Bullenhitze und Dürre: Nach kurzer Abkühlung kommt die zweite Hitzewelle
Nachdem es am Wochenende besonders in der Nordhälfte Deutschlands merklich kühler geworden ist, steigen die Temperaturen in den kommenden Tagen wieder an. Vielerorts bleibt der Regen aus. Das freut zwar Badegäste, Experten sind jedoch alarmiert: Die Böden sind zu trocken. Es kommt zu Waldbränden und auch eine Dürre droht.
Berlin –Sonne und Temperaturen jenseits der 35 Grad: Die vergangenen Tage waren mehr als sommerlich, viele Menschen konnten sich nur durch einen Sprung in den Badesee abkühlen. Nun sinkt die Temperatur zwar wieder etwas, doch in den kommenden Tagen wird es noch einmal in großen Teilen Deutschlands richtig heiß. Großflächigen Regen wird es voraussichtlich nicht geben – keine Entlastung für die jetzt schon trockenen Böden. In weiten Teilen von Deutschland könnte eine Dürre drohen.
Bullenhitze und Dürre in Deutschland: Nach kurzer Abkühlung kommt jetzt die zweite Hitzewelle
Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilt, gelangt weiterhin trocken-heiße Luft in den Süden und in die Mitte des Landes. Auf den Norden und Nordwesten hatte eine Kaltfront übergegriffen, die sich zögernd nach Südosten ausbreitet. Während am Sonntag im Norden und Nordwesten die Temperaturen bereits bei 25 Grad haltmachten, konnten entlang des Oberrheins Höchstwerte bis 38 Grad verzeichnet werden. Ebenso heiß war es von Berlin bis Sachsen.
Die damit einhergehende Trockenheit hat bereits erste Auswirkungen gezeigt. Lokal zeigten sich einige Wasserwerke bereits an ihrem Limit. Besonders schlimm ist es auf europäischer Ebene für Norditalien und Frankreich: 125 Gemeinden in den Regionen Piemont und Lombardei wurden zuletzt bereits aufgefordert, nachts die Trinkwasserversorgung an die Haushalte einzustellen oder zu drosseln.
Das Wetter der Woche: Vereinzelt Gewitter und Starkregen, großflächig Sonnenschein
Am Montag zieht sich zunächst ein Schauer- und Regenband durch die Mitte des Landes. Gebietsweite kommt es zu starken Gewittern und heftigem Niederschlag. Auch Starkregen ist möglich. Im Tagesverlauf lockert das Regenband jedoch auf und es wird zunehmend sonniger. In der Nordhälfte sind Temperaturen bis 24 Grad, im Süden bis 33 Grad möglich. Dazu weht schwacher bis mäßiger Wind aus westlichen bis nordwestlichen Richtungen.
Der Dienstag startet im Nordosten wolkig und auch im Süden und Südwesten kommen Quellwolken mit örtlichen Schauern und Gewittern auf. Die Höchstwerte in der Nordhälfte sind 22 bis 28 Grad und direkt an der See um 19 Grad. Der Süden bleibt die Hitze weiterhin bestehen. Bis zu 33 Grad sind möglich.
Temperaturen steigen wieder an: Hitze bis zum Ende der Woche
Am Mittwoch und Donnerstag bleibt das Wetter in weiten Teilen Deutschlands beständig. Meist sonnig und trocken klettern die Temperaturen im Norden auf 25 Grad; im Süden bis zu 30 Grad. Vereinzelt sind auch an diesen Tagen Gewitter mit Starkregen möglich. Am Freitag und zum Wochenende hin zeiht die Hitze einmal mehr an. Temperaturen bis zu 36 Grad sind möglich.
Unwettergefahr am kommenden Wochenende: Besonders in Süddeutschland könnte es knallen
Bereits am vergangenen Wochenende kam es örtlich zu starken Gewittern. Ein Landkreis hat sogar den Katastrophenfall ausgerufen. Auch am kommenden Wochenende könnte es wieder knallen. Laut DWD steigt spätestens am Freitag die Unwettergefahr an. Von Südwesten und Süden her bis auf den Nordosten Deutschlands sind übergreifende Gewitter mit einer Unwettergefahr durch heftige Regengüsse und schwere Sturmböen möglich. Im Süden könnte es zu größerem Hagel kommen. Am Samstag im Osten und Südosten würden noch Gewitter herrschen, teils mit mehrstündigem Starkregen bis hin zum Unwetter.
Dürre in Deutschland: Die Böden sind in weiten Teilen des Bundesgebiets zu trocken
Da diese jedoch nur lokal auftreten, bleibt in den kommenden Tagen eine Dürre weiterhin eine reale Gefahr – denn nach der Hitzewelle kommt die große Trockenheit. Nach Angaben vom Helmholz Zentrum für Umweltforschung ist es bereits jetzt in weiten Teilen der Bundesrepublik zu einer außergewöhnlichen Dürre gekommen. Wie aus dem Dürremonitor des Zentrums ersichtlich wird, gibt es im Großteil Deutschlands für die meisten Pflanzen bis zu einer Bodentiefe von 25 Zentimetern wenig, bis gar kein Wasser. Auch bis 1,8 Meter ist die Wassersituation besorgniserregend. Besonders betroffen von der Trockenheit sind Mittel- und Ostdeutschland und der Südwesten von Baden-Württemberg.
Gefahr steigt: mehrere Waldbrände in den vergangenen Tagen
Die Trockenheit ist nicht nur für die Landwirte ein großes Problem. In den vergangenen Tagen ist es aufgrund des Wetters gleich zu mehreren Großbränden gekommen. So standen am Freitag, 17. Juni 2022, mehrere Hektar Wald im Harz in Flammen. Für den Waldbrand musste ein Hubschrauber angefordert werden.
Zu einem weiteren Waldbrand ist es in Brandenburg gekommen. Am Sonntag, 19. Juni 2022, haben dort sogar 60 Hektar Wald gebrannt. Eine Kleinstadt musste teilweise evakuiert werden. Die Waldbrandgefahr steigt aufgrund der Trockenheit in ganz Deutschland.
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