Pandemie-Maßnamen verstärken
Weltärzte-Chef Montgomery fordert härtere Reiseauflagen für Ungeimpfte
Frank Ulrich Montgomery haut auf den Tisch. Der Chef des Weltärzteverbundes fordert strikte Reisebeschränkungen für Ungeimpfte. Auch Querdenker nimmt er sich vor.
Berlin – Er bleibt seiner Linie treu. Frank Ulrich Montgomery, Chef des Weltärzteverbundes, wird nicht zuletzt im Rahmen der Corona-Krise mit kompromisslosen Aussagen verbunden, die oftmals weite, mediale Wellen schlagen. Dies könnte nun erneut der Fall sein. Denn Montgomery positioniert sich klar und plädiert für harte, bundesweit einheitliche Reisebeschränkungen für Ungeimpfte.
| Radiologe: | Frank Ulrich Montgomery |
| Geboren: | 31. Mai 1952 (Alter 69 Jahre), Hamburg |
| Ausbildung: | Universität Hamburg (1979), Gymnasium Blankenese, Universität von Sydney |
Verschärfung der Corona-Maßnahmen: Weltärzte-Chef Frank Ulrich Montgomery fordert „harte Regeln, bundesweit einheitlich“
Im „WAZ“-Videocast „19 – die Chefvisite“ läuft Montgomery im besten Sinne zur Höchstform auf. Für ihn seien „harte Regeln, bundesweit einheitlich“, zwingend notwendig, um der Ausbreitung der Omikron-Variante zu begegnen. Dementsprechend müsse die 2G-Regel „konsequent ausgeweitet werden auf andere Bereiche“.
Die Corona-Regel 2G besagt, dass entsprechend gekennzeichnete Bereiche des öffentlichen Lebens nur von Personen betreten werden dürfen, die vollständig geimpft oder genesen sind. Ungeimpfte bleiben dementsprechend außen vor, ein Schlupfloch gibt es für diese Personengruppe nicht. Sehr zum Wohlwollen von Montgomery.
Nein zu Corona-Spaziergängen: Weltärzte-Chef Montgomery will Kontaktbeschränkungen intensivieren
Der Chef des Weltärzteverbandes bezieht sich mit seiner vorgeschlagenen Ausweitung der 2G-Regel beispielsweise auf Fernzüge. Gegenwärtig gilt in Bus und Bahn in Deutschland die 3G-Regel, wodurch Ungeimpfte das Angebot der öffentlichen Verkehrsmittel weiterhin wahrnehmen können. Jedoch ist der Nachweis eines negativen Corona-Tests zwingend erforderlich.
Doch weiß sich auch Montgomery auch noch zu weiteren Aspekten rund um das Coronavirus zu äußern. Der neue Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hatte zuletzt bereits weitere Kontaktbeschränkungen angedeutet. Auch das entspricht dem Gusto von Montgomery, der Folgendes sagt: „Massenspaziergänge wird es nicht mehr geben“.
„Sonst kriegen Aluhüte und Querdenker Oberhand“: Montgomery fordert, dass der Staat sein Recht konsequenter durchsetzt
Nach Ansicht von Montgomery müsse der Staat bei der Durchsetzung geltenden Rechts „Konsequenz zeigen, sonst kriegen Aluhüte und Querdenker Oberhand“. Auf die Austragung der Olympischen Winterspiele, die am 4. Februar 2022 in Peking beginnen, kann Montgomery zudem nur mit Kopfschütteln reagieren.
Die Durchführung des sportlichen Groß-Events bezeichnet der Weltärzte-Chef schlicht als „Wahnsinn“, der zu mehr Corona-Infektionen und letztlich auch zu weiteren Lockdowns* führen würde. Und dadurch drohten „gewaltige wirtschaftliche Verwerfungen“, warnt Montgomery.
Hass-Attacken auf Weltärzte-Chef Montgomery: Morddrohungen, verbale Gewalt, geworfene Farbbeutel auf sein Haus
Mit seiner strikten Haltung zu Corona-Maßnahmen polarisiert Montgomery immer wieder. Der Weltärzte-Chef erhielt bereits mehrfach Morddrohungen, sein Haus sei schon zweimal mit Farbbeuteln attackiert worden. Die Konsequenz: Nun „patrouilliert bei mir der Staatsschutz vor der Tür“.
Montgomery würde viele Mails mit Todesdrohungen und verbaler Gewalt erhalten, die er der Polizei übergebe. Eine Parallele zu Karl Lauterbach, der seit Beginn der Corona-Krise schier omnipräsent ist und sich in den sozialen Medien immer wieder mit Verunglimpfungen seiner Person konfrontiert sieht. Frei nach dem Ausspruch „Der Prophet im eigenen Land ist nichts wert“. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.