Pläne der Sozialdemokraten
Dänemark will Migranten zur Arbeit zwingen: „Zigaretten am Strand sammeln“
Staatliche Hilfe nur noch gegen Leistung: Dänemark will Einwanderer künftig zum Arbeiten verpflichten. Das kündigte die sozialdemokratische Regierung an.
Kopenhagen – Dänemark ist für seine restriktive Migrationspolitik bekannt, doch jetzt sollen die Schrauben noch einmal drastisch angezogen werden: Das skandinavische Land plant scharfe Regeln für Einwanderer – sie sollen nur noch staatliche Leistungen bekommen, wenn sie arbeiten.
| Land in Europa: | Dänemark |
| Hauptstadt: | Kopenhagen |
| Bevölkerung: | 5,806 Millionen (2019) Eurostat |
| Währung: | Dänische Krone |
| Königin: | Margrethe II. |
Dänemark: Einwanderer sollen 37 Stunden pro Woche arbeiten
Dänemarks Ministerpräsidentin Mette Frederiksen stellte die Maßnahme am Dienstag, 7. September 2021, als Teil eines Reformpakets vor. Demnach sollen Arbeitslose mit „Integrationsbedarf“ verpflichtet werden, 37 Stunden pro Woche zu arbeiten. „Rechte und Pflichten müssen Hand in Hand gehen“, sagte die sozialdemokratische Regierungschefin.
Dänemark will Migranten zur Arbeit zwingen: „Zigarettenstummel am Strand sammeln“
Und weiter: „Wir wollen eine neue Arbeitslogik einführen, bei der die Menschen die Pflicht haben, einen Beitrag zu leisten und sich nützlich zu machen“, so Ministerpräsidentin Frederiksen. „Und wenn sie keine reguläre Arbeit finden, müssen sie für ihre Zuwendungen arbeiten.“
Arbeitsminister Peter Hummelgaard geht sogar noch einen Schritt weiter: „Das kann ein Job am Strand sein, bei dem man Zigarettenstummel oder Plastik aufsammelt oder Hilfe bei der Lösung verschiedener Aufgaben in einem Unternehmen.“ Das Wichtigste sei, die Menschen aus ihren Häusern herauszubekommen.
Einwanderer sollen arbeiten: Dänemark will Zahl der Asylbewerber auf null senken
Zunächst sollen die Maßnahmen für Menschen gelten, die seit drei bis vier Jahren staatliche Leistungen beziehen und nicht über ein bestimmtes Maß an Schulbildung und Dänisch-Kenntnissen verfügen. Die Pläne müssen noch vom Parlament gebilligt werden.
Die neue Regelung soll Migranten bei der Integration helfen, so die Idee. Frederiksen: „Zu viele Jahre lang haben wir vielen Menschen einen schlechten Dienst erwiesen, indem wir nichts von ihnen verlangt haben.“
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Nur die Linke äußerte bislang Kritik an den Plänen der Sozialdemokraten, sie befürchten, dass die Maßnahmen zu „staatlich gesponsortem Sozialdumping“ führen.
Die Regierung hat das Ziel ausgegeben, die Zahl der Asylbewerber auf null zu senken.
Härtere Migrationspolitik in Dänemark: Beim Corona-Umgang lasch
So strikt die Migrationspolitik, so locker der Umgang mit Corona: Dänemark will zum 10. September alle Beschränkungen aufheben. Eigentlich war geplant, die umfassenden Lockerungen der Corona-Regeln erst im Oktober durchzusetzen. Zudem will das Land trotz hoher Inzidenz keinen Lockdown durchsetzen. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.