Kochen wie ein Profi

Begehrte Frucht: Wie Sie eine Avocado clever ohne Messer schneiden

Avocados sind eine echte Nährstoff-Bombe und lassen sich auf die unterschiedlichste Art und Weise zubereiten. Doch wie schneidet man die Frucht eigentlich am besten?

Ob als Dip, im Salat oder auf dem Brot: Avocados sind sehr vielseitig und schmecken unheimlich lecker. In den vergangenen Jahren ist die grüne Frucht zu einem wahren Star in der Küche avanciert. Besonders gerne wird sie als Guacamole genossen und passt damit perfekt zu mexikanischen Spezialitäten wie Tacos, Nachos und Burritos. Darüber hinaus sind Avocados äußerst gesund, da sie jede Menge ungesättigte Fettsäuren enthalten, die Herz und Kreislauf stärken.

Aufgrund ihrer Nährstoffdichte gilt die Avocado als Superfood. Allerdings ist die Zubereitung der Wunderfrucht nicht immer einfach. Tatsächlich hat es in den vergangenen Jahren vermehrt Unfälle beim Avocado-Schneiden gegeben.

Zubereitung von Avocados: Gefährlicher als gedacht

Immer wieder ziehen sich Menschen beim Schneiden von Avocados Verletzungen zu. Mittlerweile gibt es sogar einen Begriff dafür: die „Avocado-Hand“. Das mag erst einmal kurios klingen, ist aber tatsächlich wahr. Chirurgen in den USA, Großbritannien und den Niederlanden berichten, dass sie regelmäßig Patienten behandeln müssen, die sich beim Avocado-Schneiden ernsthaft an der Hand verletzt haben.

Das Entfernen des Avocado-Kerns endet für manche Menschen in der Notaufnahme.

Viele versuchen nämlich, den runden Kern mit einem scharfen Messer aus dem Fruchtfleisch zu entfernen. Da der Kern sehr hart ist, kann das Messer leicht abrutschen und Finger oder Handballen verletzen. Dabei handelt es sich um keine Bagatellverletzung. „Wir sehen oft, dass Nerven der Finger beschädigt oder sogar durchgeschnitten werden“, sagt die Amsterdamer Chirurgin Annekatrien van de Kar laut RND. Manche Schäden seien sogar dauerhaft. Einer Studie zufolge ziehen sich in den USA jährlich 8.000 Menschen eine „Avocado-Hand“ zu.

Falten vorbeugen: Warum Avocado, Brokkoli und Kurkuma die Hautalterung verlangsamen

Mann schenkt sich Tee ein.
Insgesamt sehr wichtig für die Gesundheit ist es, ausreichend Flüssigkeit zu trinken. Am besten geeignet ist stilles Wasser, aber auch ungesüßte Getränke wie beispielsweise Tee sind sehr gesund. Wer regelmäßig grünen Tee trinkt, tut damit gleichzeitig seiner Haut etwas Gutes: Durch die starken antioxidativen und entzündungshemmenden Eigenschaften wird der Körper entgiftet und den Alterungsprozessen der Haut vorgebeugt.  © AveCalvar/Imago
Walnüsse
Ebenfalls einen Anti-Aging-Effekt haben Omega-3-Fettsäuren, besonders sind diese in Walnüssen, Leinsamen und Fisch enthalten. Sie helfen nicht nur gegen Falten, sondern auch gegen Herzkreislauferkrankungen. Die guten Fette sind gesund für Ihre Zellen und verleihen Ihrer Haut eine elastische, jugendliche Form. Ebenso wichtig für die Haut sind Proteine, die sich neben Fisch und Nüssen auch in Haferflocken oder Eiern finden – für ein frisches Hautbild, denn Proteine haben einen reparierenden Effekt auf Hautschäden. © C3 Pictures/Imago
Obst in Schüssel mit Joghurt
Auch einige Obstsorten helfen gegen Falten, wie zum Beispiel Trauben, Granatapfel, Wassermelone oder Cranberrys. Durch Mineralstoffe, Spurenelemente, Antioxidantien und das natürliche Anti-Aging-Mittel Resveratrol bleibt Ihre Haut vital und jung.  © Maryna Voronova/Zoonar.com/Imago
Avocado
Das in Avocados enthaltene Vitamin C fördert die Kollagenbildung, Vitamin E und ungesättigte Fettsäuren beugen Falten und Altersflecken vor. Außerdem werden durch Vitamin A und D die Zellen gestärkt.  © APress/Imago
Frau schneidet Karotten und Tomaten
Auch Tomaten und Karotten wirken der Alterung der Haut entgegen und schützen vor den UV-Strahlen der Sonne. Das heißt aber natürlich nicht, dass man auf Sonnencreme verzichten kann. Gerade Menschen, die ohne ausreichenden Sonnenschutz baden, bekommen vermehrt Falten.  © Eva Blanco/Imago
Brokkoli auf Holzbrett
Brokkoli enthält für den Körper wichtiges Magnesium, steigert die körperliche Vitalität und ist auch für die Gesundheit der Haut durch die Anregung der Entwässerung sehr nützlich. Außerdem enthält das Gemüse viel Vitamin C. Auch grünes Blattgemüse wie beispielsweise Salat oder Spinat wirkt durch das enthaltene Calcium revitalisierend. © Virginija Vaidakavic/Imago
Buttermilch
Probiotische Lebensmittel wie Naturjoghurt oder Buttermilch regen die Verdauung an und sind gut für die Darmgesundheit. Gleichzeitig tun Sie mit dem Verzehr Ihrer Haut etwas Gutes. © Olga Sergeeva/Zoonar.com/Imago
Olivenöl Flasche mit Rosmarin Oliven
Wussten Sie, dass auch Olivenöl gegen Falten hilft? Die enthaltenen Fettsäuren beugen der Alterung der Haut vor und sind generell gut für die Zellgesundheit.  © Oleksandr Latkun/imageBROKER/Imago
Kurkuma
Das beliebte Gewürz Kurkuma wirkt entzündungshemmend und sorgt für ein gesundes Hautbild. Nicht umsonst wird das Pulver auch in Kapseln als Nahrungsergänzungsmittel angeboten. © Oleksandr Latkun/imageBROKER/Imago
Kakaobohnen
Zu guter Letzt ist Kakao durch die darin enthaltenen Flavonoide gut für die Erneuerung der Hautzellen. Außerdem wirkt die Pflanze antibakteriell und beugt Krebs vor.  © Artjazz/Imago

