Besuch mit Test oder Impfung
Sommerwiese auf der Bürgerweide in Bremen - das sind die Corona-Regeln
Es war eine Zeit zwischen Hoffen und Bangen für die Schausteller: Doch angesichts niedriger Corona-Infektionszahlen ist der Weg frei für die Sommerwiese auf der Bremer Bürgerweide.
Bremen - Die Sommerwiese ist der Ausgleich für die Osterwiese, die insbesondere bei Familien beliebt ist. Diese fiel in diesem Frühjahr wegen der Pandemie bereits zum zweiten Mal in Folge aus.
Noch eine Woche, dann wird es auf der Bürgerweide wieder laut, Karussells drehen sich, Buden locken mit Losen, mit Fischbrötchen, Eis und mehr. Start ist am Freitag 23. Juli, 14 Uhr. Genau 106 Karussell und Buden sind dabei. Der Markt dauert bis 8. August. Der Haken: Dort, wo sich sonst Zehntausende tummeln, dürfen nur 6 000 Menschen gleichzeitig aufs Gelände.
Das erste Bremer Volksfest nach einem Jahr und neun Monaten
Es ist das erste Bremer Volksfest nach der cornonabedingten Pause von einem Jahr und neun Monaten, sagt Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt (Linke). Denn nicht nur die Osterwiese musste ausfallen, sondern auch der Freimarkt. Und der „Freipaak“ im Hersbt 2020 musste praktisch wegen hoher Infektionsszahlen gleich wieder schließen. „Niedrige Inzidenzzahlen und die stark gestiegene Impfquote machen es möglich, dass nach dem Freimarkt 2019 endlich wieder Karussells ihre Kreise auf der Bürgerweide drehen. Und dass es das bekannte Volksfestgefühl mit seinen bunten Lichtern und besonderen Gerüchen gibt“, so Vogt. Sie geht davon aus, dass die Hygienemaßnahmen das Vergnügen nur wenig einschränken. Bei den arg coronagebeutelten Schaustellern bedankte sich die Senatorin für ihr Engagement in schwierigen Zeiten.
Sommerwiese: Familienfest mit 106 Fahrgeschäften und Buden
Das Konzept der Sommerwiese gleicht dem der Osterweise. Es ist ein Familienfest mit insgesamt 106 Fahrgeschäften und Buden, insbesondere für Kinder und Jugendliche. Acht von 16 Karussells sind Kinderfahrgeschäfte, heißt es aus dem Ressort. Es gibt Autoscooter, Geisterbahnen, Schienenbahnen und Belustigungsgeschäfte, hinzu kommen Spielgeschäfte und Losbuden. Imbissbetriebe gibt es 38, vier Ausschankbetriebe und neun Süßwarengeschäfte. Der Rummel kann kommen!
Einiges ist jedoch anders als üblich. Coronabedingt wurde die Zahl der Geschäfte reduziert. Einige bekannte Geschäfte wie das Riesenrad oder die Wildwasserbahn fehlen. „Verschiedene Schaustellerbetriebe haben ihre Bewerbungen nach der Zulassung zurückgezogen, da sie Verpflichtungen auf längerfristigen Veranstaltungen oder in temporären Freizeitparks eingegangen sind“, so Christoph Sonnenberg, Sprecher der Senatorin.
Und wer ist dabei? Nun neben den von den Osterwiesen der Vorjahre bekannten Fahrgeschäften wie „Crazy Mouse“, „Happy Sailor“, „Musikexpress“, „Breakdancer“, „Looping the Loop“, dem Autoscooter „Top In“ werden auch der „Propeller Fighter“, die große Schaukel „XFlight“ und das Rundfahrgeschäft „Circus Circus“ kommen.
Sommerwiese in Bremen: Nicht überall Maskenpflicht
Und diese Regeln gelten für die Sommerwiese: Pflicht ist ein negativer PCR-Corona-Test oder ein professionell durchgeführter und attestierter Schnelltest, nicht älter als 24 Stunden. Das gilt nicht für Kinder bis 14 Jahre, für vollständig Geimpfte und Genesene. Das Testcenter in der Messehalle 3 hat täglich von 10 bis 21.30 Uhr geöffnet. Besucher sollen sich für den Rummel möglichst online für ein definiertes Zeitfenster von bis zu drei Stunden Tickets buchen. Die Buchung ist ab 19. Juli möglich. „Die persönlichen Daten werden über die Gast-Bremen-App erfasst und verschlüsselt gespeichert“, heißt es. Dieses Verfahren wird damit in Bremen erstmals auf einer Großveranstaltung ausprobiert. Besucher müssen 1,50 Meter Abstand halten. Maskenpflicht besteht bei einem Inzidenzwert unter 35 nur in den Karussells, Geschäften und Wartebereichen – nicht aber auf der kompletten Bürgerweide.
