Umweltfreundlich und nützlich

Rasenschnitt entsorgen: als Dünger, Mulch oder einfach liegen lassen?

Rasenschnitt als Mulch Schnittgut auf dem Beet verteilen
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Rasenschnitt sollte nur in Ausnahmefällen auf der Wiese liegenbleiben.

Rasenschnitt ist viel zu schade für den Abfall, kann aber nicht immer einfach auf der Wiese bleiben. Diese fünf Möglichkeiten helfen Ihnen, das Mähgut sinnvoll im Garten einzusetzen.

Jeder Gartenbesitzer kennt das Problem: Nach dem Rasenmähen türmt sich der Grasschnitt. Doch wohin damit? Mit den richtigen Methoden kann man Rasenschnitt sinnvoll im eigenen Garten wiederverwenden und allen Pflanzen etwas Gutes tun:

1. Rasenschnitt liegen lassen – wann es sinnvoll ist

Viele Hobbygärtner neigen dazu, den Rasenschnitt nach dem Mähen sofort zu entfernen. Doch unter bestimmten Umständen darf man ihn getrost auf der Fläche liegenlassen: bei regelmäßigem Mähen, sodass nicht zu viel auf einmal abgeschnitten wird. Dies hat sogar Vorteile:

  • Der Rasenschnitt dient als natürlicher Dünger.
  • Er schützt den Boden vor Sonne und Austrocknung.
  • Nährstoffe werden dem Rasen wieder zugeführt.

Wichtig ist jedoch, dass der Schnitt kurz und trocken ist. Längere oder nasse Grashalme können sehr schnell zu Fäulnis und Moosbildung führen. Sind auch Blütenstände im Rasenschnitt, sollte dieser lieber auf den Kompost, um sich nicht erneut auszusäen. Verteilen Sie den Rasenschnitt gegebenenfalls mit einem Rechen gleichmäßiger auf der Fläche.

2. Mulchen: Nährstoffversorgung für Ihre Beete

Eine weitere sinnvolle Verwendung für Rasenschnitt ist das Mulchen. Dabei wird der angetrocknete Grasschnitt als nährstoffreiche Mulchschicht unter Bäumen, Sträuchern oder in Beeten verteilt. Das hilft bei der Unterdrückung von Unkraut und verbessert die Bodenqualität – auch, indem die Bodenlebewesen gefördert werden. Je kürzer der Rasenschnitt ist, desto schneller erfolgt die Zersetzung. Eine etwa fingerdicke Schicht reicht in der Regel aus.

3. Kompostieren: So machen Sie es richtig

Wenn der Rasenschnitt aus längeren Halmen besteht, eignet er sich immer noch sehr gut zum Kompostieren. Allerdings gibt es einige Punkte zu beachten, um Fäulnis im Grashaufen zu vermeiden. Damit das Mähgut die Arbeit der Mikroorganismen aufgrund von Sauerstoffmangel nicht im Keim erstickt, sollten Sie

  • den Grasschnitt leicht antrocknen lassen,
  • maximal 10 Zentimeter hohe Schichten auf den Kompost geben und
  • den Rasenschnitt vor dem Kompostieren mit trockenen Gartenabfällen wie Strauchschnitt vermischen.

So entsteht nach etwa drei Monaten nährstoffreicher Kompost für Ihren Garten.

4. Rasenschnitt als Dünger verwenden

Wer seinen kurz geschorenen Rasenschnitt auf der Wiese liegen lässt, tut seinem Rasen etwas Gutes. Die abgeschnittenen Halme fungieren als natürlicher Dünger und versorgen den Boden mit wichtigen Nährstoffen. Eine zusätzliche Gabe von Rasendünger ist dann oft nicht mehr notwendig. Dies spart nicht nur Geld, sondern ist auch umweltfreundlich. Doch auch andere Pflanzen profitieren von den Nährstoffen, wenn Sie aus dem Grasschnitt eine Jauche herstellen oder im Bokashi-Eimer Dünger gewinnen.

