay.
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Das kann aber negative Auswirkungen haben: Eine US-Studie zeigte jüngst, dass die Smartphone-Nutzung am späten Abend die Schlafqualität von Jugendlichen beeinträchtigen kann. „Wir wissen, wie wichtig Schlaf für die Erholung von Körper und Geist, insbesondere von Nerven und Gehirn ist. Gestörter Schlaf reduziert die Lebensqualität und kann krank machen. Insomnie ist u. a. ein Risikofaktor für Demenz und Depression. Umso bedenklicher ist es, wenn Jugendliche durch ihren Medienkonsum die Weichen für lebenslange Schlafstörungen stellen“, ordnete Professor Dr. Frank Erbguth, Präsident der Deutschen Hirnstiftung, in einer Mitteilung ein.
Ein Finger tippt auf einen Handybildschirm. Es sich Apps von sozialen Medien wie Instagram zu sehen.
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„Die Entwicklung hin zu einer fortwährenden Präsenz des Smartphones hat negative Konsequenzen für die Aufmerksamkeit“, sagte Professor Sven Lindberg, Leiter der Klinischen Entwicklungspsychologie an der Universität Paderborn in einer Mitteilung. „Die bloße Anwesenheit des Smartphones wirkt sich ungünstig auf die Produktivität aus.“ Für viele Prozesse ist heute allerdings ein Smartphone nötig: Beim Online-Banking, bei der Ticketbuchung oder zur Navigation.
Auf einem Mietvertrag liegt ein Schlüsselbund und Bargeld.
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Statt ein Eigenheim zu kaufen, horten Millennials angeblich Streaming-Abos und Sukkulenten. Das Klischee: Generation Miete.
  • Karolin Schaefer
    VonKarolin Schaefer
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Faul, auf Sinnsuche, veränderungsresistent? Jede Generation hat mit Vorurteilen zu kämpfen. Welche Klischees über Boomer, Millennials und Gen Z stimmen.

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