Chef Joakim Gunler im Interview
Deutschlands erster „Leo‘s Abenteuerpark“ kommt nach Bremen
Fünf Millionen Euro Investitionskosten, 30 neue Arbeitsplätze – und ganz viel Platz zum Spielen und Toben: Am 3. Oktober eröffnet die skandinavische „Play-Center“-Kette „Leo‘s“ in Bremen ihren ersten „Abenteuerpark“ in Deutschland.
Bremen - Auf 8. 000 Quadratmetern überdachter Fläche am Löwenhof 4 (Kaffeequartier, Überseestadt) sind dann unter anderem 28 Attraktionen für Kinder im Alter von bis zu zwölf Jahren zu finden – geöffnet täglich in der Zeit von 10 bis 20 Uhr. Im Interview spricht Joakim Gunler, Gründer und Chef von „Leo‘s“, über Konzept und Ziele des Unternehmens.
Leo‘s Abenteuerpark in Bremen
Bremen ist Ihr erster Standort in Deutschland. Warum haben Sie sich für Bremen entschieden?
Wir haben in Bremen einen guten Standort gefunden, der nah am Stadtzentrum liegt. Und das Kaffeequartier in der Überseestadt gefällt uns sehr! Wir haben uns für diesen Standort auch entschieden, weil wir hier die Möglichkeit hatten, nach unserem Konzept und unseren Plänen ein ganz neues „Play Center“ zu bauen. Wir arbeiten sehr gut mit Siedentopf (Projektentwickler und Eigentümer des Grundstücks, d. Red.) zusammen. Wenn wir in einen neuen Markt einsteigen, öffnen wir das erste „Play Center“ üblicherweise in einer mittleren Großstadt wie Bremen.
Was unterscheidet „Leo‘s Abenteuerpark” von anderen Indoor-Spielcentern?
„Leo‘s“ ist der Herausforderer auf dem deutschen Markt. Wir haben große „Play Center“ für Spiel, Spaß und Abenteuer auf 8 000 bis 10 000 Quadratmetern. Unsere Abenteuerparks haben eine große Zahl von Attraktionen in verschiedenen Themenwelten wie Krokodilsümpfe, Dschungel, Regenwald und Schatzinsel. Außerdem haben wir einzigartige Geburtstagspartyräume mit von Künstlern handgemalten Themenwelten wie Galaxie, Disco, Eisprinzessin und Dinosaurier. In Bremen werden wir zudem ein neues und erweitertes Konzept einführen. Bremen wird unser erstes „Play Center“ mit dem ganz neuen Konzept sein. Wir wollen der beste Abenteuerpark für Kinder sein. Unser Erfolg gründet sich auf Qualität, Sicherheit, Sauberkeit und Service. Laut Marktforschung haben wir in Skandinavien die zufriedensten Besucher, was zeigt, das unser Konzept aufgeht und anerkannt wird. Wir freuen uns darauf, damit nach Bremen zu kommen.
Wie sind Sie auf die Idee zu „Leo‘s Lekland” gekommen – auf die Idee, solch ein Unternehmen zu gründen?
Mir war aufgefallen, dass es nur in beschränktem Maß Möglichkeiten für Kinder gab, Spiel und Bewegung in einem unterhaltsamen und kreativen Raum zu kombinieren. Zu diesem Zweck haben wir „Leo‘s“ erdacht. Über die Jahre habe ich daran mitgewirkt, neue Attraktionen zu erfinden und die „Play Center“ weiterzuentwickeln, um sie immer besser zu machen.
Was denken Sie, warum ist es gerade für Kinder so wichtig, sich viel zu bewegen? Glauben Sie, dass Kinder sich heute genug bewegen?
Viele Forschungsarbeiten und Untersuchungen zum Beispiel von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zeigen, dass sich weltweit Kinder heute nicht genug bewegen. Bewegung ist sehr wichtig für die Entwicklung von Kindern und für ihr Wohlbefinden. Es ist auch wichtig für die Entwicklung der Motorik und der Lernfähigkeit. Heute gibt es aber viele Dinge, die die Aufmerksamkeit von Kindern stattdessen auf sich ziehen – digitale Geräte wie Smartphones und Tablets zum Beispiel. Der Umgang damit verleitet zum Sitzen. Doch Kinder müssen sich bewegen. Verbunden mit Spaß und Spiel, werden sie bei „Leo‘s“ dazu gebracht. Und wir bieten auch eine gute Alternative für Kinder, die traditionelle Sportarten nicht so mögen.
Die Verlockungen der digitalen Welt – Handys und soziale Netzwerke, Gaming und E-Sport – bringen Kinder also von Sport und Training ab?
Wir glauben, dass es darauf ankommt, eine gute Balance zwischen der digitalen Welt mit all ihren Vorteilen und der echten Bewegung zu finden.
Mit „Leo‘s Mini World“ haben Sie auch ein spezielles Angebot für ganz kleine Kinder – warum das?
Es ist bekannt, dass alle Kinder viel Bewegung brauchen – unabhängig von ihrem Alter. Und vielleicht ist es für die ganz Kleinen sogar noch wichtiger. Wir haben die „Mini World“ für die Kleinen und freien Eintritt für Kinder, die noch nicht ein Jahr alt sind. Wir wollen ihnen einen Raum bieten, wo sie sich in Spiel und Bewegung ausprobieren, ihre Welt erkunden können. Denn wir glauben, dass es wichtig ist, sinnvolle und gute Gewohnheiten möglichst früh anzunehmen – schon vor dem ersten Geburtstag.
Was wussten Sie von Bremen, bevor Sie sich für diese Stadt entschieden haben?
Wir kennen Bremen als Industrie- und Hafenstadt. Die Größe von Stadt und Region ist bestens geeignet, um hier das erste „Play Center“ in Deutschland zu etablieren. Und wir wissen auch, dass Bremen für sein Fußballteam berühmt ist, für Werder Bremen. Wir freuen uns auch über das großartige Miteinander, das wir im Zuge unserer Eröffnung in Bremen bei Mitarbeitern, offiziellen Stellen und anderen Unternehmen erfahren.
Bereits vor rund einem Jahr eröffnete das Jump House Bremen in der Waterfront.