Hilfe für ältere Bürger in der Bassumer Seniorenberatungsstelle
„Alles unterliegt der Schweigepflicht und ist für die Senioren kostenlos“
Bassum – Seit mehr als zehn Jahren gibt es in Bassum die Seniorenberatungsstelle. Das Angebot ist kontinuierlich gewachsen und der Bedarf für Beratungen ist bei Senioren und deren Angehörigen nach wie vor groß. Leiterin Nina Ehlers-Röpe und ihre Kollegin Kerstin Böse haben stets jede Menge zu tun. „Wir geben einen Überblick über die Möglichkeiten an Aktivitäten, helfen bei Fragen oder stärken auch einfach den Rücken“, fasst Nina Ehlers-Röpe das Spektrum der zahlreichen Aufgaben zusammen.
Von den rund 16 000 Einwohnern in Bassum seien gut 3 700 Personen älter als 65 Jahre und zählen somit zur Gruppe der Senioren. Das seien mehr als ein Viertel der Bevölkerung in der Lindenstadt, rechnet Ehlers-Röpe vor, die sich unter anderem daraus den enormen Zuspruch bei der Beratungsstelle erklärt. „Wir hatten in den vergangenen Jahren trotz Corona gut zu tun“, sagt sie.
Auch Hausbesuche möglich
Neben den individuellen Beratungen und Gesprächen, die in der ehemaligen Löwen-Apotheke gegenüber des Rathauses geführt werden, sind auch Hausbesuche möglich, informiert Elke Böse.
Die Themen in den Beratungen seien vielfältig und mitunter seien die Gespräche auch zeitintensiv, so die Mitarbeiterinnen. Ob Fragen zur Pflegeversicherung, Hilfe beim Ausfüllen von Anträgen, Kostenermittlungen sowie Beratungen zu Vollmachten und Patientenverfügungen – die Frauen helfen den Ratsuchenenden, wo sie nur können oder vermitteln gegebenenfalls an Experten. „Alles unterliegt der Schweigepflicht und ist für die Senioren kostenlos“, erläutert Böse das Konzept, zu dem auch wiederkehrende Angebote wie Spielenachmittage, Gedächtnistrainings und englische Konversationen zählen.
Kooperation mit dem Jugendhaus Fönix
Darüber hinaus laden die Mitarbeiterinnen der Seniorenberatungsstelle regelmäßig zu Vorträgen ein – etwa gemeinsam mit der Polizeidirektion des Landkreises Diepholz, wenn es um Betrugsmaschen und Präventionsmaßnahmen geht.
Nina Ehlers-Röpe ist seit 2018 bei der Seniorenberatungsstelle und hat im Jahr 2020 die Leitung übernommen. Neben Böse als zusätzliche feste Kraft zählen die beiden auf die Unterstützung von Ehrenamtlichen. Die insgesamt 25 sogenannten Gesellschafter haben im vergangenen Jahr 52 Senioren bei verschiedenen Dingen wie dem Einkauf oder Behördengängen begleitet. „Dabei haben sie mehr als 3000 Stunden miteinander verbracht“, so Ehlers-Röpe. Für die Begleitung durchlaufen die Helfer zuvor die sogenannte AzUA-Ausbildung (Angebote zur Unterstützung im Alltag).
Für die Zukunft hat die Leiterin der Beratungsstelle noch weitere Ideen. So soll es in diesem Jahr Gesundheitswochen geben sowie weitere Vorträge und Lesungen, die für Unterhaltung und Informationen sorgen. „Im Herbst wollen wir einen Suppentreff ausprobieren“, verrät Kerstin Böse. Weiterhin planen sie ein generationenübergreifendes Projekt in Kooperation mit dem Jugendhaus Fönix, bei dem ältere Menschen gemeinsam mit der Bassumer Jugend ihr Wissen in einer Art Internetcafé austauschen.
Kontakt
Geöffnet hat die Seniorenberatungsstelle in Bassum montags, dienstags und mittwochs von 9 bis 12 Uhr sowie donnerstags von 15 bis 18 Uhr. Weitere Infos gibt es auf der Internetseite der Stadt (www.bassum.de) oder telefonisch unter 04241/8209554.