Kampagne „Give Goldie a voice!“

Internationale Tierschützer wollen Goldenstedter Wölfin retten

Das Video bei Youtube soll Tierschützer sensibilisieren.
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Das Video bei Youtube soll Tierschützer sensibilisieren.

Barnstorf/Goldenstedt - Elena aus Italien, Michael aus Colorado, David aus New York und Alejandra aus Texas haben eines gemeinsam: Sie wollen die Goldenstedter Wölfin, ihren Gefährten sowie ihre Jungen vor dem Abschuss retten – und gehören zu den Unterzeichnern einer Internet-Petition, hinter die sich allein bis Sonntagnachmittag fast 156.000 Menschen weltweit gestellt hatten.

Das Ziel dieser Aktion auf der Internet-Seite „Care2 Petitions“ ist es, 200.000 Unterstützer zu gewinnen. „Give Goldie and her pack a voice – Condemned to death!“, schreibt der Niederländer Hans Hasper zu einem Video bei Youtube. Zu deutsch: „Gib Goldie und ihrem Rudel eine Stimme – zum Tode verurteilt!“

Das Video zeigt „Goldie“ und das Rudel (Englisch: pack) und soll Tierfreunde für die Petition sensibilisieren. Hasper gehört zu dem niederländischen Filmteam, das im Barnstorfer Moor gedreht hatte (wir berichteten).

Der Einführungstext der Petition erläutert kurz, woher die Wölfin und der Wolf kommen, die vier Welpen gezeugt haben. „Also dieser Mann hat mehr als 400 Kilometer gereist, um Barnstorf mit Goldie a Pack zu kriegen“, heißt es in der deutschen, offensichtlich automatisch übersetzten Version der Petition.

Land Niedersachsen will Rudel „entnehmen“

Hintergrund für die Aktion ist die Forderung aus Goldenstedt an das Land Niedersachsen, das gesamte Rudel aus der Natur zu „entnehmen“, weil die Gefahren durch die Wölfe zu groß seien. Die Petition richtet sich direkt an den Gemeinderat. 

Drei Jahre hätten die Menschen Zeit gehabt, so argumentieren die internationalen Wolfsschützer, wolfssichere Zäune zu ziehen. „Nichts wurde getan“, klagen sie, und jetzt drohe die Tötung der Tiere. „Ich will und kann das nicht geschehen lassen. Dies widerspricht nicht nur den EU-Bestimmungen, ethisch ist es gegen alle Normen und Werte, die wir dachten, aufgebaut haben“, heißt es wörtlich in der Übersetzung.

Die Unterzeichner kommen vor allem aus den Niederlanden und aus den USA, aber auch aus Deutschland, Italien und England.

sdl

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