Privates Salzstreuen soll auf Bremens Straßen verboten werden
Das Land Bremen könnte das private Salzstreuen auf den Straßen und Gehwegen im Winter komplett verbieten. Die Begründung: der Umweltschutz.
Bremen – Kein Salz mehr auf Bremens Straßen: Über ein Verbot des privaten Salzstreuens im Winter will das Land Bremen diskutieren. Das geht aus einem Entwurf für eine Senatssitzung hervor, der buten un binnen vorliegt. Laut Umweltsenatorin Maike Schaefer (Grüne) geht es dabei insbesondere um den Schutz von Bäumen an den Straßen.
Aus Umweltschutzgründen: Bremen will das private Salzstreuen verbieten
Schon seit Langem ist das private Salzstreuen in Bremen und Bremerhaven nur in Ausnahmefällen – bei Glatteis oder festgetretenem Schnee – erlaubt. Wie das Umweltressort jedoch mitteile, halten sich die Wenigsten an diese Ausnahmen. Das zeige eine große Zahl von Beschwerden. Insbesondere die privaten Gehweg-Reinigungsfirmen sollten in die Pflicht genommen werden und sind dem Ressort ein Dorn im Auge.
Bäume müssten geschützt werden: Maike Schaefer (Grüne) klare Haltung zum etwaigen Verbot
Schaefer habe zum etwaigen Verbot des privaten Salzstreuens eine klare Haltung, berichtet das Regionalmagazin buten un binnen. So halte die Umweltsenatorin es für möglich, allein mit Sand, Granulat und Schnee schieben die gefährliche Glätte zu beseitigen. Und das kommt auch der Umwelt zugute, denn das viele Salz schade vor allem den Straßenbäumen. Und eben diese seien ohnehin durch den trockenen Sommer einer hohen Belastung ausgesetzt.
Salzstreuen bald in Bremen verboten? Gesetzesänderung muss im September bestätigt werden
Sollte eine Gesetzesänderung in Kraft treten, darf dann in Zukunft nur noch die Stadt Bremen und Bremerhaven Salz und andere Taumittel einsetzen – und das auch nur sehr sparsam. Ob es jedoch zu einer Änderung kommt, ist unklar. Im September müsse der Entwurf durch die Bürgerschaft bestätigt werden.