Bremer Polizei rät
Sofort auflegen: Wie Sie sich vor Schockanrufen von Betrügern schützen können
Viele Betrüger sind vor allem bei älteren Menschen mit Schockanrufen erfolgreich. Die Bremer Polizei hat Tipps, wie man sich am besten schützen kann.
Bremen – In über 1000 Fällen haben Betrüger in Bremen versucht, ihren Opfern durch Schockanrufe Geld oder Wertsachen zu erbeuten. Jeder fünfte Betrugsversuch war erfolgreich, teilte die Polizei mit. Auch in Niedersachsen gibt es Berichte über Betrüger. Was Opfer bei Schockanrufen tun können und wie sie am besten reagieren sollten.
Tipps gegen Schockanrufe – Wie Sie mit Betrügern am Telefon umgehen
Viele Betrüger versuchen, ihre Opfer am Telefon unter Zeitdruck zu setzen. Damit wollen sie, dass die Betroffenen nicht ins Denken kommen, so Maike Seifert vom Präventionsteam der Bremer Polizei gegenüber buten un binnen. Sie empfiehlt deshalb, sich am Telefon nicht unter Druck setzen zu lassen und bei großen Entscheidungen, eine Vertrauensperson heranzuziehen.
Sollten sich die Anrufer als Polizisten ausgeben, sei ein Rückruf bei der Polizei ratsam. Man könnte in dem Fall direkt bei der Polizei nach dem Namen fragen und sich dann weitervermitteln lassen. „Wir rufen definitiv nicht unter der 110 an und wir fordern nie Wertsachen oder Geldbeträge“, sagte Seifert zu buten un binnen. Die Polizei würde nur Fragen zum Sachverhalt stellen. Falls die Polizei mal anruft, werden nur Fragen zum Sachverhalt gestellt.
Was sind Schockanrufe?
Die sogenannten „Schockanrufer“ sind Personen, die am Telefon die Notlage eines Familienmitglieds vorgaukeln, für das sie eine hohe Summe Geld einfordern. Schockanrufe lassen sich in drei Phasen einteilen, sagt Ingo Schmidt aus dem Bremer Betrugsdezernat zu buten un binnen. In Phase eins werde der Schockmoment hervorgerufen. In der zweiten Phase könnte es zu Geldforderungen kommen oder Vermögenswerte werden abgefragt. Bei der dritten Phase kommt es dann zu einer Abholung des Geldes.
Schockanrufe von Betrügern: Polizei empfiehlt, bei Unsicherheit aufzulegen
Wer einen Schockanruf erhält und sich unsicher fühlt, sollte das Gespräch lieber beenden. Seifert rät davon ab, am Telefon zu bleiben, um weitere Informationen über den Betrüger zu sammeln. Es sei besser, sich selbst zu schützen, als die Arbeit der Polizei zu machen.
Stehen die Betrüger schon vor der Tür, um die Wertsachen abzuholen, sollten Betroffene an ihre Gesundheit denken und das Geld herausgeben. „Da würde ich dann die Konfrontation wirklich meiden“, so Seifert gegenüber buten un binnen. Um überhaupt Ziele für Schockanrufe zu werden, könnte man an Seminaren für Prävention teilnehmen. Die Polizei informiert darüber ohne Termin in ihrem Präventionszentrum. Denn nicht nur über Anrufe versuchen Betrüger ihre Opfer auszutricksen: Auch über Whatsapp erfolgen Betrugsversuche.