Schädlinge im Garten

Blattläuse bekämpfen: Von diesem beliebten Hausmittel sollten Sie besser die Finger lassen

Um Blattläuse im Garten wirksam zu bekämpfen, müssen Sie nicht gleich zur Chemiekeule greifen. Welche natürlichen Hausmittel genauso gut wirken – und was eher schadet.

Ob schwarz, grün, rötlich oder gelb – Blattläuse (Aphidoidea) will niemand gerne in seinem Garten haben. Das gefräßige Ungeziefer macht sich scharenweise über junge Blätter und Triebe her und schädigt so die Pflanzen. Ein Blattlaus-Befall an Rosen, Bohnen, Obst & Co. macht sich schnell an welken oder abfallenden Blättern sowie verkümmerten Trieben bemerkbar, aber auch an gelben Flecken oder Braunfärbungen. Oft werden die Pflanzen so geschädigt, dass die Ernte ausfällt oder gar die ganze Pflanze abstirbt. Deshalb sollten Sie einen derartigen Schädlingsbefall nicht auf die leichte Schulter nehmen. Doch keine Sorge: Blattläuse lassen sich schon mit einfachen Hausmitteln preiswert, schnell und vor allem umweltfreundlich bekämpfen.

Blattläuse können mithilfe von Milch beseitigt werden.

Blattläuse bekämpfen: Natürliche Hausmittel vertreiben die Schädlinge

  • Schmierseife: Die auch als Kaliseife bekannte Schmierseife gilt als wahres Allround-Talent im Haushalt und eignet sich auch als Hausmittel zur Blattlaus-Bekämpfung. Im Gegensatz zu seifenhaltigen Reinigungsprodukten enthält sie keinerlei chemische Zusatzstoffe und wird somit von den Pflanzen gut vertragen. Lösen Sie einfach 50 Gramm Schmierseife (werblicher Link) in einem Liter warmen Wasser auf. Füllen Sie die Seifenlösung in eine Sprühflasche und bestäuben Sie die befallenen Pflanzen damit.
  • Milch: Wenn Sie schon frühzeitig einen Blattlaus-Befall an Ihren Tomatenpflanzen bemerken, kann auch Milch helfen: Verdünnen Sie dazu einen Liter Milch mit vier Litern Wasser und geben das Gemisch wöchentlich auf die Pflanzen. Bei einem stärkeren Befall sollten Sie lieber zu anderen Mitteln greifen.
  • Rapsöl: Rapsöl wirkt gleich doppelt gegen Blattläuse. Zum einen sorgt das glitschige Öl dafür, dass die Schädlinge den Halt auf den Wirtspflanzen verlieren, zum anderen legt sich das Öl auf ihre Atemöffnungen – die Tierchen ersticken. Pur sollten Sie Rapsöl jedoch nie verwenden, sondern immer gemischt mit Wasser. Die Zauberformel für ein wirksames Blattlausbekämpfungsmittel lautet hier: 5 Liter kaltes Leitungswasser mit etwa 90 Milliliter Rapsöl mischen, einen Schuss Spülmittel dazu, damit sich alles verbindet, umrühren, fertig! Wiederholen Sie nach vier Wochen den Vorgang, sollten Sie noch ein paar Blattläuse finden.
  • Schwarzer Tee: Die enthaltenen Gerbstoffe im schwarzen Tee sorgen dafür, dass Blattläuse zügig sterben. Den Pflanzen kann er dagegen nichts anhaben, weshalb sich dieses Hausmittel auch bestens für empfindliche Gewächse eignet. Kochen Sie zwei Teebeutel schwarzen Tee in einem halben Liter Wasser auf und lassen das Ganze etwa 15 Minuten ziehen. Nachdem der Tee abgekühlt ist, verteilen Sie ihn mit einer Sprühflasche auf die befallenen Pflanzen. Schwarzen Tee können Sie übrigens auch wunderbar als Dünger einsetzen.
  • Knoblauch: Ein Sud aus Knoblauchzehen schlägt nicht nur Vampire in die Flucht, sondern auch lästige Blattläuse. Das einfache Hausmittel lässt sich aus 40 Gramm gehacktem Knoblauch herstellen, der in 5 Litern Wasser gekocht wird. Lassen Sie das Ganze drei Stunden ziehen und abkühlen, seihen Sie es ab und füllen Sie es in eine Sprühflasche um. Die würzige Brühe soll Pflanzen übrigens auch hervorragend vor Pilzkrankheiten schützen. .
  • Kartoffelwasser: Wenn Sie das nächste Mal Kartoffeln kochen, sollten Sie das übriggebliebene Kartoffelwasser lieber nicht wegschütten, sondern in eine Sprühflasche umfüllen. Gerade im Gewächshaus eignet sich das Kochwasser nämlich hervorragend zur biologischen Bekämpfung von Blattläusen – zumindest, wenn der Befall noch nicht zu stark ist. Sprühen Sie die Pflanzen damit rundherum ein und wiederholen Sie die Prozedur nach einigen Tagen nochmal.
  • Rhabarber-Blätter: Gegen die Schwarze Bohnenlaus (Aphis fabae) soll diese Brühe aus Rhabarberblättern helfen: Kochen Sie 500 Gramm der Blätter in drei Litern Wasser, und zwar eine halbe Stunde lang. Bringen Sie die abgekühlte und abgeseihte Brühe einmal die Woche mit einer Gartenspritze aus, bis die Läuse endgültig genug haben. Der Sud wirkt übrigens gleichzeitig als nahrhafter Dünger für die Pflänzchen.

