Bier, Ohrenstöpsel, Socken
Bloß nichts vergessen: Hier kommt die Packliste fürs Hurricane
Freitag geht es endlich los: Drei Tage lang heißt es wieder Musik, Flunkyball und Schlammbaden am Eichenring. Doch nun plötzlich Schweißperlen auf der Stirn, Panik in den Augen. Was soll bloß alles in den Rucksack?
Beruhigt euch, wir haben euch eine Packliste zusammengestellt, die ihr ganz entspannt abarbeiten könnt. Am Ende es Artikels gibt es die Liste auch als PDF-Download.
Wer schon einmal für ein Festival gepackt hat, weiß: weniger ist mehr. Am Ende zählt jedes Gramm, das man auf dem Rücken die rund zwei Kilometer vom Scheeßeler Bahnhof zum Zeltplatz schleppt.
Und seien wir ehrlich: Am Ende trägt man eben doch drei Tage die bequeme Hose, freut sich aber über ein zusätzliches Paar Socken, weil der Schlamm auf unergründliche Weise seinen Weg in die Gummistiefel gefunden hat.
Tipp: Wer sein Gepäck nicht selbst tragen möchte, sollte an Kleingeld für die „Bollerwagen-Kinder“ denken. Es stehen immer Jugendliche aus Scheeßel am Bahnhof, um den Festivalbesuchern mit den Taschen zu helfen.
Die Grundausstattung
Aber von Anfang. Die Grundausstattung für einen Camping-Trip besteht natürlich aus einem Zelt.
Tipp: Baut es vorab einmal auf und prüft, ob alles da ist. Es soll schon Menschen gegeben haben, die sind zwar mit Zelttasche in den Urlaub gefahren, stellten dort aber fest, dass kein Überzelt drin gewesen ist.
Ausreichend Heringe sind natürlich selbstverständlich. Laut Wetterbericht könnten die auch nötig sein, wenn ihr euer Zelt auch an der selben Stelle wiederfinden wollt. Schlagt sie ordentlich in den Boden, dazu eignet sich ein Gummihammer. Wenn das Zelt dann doch Schaden genommen hat, ist Gaffa-Tape das Wundermittel. Es soll außerdem kalt werden in den Nächsten, denkt also an euren Schlafsack und die Isomatte oder Luftmatratze. Wer Platz und Bedarf hat, packt ein Kopfkissen dazu. Aber ehrlich? Ein zusammengeknüllter Pullover tut es auch.
Vorm Zelt
Damit ihr morgens zusammensitzen könnt, ist es sinnvoll, wenn jeder seinen Campingstuhl mitbringt und einer an einen Campingtisch denkt. Alternativ geht natürlich auch eine Picknickdecke. Vor dem Regen schützt ein Pavillon (sollte aber auch gut befestigt werden, also an zusätzliche Heringe oder Gewichte denken).
Kleidung
Kommen wir zu den Klamotten: Zur Grundausstattung gehören die Gummistiefel! Wir wiederholen: Gummistiefel einpacken! Festival-Erprobte werden es wissen: kein Hurricane ohne Regen. Eine vernünftige Regenjacke sollte also auch ins Festival-Gepäck. Wer mag, packt noch eine Jeans, auf jeden Fall aber ein bis zwei Stoffhosen oder Shorts ein. Die trocknen einfach schneller. Ein dicker Pullover sorgt am Abend für die nötige Wärme, zwei bis drei T-Shirts zum Wechseln sind Pflicht. Bei Unterwäsche und Socken gilt: Lieber ein Paar mehr einpacken als nötig. Frauen greifen vielleicht noch zur Strumpfhose, Männer zur „langen Unterhose“. Je nachdem wie kälteempfindlich sie oder er ist. Vielleicht wäre in diesem Zusammenhang auch eine Kopfbedeckung ratsam.
Das gehört in den Kulturbeutel
Ja, ihr könnt Shampoo und Duschgel mitnehmen. Trockenshampoo und Deo tun es im Notfall aber auch. Anschließend kurz durchkämmen (Stichwort Kamm): fertig! Außerdem sind Zahnbürste und Zahnpasta wichtig. Desinfektionsmittel, eine Rolle Klopapier, Taschentücher für unterwegs. Frauen sollten gegebenenfalls an Tampons oder Binden sowie die Pille denken. Da die Hoffnung bekanntlich zuletzt stirbt: Packt vorsichtshalber die Sonnencreme ein - und Kondome! Außerdem sinnvoll: Eine kleine Notfallapotheke und gegebenenfalls benötigte Medikamente wie ein Allergie-Set.
Verpflegung
Da lassen sich natürlich schwer allgemein gültige Tipps geben. Grundlage eines Festivalbesuchs ist der richtige Pegel. Also denkt an ausreichend Bier! Zum Frühstück gibt es Brot oder Toast, (vegetarische) Aufstriche, etwas Obst und Gemüse und Instant-Kaffee. Für die Hartgesottenen startet der Tag vielleicht direkt mit der Dose Ravioli (Dosenöffner nicht vergessen) oder den asiatischen Instant-Nudeln. Für den kleinen Hunger zwischendurch wären eine Tüte Chips, Studentenfutter oder Müsliriegel sinnig. Ansonsten bietet das Hurricane Festival auch eine breite Auswahl an Delikatessen auf dem Infield.
Um eure Ravioli zu erhitzen, hat sich übrigens der Campingkocher als Way-To-Go erwiesen. Denkt an eine volle Gaskartusche, ein Feuerzeug, Campinggeschirr, einen Topf, Besteck, Spülmittel und Handtuch. Wer hat, packt den faltbaren Fünf-Liter-Kanister ein. So habt ihr immer eine Ration Wasser am Zelt.
Auf dem Gelände
Die im letzten Jahr eingeführten, deutlichen Verschärfungen der Sicherheitsregeln gelten auch 2018. Besonders die Mitnahme von Taschen ist eingeschränkt. Getränke dürfen gar nicht mit auf das Konzertgelände genommen werden. Mehr dazu lest ihr hier.
Außerdem sinnvoll:
Tickets, Personalausweis, EC-Karte, Geld, Smartphone, Ladekabel, Powerbank, Taschen - oder Stirnlampe, Ohrenstöpsel, Schlafmaske.
Profi-Tipp:
Solltet ihr beim Einpacken doch eine überlebenswichtige Tasche im Treppenhaus vergessen haben, schaut einfach nach links oder rechts. Dort findet ihr mit Sicherheit Zeltnachbarn, die euch weiterhelfen können. Bevorzugte Währung zum Tauschen: die ein oder andere Dose Bier.
Hier könnt ihr euch die Liste als pdf runterladen.
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