Inklusives Millionenprojekt

Gewoba legt Grundstein für „Blauhaus“

Grundsteinlegung fürs „Blauhaus“, unter anderem mit Schirmherrin Luise Scherf (v.l.), Bausenator Joachim Lohse, Gewoba-Vorstandschef Peter Stubbe, Bürgermeister Carsten Sieling und Klaus Pramann von der „Blauen Karawane“. - Foto: Ahnert/Gewoba
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Grundsteinlegung fürs „Blauhaus“, unter anderem mit Schirmherrin Luise Scherf (v.l.), Bausenator Joachim Lohse, Gewoba-Vorstandschef Peter Stubbe, Bürgermeister Carsten Sieling und Klaus Pramann von der „Blauen Karawane“.

Bremen - In der Überseestadt ist jetzt der Grundstein für ein großes inklusives Wohnprojekt gelegt worden, das im vierten Quartal des kommenden Jahres fertig sein soll. In Kooperation mit der Psychiatrie-Reformbewegung „Blaue Karawane“ entstehen 84 barrierefreie Wohnungen, die teils auch für Wohngemeinschaften geeignet sind.

50 davon sind öffentlich gefördert und preisgebunden. Bauherr ist das städtische Wohnungsbau-Unternehmen Gewoba, das für das Projekt nach Angaben einer Sprecherin knapp 21 Millionen Euro investiert. Weitere Partner sind der Kita-Trägerverein „Quirl-Kinderhäuser“, der Bremer Martinsclub und der Verein „Inklusive WG Bremen“.

Auf einem knapp 7 800 Quadratmeter großen Grundstück entstehen unter dem Titel „Blauhaus“ zwei fünfgeschossige Wohngebäude und die eingeschossige „Blaue Manege“, hieß es. „Die Wohnungsgrößen und Grundrisse orientieren sich an den Bedürfnissen der zukünftigen Bewohner“, sagte die Gewoba-Sprecherin. Die Angebotspalatte reicht von kompakten Mikro-Appartements mit 28 Quadratmetern bis hin zu Wohnungen mit fünf Zimmern und insgesamt 99 Quadratmetern. Einige Wohnungen werden an die speziellen Bedürfnisse schwerbehinderter Rollstuhlfahrer angepasst. Es entsteht Lebensraum für 166 Menschen mit und ohne Hilfsbedarf. „Das ist ein wichtiges und besonderes Projekt mit Vorbildcharakter“, sagte Bürgermeister Carsten Sieling (SPD) bei der Grundsteinlegung. Bausenator Joachim Lohse (Grüne) ergänzte: „Das ,Blauhaus’ schafft dringend benötigten Wohnraum für Menschen, die es ohnehin schwer haben am Wohnungsmarkt.“

Zum Zentrum des gemeinschaftlichen Lebens sollen sich die Veranstaltungsräume der „Blauen Manege“ entwickeln: In einem knapp 670  Quadratmeter großen Gebäude sind Ateliers für handwerkliche und künstlerische Arbeiten geplant. Zudem sollen hier weitere Sozial- und Verwaltungsräume der „Blauen Karawane“ untergebracht werden. Ergänzt wird das Konzept durch eine inklusive Kita mit 60 Plätzen. Zusätzlich werde den Bewohnern und Anrainern mit einer Carsharing-Station kostengünstig Elektromobilität angeboten, hieß es. 

 epd/je

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