Karsten Bödeker ist Bassums neuer Erster Stadtrat

Karsten Bödeker.
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Zum Amtsantritt musste sich Karsten Bödeker als Erster Stadtrat zunächst einmal orientieren.

Aufgeschlossen und neugierig, so präsentiert sich der Erste Stadtrat Karsten Bödeker zu Beginn seiner neuen Aufgaben. Zunächst möchte er die Menschen im Rathaus kennenlernen. Außerdem hofft der 52-jährige Leiter des Fachbereichs Sicherheit und Ordnung auf gutes Wetter, damit er mit dem Rad zur Arbeit zu fahren.

Bassum – Freitagmittag im Bassumer Rathaus. Für den Publikumsverkehr hat die Behörde bereits geschlossen, doch in den Büros sind einige Verwaltungsmitarbeiter noch fleißig. Auch Karsten Bödeker ist dort anzutreffen. Seit dem 1. April bekleidet er das Amt des Ersten Stadtrats und tritt somit die Nachfolge von Norbert Lyko an. Dessen Zimmer im Rathaus in der Alten Poststraße, schräg gegenüber von Bürgermeister Christian Porsch, trägt nun Bödekers Namensschild.

Nach einem halben Tag in neuer Funktion nimmt sich Karsten Bödeker Zeit für ein Gespräch. Bislang habe er mit Bürgermeister Porsch einen Rundgang durch das Rathaus gemacht, berichtet er von seinen ersten Amtshandlungen. „Ich muss mich erst einmal orientieren“, sagt Bödeker. In den nächsten Tagen will er möglichst viele Verwaltungsangestellte persönlich kennenlernen. „Zum Auftakt suche ich das persönliche Gespräch, um mich mit den Menschen über gegenseitige Erwartungen und die künftige Zusammenarbeit auszutauschen“, erklärt der neue Erste Stadtrat. Er selbst freut sich auf die rund 60 Kollegen, bedauert aber zugleich, dass „das alles nicht so schnell geht, wie ich es gern hätte“.

Denn es geht nicht nur darum, als Stadtrat in Bassum anzukommen und das Büro einzurichten, sondern sich auch in die ortsspezifischen Themen einzuarbeiten. Dem Syker ist die Lindenstadt durchaus nicht fremd. Einst in Bassum geboren, führten den passionierten Radfahrer seine Ausflüge immer mal wieder in die Gegend. Auch als „aufmerksamer Zeitungsleser“ habe er die Chancen und Schwierigkeiten in Bassum verfolgt, so Bödeker.

Bassum ist auf einem guten Weg.

Karsten Bödeker, Bassums Erster Stadtrat

Sein Vorgänger habe ihm eine Menge Projekte überlassen, an die er anknüpfen möchte. „Mir wird hier ein laufender Betrieb anvertraut“, sagt Bödeker, „ich erwarte, dass man mich auf Besonderheiten hinweist“. Anfangs wolle er sich deshalb als „interessierter Zuhörer“ zeigen, um möglichst viel kennenzulernen. „Mal sehen, wo ich mich wie einbringen kann“, so der Erste Stadtrat, der zugleich auch Leiter des Fachbereichs Sicherheit und Ordnung in Bassum ist.

In diesem Zusammenhang kommt Bödeker auf den Feuerwehrbedarfsplan zu sprechen. „Dank dieses Plans ist Bassum schon weiter als andere Städte“, meint er und will sich auch in Zukunft um die gute Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Feuerwehr bemühen. Neben einem Gespräch mit Stadtbrandmeister Claas Meyer soll es zeitnah auch eines mit Heiko Beckmann vom Hallenbad geben. Weiterhin stehen für Bödeker die Schulen sowie das Thema Stadtentwicklung weit oben auf der Agenda. „Eine Aussage zur Priorität kann ich jetzt noch nicht treffen“, macht der 52-jährige Syker deutlich, dass für ihn alle Bereiche wichtig sind. Dabei ist er froh, dass „Bassum schon vieles angestoßen hat und auf einem guten Weg ist“. Es gebe seinem ersten Eindruck nach, „nichts, was dringend nach vorn gebracht werden muss“.

Bis vor Kurzem arbeitete Karsten Bödeker beim Landkreis Verden. Dort war er zuletzt Leiter des Sozialamtes. Zudem kennt man den 52-Jährigen als Vorsitzenden des Syker Rates. Dieses Amt hat er aufgegeben, um durch seinen Karrieresprung einen Interessenskonflikt zu vermeiden. „Mein Fokus liegt ganz auf Bassum“, macht Bödeker deutlich. Dort sei die Bandbreite der Aufgaben deutlich größer als in der Kreisverwaltung, ist er sich sicher. „Es ist toll und spannend, direkt mit den Bürgern in Kontakt zu treten“, freut sich Bassums Erster Stadtrat auf die kommenden Aufgaben.

Nun hofft Bödeker auf wärmere Temperaturen, um mit dem Rad zur Arbeit fahren zu können. „Schließlich gibt es direkt vor dem Rathaus eine E-Bike-Ladesäule“, nennt er einen Vorteil seines neuen Arbeitsplatzes. Auch die Lage seines Büros im Rathaus, mit direktem Blick auf die Alte Poststraße, sei durchaus ansprechend, findet der zweifache Familienvater.

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