Inzidenz steigt
Urlaub in Italien: Diese Corona-Regeln gelten
Italien kämpft weiterhin gegen das Coronavirus an. Die Inzidenz ist vergleichsweise gering. Läuft ein Urlaub also reibungslos ab? Diese Regeln gelten.
Rom (Italien) – Am Montag, 2. August 2021 beläuft sich die Sieben-Tage-Inzidenz in Italien auf 62,7. Zum Vergleich: Eine Woche zuvor lag sie noch unter 50 (49,5). Insgesamt sind 5.320 Corona-Neuinfektionen zu verzeichnen. Die Todesrate beträgt 2,9 Prozent, in absoluten Zahlen sind fünf neue Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 zu beklagen. Indes bleibt das südeuropäische Land weiterhin ein beliebtes touristisches Ziel. kreiszeitung.de gibt einen Überblick über die Situation in den Regionen und nennt die geltenden Corona-Regeln.
| Land in Europa: | Italien |
| Präsident: | Sergio Mattarella |
| Hauptstadt: | Rom |
| Vorwahl: | +39 |
Corona-Urlaub in Italien: Welche Regeln es zu beachten gilt – Einreise ohne Quarantäne, dafür Gesundheitspass notwendig
Eine Quarantänepflicht gibt es für Urlauber, die nach Italien reisen möchten, nicht. Notwendig ist hingegen ein negativer PCR- oder Antigen-Test, der nicht älter als 48 Stunden sein darf. Alternativ kann aber auch eine vollständige Impfung oder Genesung nachgewiesen werden.
Generell müssen sich Urlauber vor ihrer Einreise online anmelden. Im Freien liegt keine Maskenpflicht vor. Derzeit gibt es in Italien ausschließlich weiße Zonen. Diese sind gleichbedeutend mit weitreichenden Lockerungen, viele Beschränkungen sind aufgehoben. Für die Innenräume von Bars, Restaurants oder Sportstätten braucht es in Italien ab dem 6. August einen Gesundheitspass („Green Pass“).
Hiermit ist ein landesweit gültiges Dokument gemeint, welches Aufschluss über Corona-Impfungen, vergangene Infektionen sowie Corona-Tests gibt. Der Gesundheitspass soll bereits nach der ersten Impfung gegen das Coronavirus ausgestellt werden. Darüber hinaus soll das offizielle Dokument auch als Eintrittskarte für Sportveranstaltungen, Konzerte, Theateraufführungen, Messen oder Kongresse fungieren.
Impfbereitschaft in Italien steigt weiter an – 40 Millionen Italiener laden sich „Grünen Pass“ herunter
Überall dort, wo Menschen sich auf engem Raum treffen und eine hohe Wahrscheinlichkeit hinsichtlich einer Coronavirus-Infektion besteht, ist der Gesundheitspass verpflichtend. Nach Angaben der italienischen Regierung bleiben Diskotheken aber weiterhin geschlossen. Weitere Reise- und Sicherheitshinweise für den geplanten Italien-Urlaub gibt das Auswärtige Amt (AA) auf seiner Homepage.
Indes ist zu vermelden, dass die Impfbereitschaft in Italien weiter ansteigt. Binnen weniger Stunden wurde rund 150.000 neue Impftermine vergeben, berichtet die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“. Dies wird in Verbindung mit der offiziellen Verkündung des Gesundheitspasses durch Ministerpräsident Mario Draghi gebracht. Rund 54 Prozent der italienischen Bevölkerung gilt aktuell als vollständig geimpft.
Steigende Inzidenz in Italien: Regierung will Regeln für den „Green Pass“ verschärfen
Angesichts steigender Inzidenzzahlen will nun die italienische Regierung gegensteuern und plant eine weitere Verschärfung der Corona-Maßnahmen.
Im Lauf dieser Woche sollen strengere Regeln für den sogenannten „Green Pass“ beschlossen werden, berichtet der „Corriere della Sera“. Der Gesundheitspass soll dann auch bei Flug- und Zugreisen, sowie Schiffsfahrten verbindlich werden.
In drei belieben Urlaubsbegionen drohen schärfere Corona-Regeln
Aktuell gelten alle Regionen in Italien als „weiße Zone“. Das heißt, dass fast alle Corona-Beschränkungen aufgehoben sind. Bald könnte sich die Situation allerdings ändern. In drei Regionen – Sardinien, Sizilien und Latium – steigen nämlich die Neuinfektionen in Verbindung mit Sars-CoV-2 rasant.
Auf Sardinien liegt die Inzidenz bei 140, auf Sizilien bei 91 und in Latium – der Region rund um Rom – bei 86. Die drei Regionen könnten bereits in zwei Wochen als „gelbe Zone“ deklariert werden. In diesem Fall würden schärfere Corona-Regeln greifen. Unter anderem würde dann die Maskenpflicht im Freien wieder gelten. Ebenfalls steigende Inzidenzwerte verzeichnen Toskana (111) und Venetien (95).
Hohe Corona-Inzidenzen auf Sizilien – doch italienische Urlaubsinsel empfängt weiterhin Urlauber
Die höchsten Inzidenzen in Italien weisen folgende Provinzen auf: Cagliari (312) und Sud Sardegna (136) auf Sardinien, Caltanissetta (222), Ragusa (208) und Agrigento (121, alle auf Sizilien), Lucca (168) und Florenz (127) in der Toskana und Verona in der Region Venetien (132). In der Landeshauptstadt Rom liegt die Inzidenz bei 92. Auffällig ist das negative Herausstechen Siziliens, der größten Insel im Mittelmeer.
In der Provinz von Palermo beträgt die Sieben-Tage-Inzidenz 79. Da Italien derzeit weder als Hochinzidenzgebiet noch als Risikogebiet des Robert-Koch-Instituts (RKI) geführt wird, gestaltet sich die Einreise vergleichsweise einfach. Eine Reisewarnung vonseiten des Auswärtigen Amts liegt nicht vor. Zusätzlich zu den für ganz Italien geltenden Corona-Regeln muss man bei einer Sizilien-Einreise via Fähre mit Fiebermessungen rechnen.
Beträgt die Körpertemperatur 37,5 Grad Celsius oder mehr, kann die Einreise verweigert werden. Touristen können sich auf Sizilien derzeit nahezu unbeschränkt austoben. Museen und Theater sind geöffnet, selbiges gilt für Restaurants, Bars und Hotels. Eine Maskenpflicht besteht lediglich in Innenräumen und dort, wo kein Abstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.
(Artikel aktualisiert am 2. August 2021 um 15:51 Uhr)