Avocado schneiden ohne Risiko: So einfach geht‘s

Doch keine Sorge: Sie müssen aus Sicherheitsgründen nicht darauf verzichten, Avocados zu essen. Wenn die Frucht mit der richtigen Technik geschnitten wird, sollte es auch zu keiner Verletzung kommen. Dank der folgenden Schritt-für-Schritt-Anleitung und mit ein wenig Übung werden auch Sie zum Avocado-Schneideprofi. Der Trick ist denkbar simpel: Statt eines Messers wird ein Löffel zum Entfernen des Kerns verwendet. Und so geht’s:

  1. Waschen Sie die Avocado unter kaltem oder lauwarmem Wasser ab. Das ist wichtig, weil beim Aufschneiden ansonsten Chemikalien und Pestizide in das Fruchtfleisch gelangen können. Es empfiehlt sich natürlich immer, Lebensmittel in Bio-Qualität zu kaufen. Allerdings können auch auf Bio-Avocados Bakterien in der Schale stecken. Vor der Zubereitung sollten die Tropenfrüchte also grundsätzlich immer gereinigt werden.
  2. Schneiden Sie die Avocado mit einem langen, scharfen Messer einmal längs durch. Drehen Sie die Frucht um und schneiden Sie sie auch hier der Länge nach ein. Nun ist die Schale auf beiden Seiten bis zum Kern eingeschnitten.
  3. Nutzen Sie beide Hände, um die Avocado-Hälften langsam auseinander zu ziehen. Wenn Sie tief genug eingeschnitten haben, klappt das meist auf Anhieb und Sie müssen nicht viel Druck ausüben. Ansonsten können Sie mit dem Messer nachschneiden.
  4. Der Kern steckt nun in einer der beiden Hälften. Legen Sie das Messer beiseite und nehmen Sie stattdessen einen Löffel in die Hand. Nutzen Sie ihn, um den Stein vorsichtig aus dem Fruchtfleisch zu lösen.
  5. Nun haben Sie zwei perfekte Avocado-Hälften ohne Kern. Um die Frucht weiterzuverarbeiten, können Sie das grüne Innere mit dem Löffel von der Schale lösen. Je nach Belieben kann die Frucht nun in Würfel, Streifen oder Spalten geschnitten werden oder zu einer Creme püriert werden.

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Avocado: So nützlich ist der Kern

Bekanntlich werden aufgeschnittene Avocados schnell braun. Das Fruchtfleisch reagiert nämlich mit Sauerstoff, was zur Oxidation und braunen Verfärbung führt. Wird nur eine Avocado-Hälfte benötigt, sollten Sie den Kern in der anderen Hälfte stecken lassen. Der Stein enthält besondere Enzyme, dank der die Frucht länger frisch bleibt. Ein anderer Trick besteht darin, das Fruchtfleisch mit etwas Zitronensaft zu beträufeln. Auch dadurch wird der Oxidationsprozess gehemmt. Oder Sie wickeln die angeschnittene Avocado ganz klassisch in Frischhaltefolie ein.

Rubriklistenbild: © IMAGO/ Aleksei Isachenko

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