Raubtier spielt mit Hund
Junger Wolf in Diepholz-Aschen gesichtet - Tier ohne Scheu unterwegs
Ein Jagdpächter hat am Mittwochmorgen einen jungen Wolf in der Nähe von Diepholz-Aschen gesehen. Das Raubtier spielte mit einem Jagdhund und zeigte wenig Scheu vor Menschen.
Aschen - Ein Jagdpächter aus Mariendrebber fotografierte das Tier gegen 8 Uhr aus dem Auto heraus auf der Kreisstraße zwischen Drebber und Aschen. Dort lief der Wolf parallel zur Straße auf einem Acker, kreuzte dann die Fahrbahn.
Wenig später soll der Wolf am Aschener Heimatmuseum gewesen sein. Danach lief er offenbar in den Bereich Apwisch.
Wolf spielt mit Jagdhund
Dort zeigte er im Bereich des Hofes Koop/Burke ein auffälliges Verhalten: Als Matthias Burke gerade gegen 9 Uhr auf den Hof zurückkehrte, sah er, wie der Wolf mit seinem Jagdhund spielte und sich nach etwa einer Minute zurückzog. Der Hund namens „Bossi“ – ein Münsterländer – habe keine Schäden davongetragen.
Jäger für Entnahme des Wolfes
Ob es sich bei dem gar nicht scheuen Wolf um denselben handelt, der schon in Goldenstedt aufgefallen und auch vor einer Woche am Lehmder Damm in der Nähe des Fliegerhorstes gesichtet worden war, ist nicht sicher.
Wölfe sind in der Region inzwischen oft gesehene Gäste. Nun ist in Diepholz mehrfach ein Wolf gesichtet worden. Rinderzüchter berichten von einem Kalbsriss.
Auf jeden Fall ist für einen heimischen Jäger klar: „Das Tier ist verhaltensauffällig und müsste entnommen werden.“
Lesen Sie auch: Das Land Niedersachsen hat bislang 83.000 Euro für die Jagd auf den Rodewalder Wolf ausgegeben - ohne Erfolg.
Scheu entwickelt sich erst im Erwachsenenalter
Für Ariane Müller aus Bassum, Wolfsteam-Leiterin Niedersachsen in der Organisation Wolfsschutz-Deutschland, zeigt das Tier kein unnormales Verhalten: „Das ist typisch für einen jungen Wolf, der auf dem Weg in die Selbstständigkeit eigene Erfahrungen machen muss.“ Die Scheu entwickele sich erst im Erwachsenenalter.
Ungefährer Ort der Wolfssichtung
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