Honigverzehr unbedenklich
Nach Ausbruch der Bienenseuche in Bremen: Sperrbezirk verkleinert
In mehreren Bremer Stadtteilen drohte im Sommer 2019 ein Bienensterben. Die Bienenseuche Amerikanische Faulbrut war in der Hansestadt ausgebrochen. Die Polizei hatte einen Sperrbezirk festgelegt - der im Frühjahr 2020 verkleinert werden konnte.
Update vom 31. März 2020: Nachdem im Juni 2019 die amerikanischen Faulbrut (AFB) in Bremen ausgebrochen war, musste ein großer Sperrbezirk eingerichtet werden. In diesem Winter liefen daraufhin Aufhebungsuntersuchungen an 180 Standorte, wobei an 30 Standorten weiterhin niedrige Sporenbelastungen mit Paenobacillus larvae – dem Erreger der AFB – gefunden wurden. Daher konnte der Sperrbezirk nicht vollständig aufgehoben werden, teilte die Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz jetzt mit.
Folgende Stadt- und Ortsteile sind demnach weiter Sperrbezirk:
•Neustadt
•Mitte
•Östliche Vorstadt
•In der Vahr der Ortsteil: Gartenstadt-Vahr
•In Hemelingen der Ortsteil: Hastedt
In folgenden Stadtteilen gilt die AFB wiederum als erloschen:
•Obervieland
•Schwachhausen
•Vahr mit Ausnahme des Ortsteils Gartenstadt-Vahr
•Hemelingen mit Ausnahme des Ortsteils Hastedt
An alle Bremer Imker mit Sporenbelastungen wird in den nächsten Tagen eine Verfügung sowie ein Merkblatt zugesandt, wie sie Ihre Bestände sanieren können, heißt es weiter. Außerdem würden die Bestände – soweit das Covid-19-Geschehen dieses zulässt – noch einmal aufgesucht und klinisch untersucht sowie gegebenenfalls wirksame Gegenmaßnahmen ergriffen.
Originalartikel vom 13. Juni 2019: In Bremen ist die Bienenseuche Amerikanische Faulbrut ausgebrochen. Mehrere Stadteile sind betroffen, wie die Polizei mitteilte. Die Beamten haben einen Sperrbezirk festgelegt: Bienen, Waben, Wachs, Honig, Futtervorräte und benutzte Geräte dürfen nicht aus den Bienenständen entfernt werden.
Gleichzeitig dürfen Bienenvölker und Bienen nicht in den Sperrbezirk gebracht werden. In dem Gebiet sind der Polizei zufolge rund 150 Imker gemeldet.
Faulbrut vernichtet Bienennachwuchs
Die Amerikanische Faulbrut vernichtet die Bienenbrut. Amtstierärzte und Bienenseuchen-Sachverständige müssen jetzt alle Bienenvölker im Sperrbezirk untersuchen.
Ohne erfolgreiche Behandlung müssen die Völker getötet werden. Auf Menschen sei die Bienenseuche nicht übertragbar, auch der Honig könne ohne Bedenken verzehrt werden.
Zum Sperrbezirk gehören die Stadtteilte Vahr, Östliche Vorstadt, Neustadt, Mitte, Schwachhausen, Obervieland sowie die Hemelinger Ortsteile Hastedt und Sebaldsbrück.
Bienenseuche-Ausbruch im Landkreis Osnabrück
Ende Mai war die Amerikanische Faulbrut im Landkreis Osnabrück ausgebrochen. Auch dort werden derzeit in einem Sperrbezirk alle Bienenstände überprüft. „Diese Untersuchungen werden einige Monate in Anspruch nehmen“, teilte der Pressesprecher der Kreisverwaltung Osnabrück, Henning Müller-Detert mit.
dpa
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