Startschuss am Freitag

Osterwiese auf der Bürgerweide mit Bayernzelt und Erdbeben

Die Osterhasen freuen sich auch schon tüchtig – hier beim Probesitzen im Café Keese. Foto: KUZAJ
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Die Osterhasen freuen sich auch schon tüchtig – hier beim Probesitzen im Café Keese.

Bremen - Von Thomas Kuzaj. „Die Winterpause der Schausteller, die ist jetzt beendet“, sagt Rudi Robrahn, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Bremer Märkte. Und womit beginnt die Saison? Klar, mit der Osterwiese auf der Bürgerweide in Bremen. In diesem Jahr dauert das Frühlings-Volksfest von Freitag, 12. April, bis Sonntag, 28. April – nur am Karfreitag, 19. April, ist Pause. Die Schausteller erwarten wieder etwa 1,5 Millionen Besucher.

Die Bremer Osterwiese zählt damit zu den drei größten Ostervolksfesten in Deutschland – gemeinsam mit jenen in Augsburg und Nürnberg. Sie hat „noch stärker als der Freimarkt den Charakter eines Familienfests“, sagt Marita Wessel-Niepel, Abteilungsleiterin für Marktangelegenheiten im Wirtschaftsressort.

Die Hälfte der Bürgerweide nimmt die Osterwiese ein, sprich: eine Fläche von 50 000 Quadratmetern. „Es gab 546 Bewerbungen. 202 Geschäfte haben wir zugelassen“, so Wessel-Niepel. Unter ihnen sind 85 Imbisse und neun – wie es bei den Behörden so unnachahmlich schön heißt – „Ausschankbetriebe“. Da gibt es also Getränke.

Erstmals auf der Osterwiese zu finden: das Bayernzelt. Es ist zugleich das einzige große Festzelt auf der Bürgerweide. Das „Riverboat“, sonst immer auf der Osterwiese, „hat abgesagt“, so Wessel-Niepel. Die offizielle Eröffnung mit Wirtschafts- und Volksfestsenator Martin Günthner (SPD) wird am Freitag auch im Bayernzelt gefeiert (18 Uhr, die Karussells drehen sich aber schon ab 14 Uhr). Etwa um 21.45 Uhr krönt ein Höhenfeuerwerk den Eröffnungstag.

Alles gehört an seinen Platz: Auf der Bürgerweide bauen die Schausteller ihre Geschäfte auf. „Es läuft alles, es blinkt und blitzt“, sagt Marita Wessel-Niepel, Abteilungsleiterin für Marktangelegenheiten im Wirtschaftsressort.

Zehn Karussells, zwölf Kinderkarussells und zwei Autoscooter stehen auf der Bürgerweide bereit, sagt Wessel-Niepel. Publikumslieblinge wie die Achterbahn „Crazy Mouse“, die Geisterbahn „Scary House“ und „The King“ sind auch wieder dabei. Und vier Losbuden.

Drei Geschäfte sind zum ersten Mal auf der Osterwiese. Dazu zählt der erst im Herbst vorigen Jahres in Betrieb genommene „Hurricane“, ein Rundfahrgeschäft, das mit Tempowechseln während der Fahrt für eine gewisse Spannung sorgt. 24 Volksfest-Fans haben in den Gondeln Platz.

Zu Fuß geht‘s durch die „Time Factory“, ein Laufgeschäft mit Drehtellern, rollenden Tonnen und 160 verspiegelten Glasscheiben. Doppel- und Zerrspiegel, Rollbänder und Laufböden verteilen sich über zwei Etagen.

Auch die „Große Spaßfabrik“ neu dabei

Neu auf der Osterwiese ist zudem die „Große Spaßfabrik“. Damit ist nicht die Bremer Verkehrsbehörde gemeint, sondern ein Parcours, der aus zehn Themenräumen besteht. Es geht über Wackelbrücken und durch Labyrinthe; Besucher müssen zudem einen Erdbebensimulator überstehen.

Und wo bleibt da die Romantik? Nun, auch sie ist in der Welt aus Glitzerfarben und Zuckerwatte zu finden. Zum Beispiel am neu eingeführten „Prinzessinnentag“ , so Wolfgang Ahrens, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Bremer Märkte. Am Dienstag, 16. April, tummeln sich ab 15 Uhr sechs Märchenprinzessinnen auf der Osterwiese. Kinder sollen dann Autogramme und Stempel von Cinderella, Arielle und deren Kolleginnen sammeln. Zu diesem Zweck werden auch 1 500 kleine Autogrammheftchen verteilt, sagt Schausteller Simon Fischer, der aus Weyhe stammt.

Fischer und ein paar weitere Jung-Schausteller sind auch für eine Ausstellung verantwortlich, die (wie im Vorjahr) mitten im Volksfest-Trubel als Ruhezone dienen soll. Unter dem Titel „Hinter den Kulissen“ zeigen sie dort historische Schaustellerfahrzeuge und Orgeln aus acht Jahrzehnten. Einmal durchschnaufen auf der Bürgerweide. . . und dann wieder rein ins Getümmel. Die Winterpause ist ja vorbei.

Zahlen und Daten zur Bremer Osterwiese

Die Osterwiese dauert von Freitag, 12. April, bis Sonntag, 28. April. Am Karfreitag, 19. April, bleibt sie geschlossen. Karussellpreise bewegen sich im Bereich 3,50 Euro bis 4,50 Euro (fünf Euro für die große Schienenbahn). Ein halber Liter Bier kostet fünf Euro, die Maß kostet zehn Euro.

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