Vorab untersuchen

Krankheiten, Schädlinge, Unkraut: Welche Pflanzen im Kompost nichts zu suchen haben

Damit der Kompost gesund bleibt und sich Humus bilden kann, dürfen bestimmte Pflanzen nicht auf den Kompost. Von dort könnten sie sonst zum Beispiel Krankheiten übertragen.

Dass man große Baumstämme nicht auf dem Kompost entsorgen sollte, ist oft naheliegend. Bis sie verrottet sind, vergeht so viel Zeit im Garten, dass man lange auf den wertvollen Humus warten könnte. Aber es gibt auch andere Arten von Pflanzen und Pflanzenteile, die dem Kompost mehr schaden als nützen. Sie machen den Kompost bestenfalls unbrauchbar und verbreiten im Garten schlimmstenfalls Krankheiten oder Schädlinge.

Warum nicht jede Pflanze auf den Kompost gehört

Bevor Pflanzen auf den Kompost kommen, sollte man sie auf Schädlinge und Krankheiten untersuchen.

Ein gesunder Komposthaufen ist das Herzstück eines jeden Gartens. Doch nicht alle Pflanzen sind kompostierbar. Aus folgenden Gründen gehört mancher Grünschnitt nicht auf den Kompost:

  • Krankheiten und Schädlinge: Einige kranke oder befallene Pflanzen können Krankheiten und Schädlinge übertragen. Wenn Sie infizierte Pflanzen auf den Kompost werfen, riskieren Sie, dass sich die Probleme im ganzen Garten verbreiten.
  • Unkrautsamen: Bestimmte Pflanzen produzieren Unkrautsamen, die im Kompost überleben können und später im Garten sprießen.
  • Probleme mit der Verrottung: Manche Pflanzenteile wie Früchte mit behandelten Schalen oder Äste benötigen viel Zeit, um zu verrotten. Sie verlangsamen den Prozess der Humusbildung und übertragen manchmal sogar Schadstoffe.

Noch mehr spannende Garten-Themen finden Sie im regelmäßigen Newsletter unseres Partners 24garten.de.

Pflanzen mit Krankheiten und Schädlingen dürfen nicht auf den Kompost

Damit der Komposthaufen gesund bleibt und die Mikroorganismen gut ihre Arbeit machen können, sollte man die folgenden kranken oder mit Schädlingen befallenen Pflanzen laut Umweltbundesamt lieber in der Biotonne oder bei Sammelstellen auf Wertstoffhöfen entsorgen:

  • Cylindrocladium-Triebsterben an Buchsbaum
  • Kohlpflanzen mit Kohlherniebefall
  • Tomaten und Kartoffeln mit Kraut- und Knollenfäule
  • Abgestorbene Äste mit Rotpustelpilzbefall
  • Zweige von Apfel, Birne, Cotoneaster, Weißdorn, Eberesche u. a. mit Feuerbrandbefall
  • Knollen- und Zwiebelpflanzen mit Weichfäule
  • Durch Welkkrankheiten abgestorbene Pflanzen wie Astern, Erdbeeren, Tomaten (Asternwelke, Fusarium- oder Sklerotinia-Fäule)
  • Himbeeren mit Rutenkrankheit
  • Echter Mehltau an Zucchini, Gurke und Kürbis
  • Falscher Mehltau an Kopfsalat oder Spinat
  • Rost an Geranien oder Sternrußtau an Rosen
  • Mit Nematoden und Gemüsefliegen befallene Pflanzen 

Pilze und deren Sporen sowie Schädlinge wie Läuse, Thripse, Spinnmilben oder Fliegenmaden sterben im Kompost nur unter sehr hohen Temperaturen ab. Wer sicher gehen möchte, sollte sie also im Bio- oder Restmüll entsorgen. Wie die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen aber erklärt, lassen sich Pflanzen mit Schorf, Mehltau, Blattfleckenkrankheiten oder Blattlausbefall grundsätzlich schon kompostieren. Allerdings sollte man die kranken Pflanzenteile sofort mit Erde oder beispielsweise Grasschnitt abdecken, damit die Erreger nicht überleben und sich verbreiten können.

