Pandemie in Deutschland

Bremen bekommt neues Corona-Impfzentrum in ehemaliger Sparkasse

Die Corona-Pandemie hat Deutschland im Griff: Um besser durch die vierte Welle zu kommen, eröffnet Bremen ein neues Impfzentrum. Die Einrichtung entsteht am Brill.

Bremen – Rekorde bei den täglichen Inzidenzwerten, eine steigende Hospitalisierungsrate und ein neuer Maßnahmenkatalog der Bundesregierung: Wegen der angespannten Corona-Lage in Deutschland ist zuletzt auch die Nachfrage nach Impfungen gegen Covid-19 gestiegen. Besonders Booster-Impfungen sind nun gefragt. In der Hansestadt Bremen entsteht jetzt ein neues Impfzentrum in der Innenstadt. Geplant ist, dass die Einrichtung im ehemaligen Sparkassengebäude am Brill entstehen soll. Der Betrieb soll übernächste Woche aufgenommen werden.

Stadt in Bremen:Bremen
Fläche:326,7 km²
Bevölkerung:569.352 (2019)
Bürgermeister:Andreas Bovenschulte

Wie die Stadt in einer Mitteilung am Freitag, 19. November, bekannt gab, werde das neue Impfzentrum benötigt, um die große Nachfrage nach Impfungen bedienen zu können. Bremens Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard, die Initiative „Bremen impft“ und Hilfsorganisatoren hatten sich auf die Wiederaufnahme des Impfbetriebs im großen Stil verständigt. „Wir planen natürlich schon seit einigen Tagen, die Impfkapazitäten deutlich auszuweiten“, erklärte Bernhard. „Der Aufbauentwurf von der ‚Initiative Bremen impft‘ wird jetzt mit unserem Projektteam final abgestimmt, gleichzeitig erfolgt schon die Beauftragung der Unternehmen für die Umsetzung.“

Neues Impfzentrum in Bremen: Stadt sucht noch nach Personal in ehemaliger Sparkasse

Bernhard machte aber auch deutlich, dass nun auch die Personalsuche im Vordergrund stehen werde. Die Stadt arbeite eng mit den Johannitern, dem Deutschen Roten Kreuz und dem Arbeiter Samariter Bund zusammen, um den Betrieb zu organisieren. „Gemeinsam haben wir alle ein Ziel: So schnell wie möglich so viele Impfungen wie möglich durchzuführen“, so Bernhard. Der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte zuletzt vor einer dramatischen Lage gewarnt und auch einen bundesweiten Lockdown nicht ausgeschlossen.

Im alten Sparkassen-Gebäude Am Brill entsteht Bremens neues Impfzentrum.

Corona in Bremen: inzidenz steigt auf 155 –

Dass nun dringend ein breit aufgestelltes Impfangebot in der Hansestadt benötigt wird, ist spätestens nach dem Blick auf das aktuelle RKI-Dashboard zur Entwicklung der Corona-Pandemie in Deutschland deutlich: Zwar steht Bremen im Vergleich zu den anderen Bundesländern noch besser dar, doch auch in der Hansestadt stiegt die 7-Tage-Inzidenz auf 155 an. Absolut kamen 226 (Stand: 20. November, 03:12 Uhr) Corona-Neuinfektionen hinzu.

Corona in Deutschland: Bremen hat höchste Impfquote

Im Ländervergleich führt Bremen zudem die Liste er Bundesländer an, die den höchsten Anteil an geimpfter Bevölkerung haben. Stand 19. November waren in der Hansestadt knapp 80 Prozent vollständig gegen das Coronavirus immunisiert. Dennoch: Da viele Impfungen bereits vor einigen Monaten verabreicht wurden, wird eine Auffrischungsimpfung immer wichtiger. Am Dienstag gelten im Nachbarland Niedersachsen derweil neue Corona-Regeln. Seit dem 11. November hatte Niedersachsen bereits auf einen erweiterten Corona-Maßnahmenkatalog im Kampf gegen die Pandemie gesetzt.

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Wie schnell es aber trotzdem zu prekären Situationen kommen kann, zeigt der Corona-Ausbruch in einer Erstaufnahme-Einrichtung für Geflüchtete. Von den 197 Bewohnern sind bislang 55 positiv und 117 negativ auf das Virus getestet worden (Stand: 19. November). Die Einrichtung steht unter Quarantäne. Währenddessen soll am Mittwoch eine 3G-Regel in den Bussen und Bahnen in Niedersachsen gelten.

Impfzentrum in Bremen: Einrichtung soll übernächste Woche öffnen

Geplant sei nun, dass der Impfbetrieb übernächste Wochen starten soll. „Es muss und es wird jetzt alles schnell gehen. Wir wissen alle, dass das Nadelöhr aktuell das Personal ist. Deswegen entwickeln wir gemeinsam mit den Hilfsorganisationen auch flexible Personalkonzepte“, sagte Bernhard. Unterstützung erhält Bremen auch aus der Privatwirtschaft: Wie Buten un Binnen berichtet, wird Unternehmer Kurt Zech sich vor allem um den Aufbau und die Logistik kümmern.

Wie es weiter in der Mitteilung der Stadt heißt, sollen die Kapazitäten im Impfzentrum nach und nach weiter ausgebaut werden. Bernhard zeigte sich davon überzeugt, dass die Stadt damit gut aufgestellt sei, um die Auffrischungsimpfungen durchzuführen und Bremen damit gut durch die vierte Welle zu bringen. *kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Esser

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