Eine Klimawandel-Glosse

Hurricane - der Name ist Programm

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Der Klimawandel ist nicht aufzuhalten. Festivalbesucher aber auch nicht.

Von Katia Backhaus - Endlich wieder Scheeßeln gehn! - Aber wusstet Ihr, dass Ihr Teil eines gigantischen Experiments seid? Seid gewarnt.

Das niedersächsische Umweltministerium hat am Dienstag eine Studie zum Klimawandel vorgestellt. Der Tenor: Es wird alles immer schlimmer. Gut, dass es jetzt wieder losgeht mit dem großen Klimacamp Hurricane in Scheeßel. 

Wie, Klimacamp Hurricane, noch nie gehört? Vor lauter Dosenbier, Boxenkrach und dösiger Ravioli-Rührerei haben die Zehntausenden Besucher der vergangenen Jahre gar nicht gemerkt, was da in Niedersachsens Norden eigentlich vor sich geht: Eine riesige Zukunfts-Klima-Simulation. 

Der Wisch zur Einwilligung an diesem einzigartigen Menschenversuch steckt übrigens im

Hurricane-Abreise am Montag: Was bleibt, ist Müll

 © Ulla Heyne
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, ganz unten. Merkt aber eh keiner von denen, die bereits nach den ersten Takten von „Lass uns Scheeßeln gehn“ anfangen, den Sack mit den Schnapsfläschchen von der Anreise zu füllen. 

Die Investitionen ins Infield-Experiment können sich sehen lassen

Für’s Hurricane also haben die modernen Regenmacher, die sogenannten Geo-Engineers, in Niedersachsen einiges investiert und es in den vergangenen Jahren ordentlich krachen lassen. Die Idee: Zu testen, wie Menschen auf extreme Wetterlagen wie Starkregen und Gewitter reagieren. 

Denn die werden in Niedersachsen laut Klimareport zunehmen. Orkanböen und Hagel setzten dem Ganzen in den vergangenen beiden Jahren dann das I-Tüpfelchen auf. Auch Wissenschaftler wollen mal ihren Spaß haben. 

Zu wie viel Anpassung ist die Menschheit angesichts des Klimawandels eigentlich fähig?, wollen die Hurricane-Forscher wissen. Wer noch die Bilder von den Schlauchboot-Chillern aus 2016 oder den Matsch-Surfern 2017 im Kopf hat, weiß: Der gemeine Festivalbesucher ist ein recht anpassungsfähiger Artgenosse. 

Noch liegt die niedersächsische Forschung nicht an der Spitze

Eine Statistik des Festivalwetters in Deutschland zwischen 2004 und 2015 zeigt übrigens: Mehr Regen als in Scheeßel (3,53 Millimeter) gab es nur beim Chiemsee Reggae (5,63) und – knapp – der Fusion (3,58). Aber dass die Bayern mit ihrer Forschung vor den Niedersachsen liegen, verwundert wohl niemanden.

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