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Giga-Sanitäranlagen, mehr Komfort? Das Interview mit dem Hurricane-Macher

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Festivalleiter Jasper Barendregt steht kreiszeitung.de Frage und Antwort.

Von Ulla Heyne. Auf dem Eichenring laufen die Vorbereitungen für das Hurricane Festival, zu dem ab Donnerstag bis zu 65.000 Besucher erwartet werden, auf Hochtouren. Grund genug, die Fragerunde mit Jasper Barendregt von FKP Scorpio kurz und knackig zu halten.

Ihr habt mit dem Aufbau so spät angefangen wie nie und früher fertig als je zuvor – wie geht das?

Jasper Barendregt: Abwarten, noch sind wir nicht fertig (lacht). Im Ernst: Wegen der andauernden Hitzewelle hatten wir mehr Puffer eingebaut. Durch das günstige Wetter in den letzten Tagen sind wir gut vorangekommen und weiter denn je.

Das Layout hat sich in einigen Punkten geändert – warum?

Barendregt: Beim Sturm im Vorjahr gab es Verwirrung bei der Belegung der beiden „Grüner Wohnen“-Plätze. Die haben wir jetzt zentral zusammengeführt mit großer Sanitäranlage, was natürlich Folgen für die restliche Fläche hatte.

Aufbau am Eichenring - Hurricane-Fotos vom Gelände

 © Ulla Heyne
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Zum Beispiel die Giga-Sanitäranlage?

Barendregt: Ja, die wurde möglich, weil jetzt alle Campingflächen südlich der Landesstrasse zusammen liegen und recht komprimiert sind. Mit der riesigen zentralen, betreuten Anlage garantieren wir den versprochenen Service und Komfort, und zwar bei jeder Wetterlage.

Wie geht Ihr mit dem Unmut im Netz durch längere Wege um?

Barendregt: An wenigen Stellen sind die Wege zu der Anlage etwas länger – in den meisten Fällen sind sie kürzer, weil das Gelände durch die Zusammenlegung wirklich komprimiert wurde.

... wegen der geringeren Besucherzahlen? Bereitet Euch das Kopfschmerzen?

Barendregt: Die Zahlen sind kein Grund, in Panik zu verfallen. Man muss sich aber schon die Frage stellen: Ist es das, was die Leute heute wollen? Früher reichte es, eine tolle grüne Wiese und die besten Bands zu buchen. Das funktioniert heute nicht mehr. 

In diesem Jahr liegt der Schwerpunkt auf dem Komfort des einzelnen Besuchers: bessere Orientierung auf den Campingplätzen, Lichterketten als Wegweiser, mehr Platz zum Campen (und ausreichend Platz um den Ort zu wechseln, sollte man sein Zelt an wassertechnisch ungünstiger Stelle aufgeschlagen haben).

*** Das Hurricane im Liveticker

Genau das wird Euch ja auch vorgeworfen: erst Grüner Wohnen, dann Resort, Clublounge, jetzt Platin-Lounge mit Häppchen rund um die Uhr… und das alte Festivalfeeling, das den Bach runtergeht.

Barendregt: Wir sprechen bewusst unterschiedliche Zielgruppen an. Das Festival ist für alle da! Egal, welches Ticket man kauft, jeder muss sich anstellen, um in den vorderen Bereich der Bühnen zu gelangen. An diesem zentralen Punkt des Festivals sind alle gleich und tanzen alle gemeinsam, egal wo ihr Zelt steht, egal ob sie Häppchen oder Dosenravioli zum Abendessen (oder Frühstück?) genießen.

Und was wird – ganz persönlich – der schönste Festivalmoment?

Barendregt: Gerade nach der Erfahrung 2016, als die Besucher nach den Unwettern am Samstag und dem Ausfall von Konzerten am Sonntag glücklich aufs Infield strömten: Der Moment des Einlasses, wo du weißt, wir haben alles getan, jetzt ist alles fertig und es kann losgehen!

*** Unser Überblick mit allen Infos zum Hurricane

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