Zehn Küchenabfälle, die Ihre Pflanzen als natürlichen Dünger lieben werden

Person hält Glas Milch im Vordergrund, im HIntergrund Kuh.
Die Milch machts: Sie enthält viel Kalzium, Eiweiß und Phosphor, von denen zum Beispiel Rosen, Geranien und Tomaten profitieren – Pflanzen, die einen sauren pH-Wert bevorzugen, wie Azaleen, mögen sie nicht. Auf einen Teil Milch kommen acht Teile Wasser. Frische Milch ist besser geeignet als H-Milch, da sie mehr Mikroorganismen enthält. © MiS/Imago
Eine Rosenpflanze mit mehreren roten Kospen und eine kleine Gartenschaufel mit getrocknetem Kaffeesatz
Kaffeesatz enthält Stickstoff, Kalium und Phosphor. Das ist unter anderem gut für die Blütenbildung. Den getrockneten Satz kann man direkt in den Boden rund um Pflanzen wie Rosen einarbeiten. Da er den Boden leicht ansäuert, ist er auch für Hortensien oder Rhododendron gut geeignet. © Martin Bäuml Fotodesign/Imago
Zerkleinerte Eierschalen auf Hand
Eierschalen enthalten viel Calcium und ist daher ideal für kalkliebende Pflanzen wie Bohnen, Tomaten oder Möhren. Je mehr die Schalen zerkleinert werden, desto besser werden sie in der Erde zersetzt.  © imagebroker/Imago
aufgetürmte Bananenschalen
Da andere Bananenschalen stark gespritzt werden, sollte man nur Bio-Ware als kaliumreichen Dünger verwenden: Schalen klein schneiden, trocknen lassen und in Wurzelbereich von Rosen oder Stauden einarbeiten.  © Tischler/Imago
Brauner Sud aus Zwiebelschalen
Zwei bis drei Handvoll Zwiebelschalen mit ein bis zwei Litern heißem Wasser übergießen, 30 Minuten ziehen lassen. Der abgekühlte Sud ist ein guter Flüssigdünger. © Zoonar/Imago
Seniorin hält Rhabarberblätter.
Rhabarberblätter nicht wegwerfen! Daraus kann man eine kaliumreiche Jauche herstellen, die den Wasserhaushalt der Pflanzen reguliert und ihre Winterhärte erhöht. © K-P Wolf/Imago
Schwarzer Tee enthält wichtige Nährstoffe, Gerbstoffe und ätherische Öle
Schwarzer und Grüner Tee sowie Kräutertees enthalten wichtige Nährstoffe, Gerbstoffe und ätherische Öle. Schwarzer Tee ist ideal für Pflanzen, die es eher sauer mögen, wie Orchideen oder Azaleen. © Panthermedia/Imago
Geschälte Kartoffeln kochen in Topf.
Gemüsewasser wie das von Kartoffeln ist mineralstoffreich und als Düngerergänzung geeignet. Allerdings nur ungesalzen, sonst schadet es den Pflanzen! © Pond5/Imago
Mehrere frische Hefewürfel in Schüssel
Ob frische Hefe oder Trockenhefe spielt keine Rolle: Ihre Hauptwirkung besteht darin, dass die Mikroorganismen im Boden die Nährstoffe in der Erde schneller aufschließen und diese den Pflanzen zur Verfügung stehen. Zuvor wird die Hefe aber in Wasser aufgelöst. © Pond5/Imago
Glas Bier vor Bäumen
Bier enthält viele Mineralstoffe, wachstumsfördernde Kohlenhydrate und Hefe, die die Mikroorganismen im Boden aktiviert. Aber man sollte es mit dem Düngen nicht übertreiben: Alkohol ist auch für Pflanzen ein Zellgift. © YAY Images/Imago

Invasive Pflanzen und bestimmte Unkräuter können sich ausbreiten

Auch die folgenden Pflanzen sollte man vom Kompost fernhalten, sonst könnte es unangenehme Folgen haben oder den Abbauprozess behindern:

  • Holzige Teile wie frische Äste und Zweige verrotten nur langsam. Verwenden Sie sie besser für Hackschnitzel oder Feuerholz, anstatt sie auf den Kompost zu werfen.
  • Neophyten wie die Beifuß-Ambrosia oder der Riesen-Bärenklau gehören in die Bio- oder Restmülltonne.
  • Grasschnitt von mit Herbiziden behandeltem Rasen
  • Samentragende Unkräuter und Wurzelunkräuter wie Giersch, Quecke und Löwenzahn bilden Samen oder wuchernde Wurzeln, die im Kompost überleben und später im Garten sprießen können. Entsorgen Sie Unkraut lieber im Hausmüll. Wurzelunkräuter können Sie alternativ trocknen und stark zerkleinern, bevor sie auf den Kompost kommen.

Dieser Artikel wurde mithilfe maschineller Unterstützung erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redakteurin Ines Alms sorgfältig überprüft.

Rubriklistenbild: © Panthermedia/Imago

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Katzen sind Meister der Situationskomik – unsere Bildergalerie beweist es

Katzen sind Meister der Situationskomik – unsere Bildergalerie beweist es

Wenn sich in Oberbayern etwas zusammenbraut: „Gewitterjäger“ zeigt Foto-Highlights von 2026

Wenn sich in Oberbayern etwas zusammenbraut: „Gewitterjäger“ zeigt Foto-Highlights von 2026

Der Reload-Freitag in Sulingen: Gluthitze und Judas Priest beim Festival – die besten Bilder

Der Reload-Freitag in Sulingen: Gluthitze und Judas Priest beim Festival – die besten Bilder

Reload Festival 2026: Die besten Fotos vom Donnerstag

Reload Festival 2026: Die besten Fotos vom Donnerstag

Kommentare