Jetzt Bauzaun um Kälberstall
Kalb von Wolf in Schutzhütte angegriffen?
Cornau - Auf dem Hof Hagedorn in Cornau ist in der Nacht zu Dienstag ein Kalb angegriffen und schwer verletzt worden. Landwirt Henning Hagedorn hat keine Zweifel, dass ein Wolf der Angreifer war. Ein Wolfsberater sollte die Sache am Mittwochnachmittag in Augenschein nehmen.
Die rund 45 Jungtiere des Hofes sind in überdachten Gruppen-, beziehungsweise Schutzhütten untergebracht.
Das angegriffene Kalb, ein etwa vier Monate altes Schwarzbuntes, trug schwere Bissverletzungen im Bauchraum davon. Auch im Halsbereich waren Bissspuren zu erkennen. Ein hinzugezogener Tierarzt musste das Kalb schließlich einschläfern, um es von seinen Qualen zu erlösen.
Der Vorfall trug sich in der Nacht zu Dienstag gegen 4 Uhr zu. „Wir haben gehört, dass die Tiere aufgeregt waren“, berichtete Henning Hagedorn. Beim Nachschauen habe man dann einen Wolf weglaufen sehen.
Als Sofort-Maßnahme hat Hagedorn das Gelände mit den Schutzhütten Dienstag mit einem knapp zwei Meter hohen Bauzaun abgesichert.
Davon, die Tiere jetzt zur Sicherheit in den geschlossenen Stall zu bringen, hält der Landwirt nichts. Die Haltung im geschlossenen Stall sei ein Rückschritt für die Tiere. Aber wenn das so weitergehe, meint er mit Blick auf die zunehmenden Wolfs-Übergriffe, „dann werden wir hier wohl bald drei Meter hohe Zäume haben.“ Die Gesellschaft müsse sich überlegen, was sie wolle.
sr