Rosenfest am Forsthaus in Bruchhausen-Vilsen lockt mit großer Vielfalt
Das Rosenfest in Bruchhausen-Vilsen zieht auch in diesem Jahr zahlreiche Besucher auf den idyllischen Heiligenberg. Nicht nur Blumenfreunde kommen dort auf ihre Kosten.
Br.-Vilsen – Auf dem Heiligenberg in Bruchhausen-Vilsen herrscht dieser Tage viel Trubel. Zum Rosenfest haben rund um das idyllisch gelegene Forsthaus knapp 80 Aussteller ihre Stände aufgebaut. Seit gestern und noch bis morgen 18 Uhr können Besucher dort durch die Parkanlage streifen und die vielfältige Angebotspalette durchstöbern.
Veranstalter loben Rosenfest-Kulisse
Ulla Hiltafski geizt nicht mit Lob: „Die Kulisse ist der Hammer“, sagt die Projektverantwortliche vom Rosenfest-Veranstalter Home and Garden Event gestern über die weitläufige Anlage. Zusammen mit Familie Brüning, die Hotel und Restaurant im Forsthaus betreiben, sorgt das Lübecker Veranstaltungs-Unternehmen mit der diesjährigen Auflage wieder für ein „echtes Highlight“ in Bruchhausen-Vilsen. So drückt es Samtgemeindebürgermeister Bernd Bormann bei seiner Eröffnungsrede am frühen Freitagnachmittag aus.
Fotostrecke: Das Rosenfest in Bruchhausen-Vilsen in Bildern




Unter dem Motto Garten, Wohnen und Lifestyle haben sich neben einer Vielzahl von regionalen auch Aussteller aus ganz Deutschland auf dem Heiligenberg versammelt. Dabei beschränkt sich die Auswahl der teils dicht aneinander gereihten Stände nicht nur auf ein großes florales Angebot. Von handgemachten Kleidern über ausgefallene Gartenskulpturen und Schmuck bis hin zu Sportgeräten und Camping-Bullis deckt das Rosenfest ein breites Interessenspektrum ab.
Hutträger zahlen weniger Eintritt beim Rosenfest
Das hat auch die beiden Schwestern Alexa und Petra Theuer angelockt. Sie besuchen bereits seit einem halben Jahrzehnt jedes Jahr das Event. Immer mit dabei: ihre Sonnenhüte. „Es ist eine gute Gelegenheit, sie zu tragen“, sagt Alexa Theuer. Schließlich schützen die Kopfbedeckungen die beiden Thedinghauserinnen nicht nur vor der am Freitag kräftig strahlenden Sonne, sondern sorgen auch für einen ermäßigten Eintritt. Denn jeder, der mit einem Hut zum Fest kommt, zahlt einen Euro weniger am Kassenhäuschen. An der täglichen Hutprämierung teilzunehmen, bei der Besucher mit den besten Kopfbedeckungen ausgezeichnet werden, können sie sich mit ihren eher schlicht gehaltenen Hüten aber nicht vorstellen.
Bessere Chancen könnte Pia Phönix haben. Sie hat ihren ausladenden Sonnenhut mit türkiser Kreidefarbe und Rosenköpfen aufgepeppt – alles in Eigenkreation. Upcycling nennt sie die Methode, mit der sie unliebsamen Kleidungs- und Möbelstücken neues Leben einhaucht.
An ihrem Stand zeigt die Twistringerin Besuchern, wie das funktioniert. „Um mit Kreidefarbe zu malen, muss man keine Begabung haben. Ich zeige den Leuten Techniken und Tricks“, sagt sie.
In einigen Metern Entfernung befindet sich indes der Ausstellungspavillon von Modedesignerin Petra Mönius. Darin stehen zahlreiche Schneiderpuppen, die ihre sogenannten Wesenskleider tragen. Eigens für die heutige und morgige Modenschau beim Rosenfest hat Mönius eine neue Kollektion geschneidert. Das habe lange Tradition und ist für die Bruchhausen-Vilserin ein echtes Heimspiel.
Eine deutlich weitere Anreise hat Malte Morgner von der Baumschule Koopmann hinter sich. Mit mehreren Autos und Anhängern hat er mit seinen Kollegen Hunderte Rosen aus Pinneberg (Schleswig-Holstein) auf den Heiligenberg geschafft. „Das Geschäft läuft ganz gut“, zeigt er sich zufrieden. „Momentan liegen insektenfreundliche Rosen mit offenen Blüten voll im Trend.“