Hausmittel, die nicht gegen gegen Blattläuse helfen

Von einem vielgerühmten Hausmittel sollten Sie bei der Blattlaus-Bekämpfung aber lieber die Finger lassen: Essig. Ist die Dosierung zu hoch, greift die darin enthaltende starke Säure die Blätter an und schadet somit den Pflanzen. Zudem wirkt Essig ohnehin nur vorbeugend gegen Blattläuse, weil diese die Säure meiden. Als Unkrautvernichtungsmittel ist Essig sogar ganz verboten. Im Frühsommer haben Blattläuse übrigens Hochsaison, deshalb sollten Sie Ihre Pflanzen bei der Gartenarbeit regelmäßig auf Schädlinge untersuchen. (as)

Diese zehn Fehler können Ihren Garten ruinieren

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Gießen Sie Ihren Garten eher abends? Dann machen Sie es falsch. Denn es ist immer noch so heiß, dass der Großteil der Feuchtigkeit verdunstet. Deshalb ist die Mittagszeit auch der schlechteste Zeitpunkt, um die Gießkanne auszupacken. Am besten ist es, die Pflanzen morgens gegen sechs Uhr zu bewässern. © Alona Antoniadis via www.imago-images.de
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Oft wird beim Gießen nicht besonders darauf geachtet, wieviel Wasser die Pflanzen eigentlich individuell benötigen. So brauchen Sie mediterrane Pflanzen meist nicht so stark bewässern, da sie schwüles Wetter gewöhnt sind. Als Faustregel gilt: Je größer die Blätter, umso mehr Wasser benötigt die Pflanze. © Mar via www.imago-images.de
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Die meisten Hobbygärtner verlassen sich bei der Gartenpflege auf den Rasenmäher mit Fangkorb. Doch dadurch lassen Sie sich eine einfache Gelegenheit, den Rasen zu düngen und vor der Hitze zu schützen, durch die Lappen gehen. Lassen Sie stattdessen den Schnitt als Mulch auf dem Rasen liegen - er versorgt ihn mit Nährstoffen und speichert Feuchtigkeit für heiße Tage. © Monkey Business 2 via www.imago-images.de
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Topfpflanzen bekommen meist genauso viel Zuwendung, wie alle anderen Pflanzen im Garten - doch das ist ein Fehler. Sie brauchen mehr Wasser, da sie von weniger Erde umgeben sind, die die Feuchtigkeit speichern kann. Deshalb müssen Sie täglich ausgiebig bewässert werden. Um die weggewaschenen Nährstoffe wieder herzustellen, brauchen Topfpflanzen zudem eine regelmäßig Düngung. © Kateryna Kolesnyk via www.imago-images.de
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Zu wenig gießen ist schlecht, aber zu viel gießen kann auch ein Problem werden. Denn bei Staunässe fangen die Wurzeln der Pflanzen im Erdreich zu faulen an. Gießen Sie also erst wieder, wenn die oberste Erdschicht angetrocknet ist. © imageBROKER/O. Diez via www.imago-images.de
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Das Wasser sollte beim Gießen außerdem nicht auf den Blättern verteilt werden - wie zum Beispiel bei einem Rasensprenger. Feuchte Blätter sind nämlich der perfekte Nährboden für Krankheiten und Pilze. Zielen Sie stattdessen genau auf die Wurzeln oder nutzen Sie ein Tropfbewässerungssystem. © Erich Teister
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Schon beim Anlegen des Gartens drohen viele Fehler: Ein tolle Auswahl an Blumen und Stauden bringt nichts, wenn sie nicht richtig angeordnet sind. Pflanzen, die höher wachsen, sollten in zweiter Reihe stehen, damit die vorderen Blumen gut zu sehen sind und genügend Licht bekommen. © IMAGO/Ashley Corbin-Teich
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Beim Anpflanzen scheint das Beet noch ganz leer zu sein - deshalb neigen Hobbygärtner gerne dazu, die Zwiebeln und Samen dicht anzuordnen. Gedeihen die Pflanzen allerdings erst einmal, wird es schnell eng im Beet. Damit sie sich nicht gegenseitig beim Wachsen behindern, sollten Sie beachten, wie hoch und breit die Pflanzen werden können - und dementsprechend mehr Platz einberechnen. © Rolf Poss via www.imago-images.de
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Auch für das Düngen braucht es ein gutes Händchen. Die einen machen es zu oft, die anderen überhaupt nicht. Doch zweimal im Jahr - Frühjahr und Herbst - sollten Sie Ihren Pflanzen diese Nährstoffzufuhr gönnen. Dazu reicht es, dem Boden einfach eine gute Menge Kompost hinzuzufügen. © -
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Wenn manche Pflanzen nicht so wachsen wollen, wie sie sollen, liegt das nicht immer an der Pflege - sondern am Boden selbst. Vielleicht ist er zu sauer oder kalkig, zu sandig oder zu lehmig. Deshalb dürfen Sie nicht vergessen, vorher schon eine Bodenprobe zu nehmen und diese untersuchen zu lassen - damit Sie dem Erdreich den richtigen Dünger zufügen können. © IMAGO/TSpider

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