5. Entsorgung über Biotonne oder Wertstoffhof

Sollten Sie für Ihren Rasenschnitt gar keine Verwendung haben, bleiben noch folgende Möglichkeiten: Sie können die Mahd über die Biotonne entsorgen oder, oft gegen geringe Gebühr, beim Wertstoffhof abgeben. In beiden Fällen ist es sinnvoll, das Gras antrocknen zu lassen, damit es an Volumen verliert.
Wichtig: Eine Entsorgung in der freien Natur ist verboten und kann mit hohen Bußgeldern geahndet werden.

Rasenpflege rund ums Jahr: Die wichtigsten Arbeiten von Säen bis Mähen

Ältere Frau harkt einen Rasen und bückt sich, um etwas aufzuheben.
Im Frühling sollte man den Rasen von Laub und kleinen Ästen befreien, damit er gut wachsen kann. © Petra Schneider/Imago
Ältere Frau mäht Rasen in ihrem Garten.
Beim ersten Mähen im März oder April sollte das Gras eine Wuchshöhe von etwa sieben Zentimetern haben. Gestutzt wird auf etwa vier bis fünf Zentimeter. © Petra Schneider/Imago
Vertikutierer auf Rasen mit Moos
Anfang April bis Mitte Mai, nach dem zweiten Mähen im Jahr: Das Moos muss raus und der Rasen belüftet werden, dafür sollte man ihn vertikutieren. © Zoonar/Imago
Unkraut in Eimer auf Rasen
Ab April sprießt auch das Unkraut. Wer es früh entfernt, hat später weniger Ärger damit. Regelmäßig im Jahr den Rasen untersuchen und Fremdwuchs tilgen. © Shotshop/Imago
Frau bestreut ihren Rasen mit Kalk.
Kalk ist angebracht, wenn der Boden zu sauer ist und sich viel Moos breit macht. © Redeleit/Imago
Mann liegt auf Wiese.
Auch eine wichtige Aufgabe: Zwischendrin mal alle Fünfe gerade sein lassen und auf dem Grün entspannen. © Westend61/Imago
Mann streut Dünger.
Mitte März bis Mitte April, nachdem sich der Kalk im Rasen aufgelöst hat und kurz bevor der nächste Regen naht, folgt die erste Düngergabe. © Zoonar/Imago
Ein Rasensprenger wässert einen Rasen vor einem Haus.
Das Wichtigste im Sommer: Rasen morgens und gegebenenfalls abends bewässern. Etwa ein Mal in der Woche mähen. © Panama Pictures/Imago
Mann beim Laub rechen
Etwa alle zwei Wochen wird bis November gemäht. Herabfallendes Laub sollte man regelmäßig entfernen, damit der Rasen darunter nicht erstickt und keine Pilze wachsen. © Panthermedia/Imago
Hände halten Grassamen.
Der beste Zeitpunkt für die Nachsaat ist der Herbst, idealerweise im September. Aber auch Ende April und Mai sind geeignete Monate. © Shotshop/Imago

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Häufig gestellte Fragen rund um den Rasenschnitt

Kann ich jeden Rasenschnitt liegen lassen?
Nein, nur kurzen und trockenen Schnitt. Langer oder nasser Rasenschnitt sollte entfernt werden, da er zu Fäulnis führen kann.

Wie oft sollte ich meinen Rasen mähen, um den Schnitt liegen lassen zu können?
Experten empfehlen wöchentliches Mähen. So bleibt der Schnitt kurz genug, um problemlos liegen gelassen zu werden.

Ist ein spezieller Mäher nötig, um den Rasenschnitt liegenzulassen?
Ein Mulchmäher oder Mähroboter ist ideal, da sie das Gras fein zerkleinern. Aber auch mit einem normalen Rasenmäher ist es möglich, wenn Sie häufig genug mähen.

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