Fragen und Antworten

So arbeitet das Bremer Corona-Impfzentrum in Messehalle 7

In Messehalle 7 auf der Bürgerweide wird das Bremer Corona-Impfzentrum eingerichtet. Ab Montag, 14. Dezember, soll es betriebsbereit sein. Erste Impfungen dürfte es Ende des Jahres geben, hieß es am Mittwoch.
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In Messehalle 7 auf der Bürgerweide wird das Bremer Corona-Impfzentrum eingerichtet. Ab Montag, 14. Dezember, soll es betriebsbereit sein. Erste Impfungen dürfte es Ende des Jahres geben, hieß es am Mittwoch.

Bremen – Ab Montag soll Bremens Corona-Impfzentrum auf der Bürgerweide einsatzbereit sein. Die ersten Impfungen folgen womöglich noch in diesem Jahr.

  • Bremen will jeden Tag 1500 Menschen impfen.
  • Umland-Bürger dürfen nicht in das Bremer Impfzentrum.
  • Johanniter schicken ambulante Impfteams in die Bremer Pflegeheime.

„Wir rechnen damit, dass es Ende des Jahres mit den Impfungen losgeht – in der letzten Dezemberwoche“, sagt Lukas Fuhrmann, Sprecher des Gesundheitsressorts. Das Bremer Corona-Impfzentrum in Messehalle 7 auf der Bürgerweide ist dann bereit. Gegenwärtig wird es eingerichtet. Bremens Messe-Chef Hans Peter Schneider will das Zentrum am Montag, 14. Dezember, an den Krisenstab übergeben. Wie wird das Zentrum arbeiten? Fragen und Antworten zum Thema.

Welche Kapazität hat das Bremer Impfzentrum?

Eingerichtet ist es für 1 500 Impfungen pro Tag – bei einer Öffnungszeit von 8 bis 20 Uhr. Sollte Bremen mehr Impfstoff bekommen, lässt sich der Impfbereich vergrößern. In der Halle ist noch Platz, sagt Schneider. „Wir können flexibel aufstocken.“

Wie ist das Zentrum aufgebaut?

Der Eingang liegt an der Bürgerweiden-Seite der Halle. Schneider lässt hier noch Pagoden aufstellen, damit niemand im Regen stehen muss. Innen gilt ein Einbahnstraßensystem, der Ausgang liegt gegenüber von Halle 6. Neonlicht, Absperrgitter, Planen bestimmen das Bild – nicht schön, sondern am Zweck orientiert. „Es kam uns nicht auf hochwertigen Messebau an, sondern auf schnelle Systeme, die sich auch verändern lassen“, so Schneider.

Wie läuft die Impfung ab?

Termine werden online vergeben; ob die Bremer eine Impfbescheinigung über Atteste oder Hausarztbriefe brauchen, ist noch offen. Im Zentrum geht‘s erst einmal zum Check-in, zur Registrierung. Darauf folgt ein Wartebereich mit blauen Stühlen, danach die Aufklärungs-Zone: Ärzte informieren dort über mögliche Impfreaktionen und Nebenwirkungen. Dann folgen die Kabinen des eigentlichen Impfbereichs; hier wurden zehn Stationen eingerichtet. Anschließend kommt eine Ruhezone mit 50 Betten (aus Flüchtlingskrisen-Beständen des Sozialressorts) und 54 Stühlen. Jeder frisch Geimpfte soll sich 30 Minuten ausruhen. Notfallbetten stehen ebenfalls bereit. Zum Schluss folgt der Check-out. Hier gibt‘s auch den Termin für die nach frühestens 21 Tagen fällige zweite Impfung.

Wer darf sich in Bremen impfen lassen?

Nur Bremer ab 18 Jahren; Kinder werden nicht geimpft. Es gilt das Wohnortprinzip. Sich beispielsweise aus dem Umland „einzuschleichen“, sei nicht möglich, sagt Ressortsprecher Fuhrmann: „Sie kommen hier nicht rein, wenn wir nicht wissen, wer Sie sind.“ Mögliche Ausnahme vom Wohnortprinzip: Kliniken und Pflegeeinrichtungen. Hier würde das Ressort gern die Einrichtungen komplett durchimpfen lassen – also auch die Umland-Pendler, die dort arbeiten. „Da stehen wir mit Niedersachsen im Austausch“, sagt Fuhrmann.

Nicht schön, aber flexibel nutzbar – das Bremer Impfzentrum in Halle 7.

Wer wird zuerst geimpft?

Alles geht nach den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission. Zunächst dürfte der Fokus daher auch auf den sieben mobilen Impfteams liegen, die die Johanniter vom Impfzentrum in Bremer Pflege- und Wohnheime schicken – laut Planung erst einmal drei Monate lang. Zu jedem der vierköpfigen ambulanten Impfteams gehört auch ein Arzt; jedes der Teams soll täglich mehrere Einrichtungen „durchimpfen“. Der Biontech-Impfstoff muss bei minus 72 Grad gelagert werden; geimpft wird bei „zwei bis acht Grad“, wie es am Mittwoch hieß. Bei dieser Temperatur werde der Impfstoff auch zu den Einrichtungen gefahren.

Werden Heimbewohner und Personal zugleich geimpft?

Noch nicht entschieden – eine bundesweit einheitliche Regelung soll in der nächsten Woche kommen.

Wo lagert Bremen seinen Impfstoff?

Das zentrale Bremer Tiefkühllager ist geheim, das Gesundheitsressort macht dazu keine Angaben.

Was kostet die Impfkampagne in Bremen?

Für Zentrum, Johanniter und Tiefkühlung sind erst einmal vier Millionen Euro veranschlagt worden, sagt Fuhrmann.

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