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Omega-Glocke über Deutschland: Seltenes Wetterphänomen beschert jetzt halb Europa Sonne
Eine Omega-Lage hat sich über Europa festgesetzt. Das Hoch sitzt wie festgenagelt – mit Folgen von Madrid bis Hamburg. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
Der Grund für diese bemerkenswerte Wetterruhe ist eine sogenannte Omega-Lage: Ein Hochdruckrücken, der sich von Nordeuropa bis in den Mittelmeerraum erstreckt, wird dabei gleichzeitig von einem Atlantiktief im Westen und einem Tief über Osteuropa in die Zange genommen – und kann dadurch nicht abziehen. Das Muster auf der Wetterkarte erinnert an den griechischen Buchstaben Omega (Ω), und es ist eines der stabilsten Wetterphänomene, die es überhaupt gibt.
Wer dieser Tage Sonne und Wärme sucht, sollte seinen Blick nach Südwesten richten. Über der Iberischen Halbinsel und dem westlichen Mittelmeer hat sich ein mächtiges Hochdruckgebiet etabliert, das sich so schnell nicht vom Fleck bewegt. In Madrid klettert das Thermometer auf knapp 27 Grad, in Rom und Athen sind es angenehme 22 bis 23 Grad bei strahlendem Sonnenschein.
Omega-Wetter-Lage über halb Europa: Trocken bis London – aber kühl
Überraschend ist, wie weit nach Norden der Einfluss der Omega-Lage in dieser Woche reicht. Auch über Frankreich und Großbritannien bleibt es bis mindestens zum kommenden Wochenende weitgehend niederschlagsfrei. Paris zeigt sich von Mittwoch bis Freitag mit null Prozent Regenwahrscheinlichkeit, London kaum anders. Der Azorenhochkeil schiebt sich weit nach Nordosten und blockiert die atlantischen Tiefs auf einer nördlicheren Zugbahn. Verwechseln sollte man das allerdings nicht mit echtem Frühlingswetter: Die Temperaturen erreichen in Paris um die 18 bis 20 Grad, in London bleibt es mit 13 bis 17 Grad merklich frischer. Trocken ist nicht gleich schön – aber immerhin trocken.
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Wetter in Deutschland: Kurze Delle, dann greift die Omega-Lage in Deutschland durch
Wer in Deutschland gerade schlechte Laune wegen Wolken und kühler Luft hat, darf sich trösten – es dauert nicht mehr lange. Hinter einer durchgezogenen Kaltfront sind die Temperaturen zu Wochenbeginn auf 12 bis 17 Grad zurückgefallen, und aus der Höhenkaltluft heraus sind noch einzelne Schauer möglich. Doch ab Mittwoch dreht sich das Blatt: Der Rand der Omega-Lage greift auch auf Deutschland durch, die Temperaturen steigen wieder spürbar an, und vielerorts meldet sich die Frühlingssonne zurück. Was zum Wochenstart noch nach Schmuddelwetter aussah, entpuppt sich also nur als kurze Delle vor einer erneuten Warmphase.
Wetter-Tipp der Woche
Wer jetzt kurzfristig verreisen kann, fährt mit Spanien oder den Balearen am besten. Das westliche Mittelmeer ist diese Woche der wettertechnische Jackpot Europas – stabiles Hoch, Sonne satt, kaum Wind. Und wer lieber zu Hause bleibt: Ab Wochenmitte lohnt sich auch hierzulande der Blick auf den Außenbereich. Die Omega-Lage liefert Frühling frei Haus. Wettermodelle zeichnen bereits eine konkrete Vorhersage für den Monat Juni. Ebenfalls interessant für Wetterinteressierte: Immer häufiger warnen Schlagzeilen vor einem „Sommer der Extreme“ durch El Niño – zu Recht?