Strafzinsen

Sparkasse und Postbank setzen Kunden vor die Tür

Deutsche Banken wie Sparkasse und Postbank setzen bei ihren Kunden drastische Schritte durch – auch ING will nachziehen. Bestimmte Kunden sind betroffen.

Bonn – Mehrere Banken wie kündigen drastische Schritte für ihre Kunden an: Anleger, die ihre Negativzinsen nicht bereitwillig zahlen wollen, dem könnte eine Kündigung drohen. Immer öfter erheben Banken wie die Sparkasse und die Postbank Negativzinsen. Wer den Strafzinsen auch auf Nachfrage nicht schriftlich zustimmt, für den könnte eine Kontokündigung die Folge sein. Einige Kunden dürfte die Meldung aus dem Nichts treffen – wie die Nachricht, dass immer mehr Banken in Hamburg schließen aus bestimmten Gründen.

Marke einer Zweigniederlassung der Deutschen Bank:Postbank
Kundenservice: 0228 55005500
Hauptsitz: Bonn
Gründer: Deutsche Bundespost

Sparkasse und Postbank werfen Kunden raus – bei Ablehnung von Negativzinsen

Die Sparkasse in Düsseldorf hatte sich vor einem Jahr von ungefähr zwei Dutzend Kunden getrennt, wegen zu hoher Einlagen auf ihren Konten. Weil die vermögenden Kunden dem Beschluss der Minuszinsen nicht zugestimmt hatte, wurden 26 Kunden der Stadtsparkasse Düsseldorf gekündigt. Um die Minuszinsen eines Kontos abziehen zu können, müssen die Kunden dem schriftlich zustimmen. Die Kunden der Düsseldorfer Sparkasse hatten ihre Strafzinsen nicht akzeptiert und dementsprechend nicht bereit, diese zu zahlen. Daraufhin wurden sie von der Bank gekündigt. Kontokündigung wegen Negativzinsen war zu dem Zeitpunkt noch nicht publik gewesen. Nun wollen weitere Banken nachziehen.

Postbank und Sparkasse: wer seine Negativzinsen nicht bezahlt, dem droht die Kontokündigung. (24hamburg.de-Montage)

Deutsche Banken kündigen Konten – wenn Zustimmung für Strafzinsen nicht erfolgt

Laut dem Handelsblatt wollen jetzt andere Banken nachziehen. Auch die Postbank hat einigen Kunden ihre Konten gekündigt, weil sie ihren Negativzinsen nicht zustimmten. Dem Handelsblatt zufolge hatte die Postbank auf Nachfrage keine Reaktion der Kunden erhalten. Nachdem sie keine Zustimmung zu den Negativzinsen bekommen haben, kündigten sie die Anleger. Die Kunden hätten anschließend noch genug Zeit, ihr Geld auf ein anderes Konto zu überweisen, bevor die Kündigung final erfolgt. Noch mehr Banken folgen dem Vorgehen.

Kontokündigung wegen Strafzinsen: Sparkasse Dortmund und Bank ING ziehen nach

Das Handelsblatt berichtet zudem, dass die Sparkasse Dortmund ihre Anleger aus demselben Grund gekündigt hat. Auch die Bank ING will nachziehen und avisiert bereits Kündigungen für April. Das berichtete unter anderem n-tv.de. Hingegen macht eine Bank ihren Kunden eine überraschende Freude: Die Santander Bank überwies Millionen zu viel – die Kunden durften das Geld trotzdem behalten. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Monika Skolimowska/Arne Bänsch/dpa/Seva Levitsky/imago

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