Feuerwehr im Ausnahmezustand

Bahnstrecke zwischen Hamburg und Bremen wieder langsam befahrbar

Ein extremes Gewitter überflutet Straßen in Hamburg. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor Lebensgefahr durch Blitzschläge und massiven Schäden. Die Feuerwehr hat den Ausnahmezustand ausgerufen.

Update am Freitag, 28. Juni 2024, 07:30 Uhr: Die Zugstrecke zwischen Hamburg und Bremen ist nach einer Sperrung wegen Unwetterfolgen wieder mit langsamer Geschwindigkeit befahrbar. Der Verkehr lief in der Nacht von Donnerstag auf Freitag in den frühen Morgenstunden wieder an, wie eine Sprecherin der Bahn mitteilte. 

Bei Tostedt (Landkreis Harburg) hatte es am Donnerstag wegen starker Gewitter Unterspülung an den Gleisen gegeben. Die Strecke sei nun zwar wieder befahrbar, allerdings nur mit langsamer Geschwindigkeit, sagte die Sprecherin. Dies habe Verspätungen von ungefähr 15 Minuten zur Folge. Wann der Fahrbetrieb wieder normal aufgenommen werden kann, blieb vorerst unklar. 

DWD gibt Wetter-Entwarnung – Einschränkungen im Bahnverkehr zwischen Hamburg und Bremen bleiben bestehen

Update am Donnerstag, 27. Juni 2024, um 22:57 Uhr: Nach hunderten Einsätzen der Feuerwehr gibt der Deutsche Wetterdienst grünes Licht – zumindest auf der Wetterkarte. Derzeit ist kein neues Unwetter in Sicht. Die Lage auf Hamburgs Straßen sollte sich in den nächsten Stunden entspannen.

Keine Wetter-Warnungen mehr. Im Norden zeigt die DWD-Wetterkarte „grünes Licht“.

Ein schweres Unwetter hat am Nachmittag des 27.06.2024 das Stadtgebiet von Hamburg heimgesucht und innerhalb kürzester Zeit zu einer Vielzahl von Einsätzen der Hamburger Feuerwehr geführt. Besonders der Osten der Stadt war von Starkregen, Gewittern, heftigen Blitzen und Donner betroffen.

Die Stadtteile Barmbek, Winterhude, Wandsbek, Lohbrügge und Bergedorf sowie vereinzelt auch andere Stadtteile sahen sich mit überfluteten Straßen konfrontiert. Zudem füllten sich Keller von Wohngebäuden, Verkaufsstätten und Tiefgaragen mit Regenwasser. Das Unwetter entwurzelte viele Bäume und deckte in Barmbek-Süd das Dach eines Mehrfamilienhauses auf einer Fläche von etwa 30 Quadratmetern ab. Hier waren sowohl die Feuerwehr Hamburg mit dem Teleskopmastfahrzeug 70 als auch das Technische Hilfswerk im Einsatz.

Die Rettungsleitstelle der Feuerwehr Hamburg war voll besetzt, um die zahlreichen Notrufe entgegenzunehmen und an die Rettungs- und Einsatzkräfte weiterzuleiten. Zwischen 15:39 Uhr und 20:00 Uhr wurden insgesamt rund 722 wetterbedingte Einsätze koordiniert und hauptsächlich von den Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr, die mit 80 Wehren im Einsatz waren, bearbeitet.

Auch nach 20:00 Uhr waren noch vereinzelt wetterbedingte Einsätze im Gange, die nach und nach abgearbeitet wurden. Der Führungs- und Lagedienst der Rettungsleitstelle der Feuerwehr Hamburg stand in engem Kontakt mit dem Deutschen Wetterdienst, um die weitere Entwicklung der Lage zu beobachten. Die Feuerwehr Hamburg bleibt weiterhin im Einsatz für die Stadt.

Update am Donnerstag, 27. Juni 2024, um 21:14 Uhr: Über 700 Einsätzen hat die Feuerwehr bis jetzt abgearbeitet. Besonders betroffen waren Winterhude, wo Straßen geflutet wurden, und Alsterdorf, wo Wasser in Busse lief, schreibt das Hamburger Abendblatt. In Barmbek wurde ein Hausdach abgedeckt. Durch Blitze fielen zeitweilig 250 Ampeln aus, und es gab erhebliche Verkehrsbehinderungen. Der Bahnverkehr zwischen Bremen und Hamburg kam zum Erliegen, und Fernzüge wurden ohne Halt über Hannover umgeleitet.

Die Regenfälle führten im Hamburger Osten zu überfluteten Straßen und erheblichen Schäden. In Barmbek-Süd begrub ein Baum mehrere Fahrzeuge, und in der Von-Axen-Straße wurde ein Hausdach beschädigt. In Eidelstedt setzte ein Blitz einen Baum in Brand, und in Bergedorf kämpfte die Feuerwehr mit überfluteten Straßen.

Bahnverbindung zwischen Hamburg und Bremen wegen Starkregens gesperrt – Fernzüge und Regionalbahn betroffen

Der Starkregen führte nicht nur zu hunderten Feuerwehreinsätzen, sondern auch zu starken Einschränkungen im Bahnverkehr. Die Bahnverbindung zwischen Hamburg und Bremen ist bis auf Weiteres gesperrt. Fernzüge wurden am Donnerstagabend laut Angaben der Bahn ohne Halt über Hannover umgeleitet. Die Regionalzüge von Metronom fallen aus. Wie lange die Strecke gesperrt bleibt, ist derzeit unklar.

Update am Donnerstag, 27. Juni 2024, um 19:03 Uhr: In der Mozartstraße in Barmbek-Süd stürzte gegen 17:45 Uhr ein riesiger Baum und begrub mindestens fünf am Straßenrand geparkte Fahrzeuge. Weitere Autos wurden beschädigt. Die Feuerwehr ist derzeit dabei, den Baum zu zerlegen und die Fahrzeuge zu bergen.

In der Mozartstraße in Hamburg-Barmbek stürzte ein Baumgigant um und beschädigte mehrere Fahrzeuge.

Update am Donnerstag, 27. Juni 2024, um 18:21 Uhr: In Reaktion auf die Vielzahl der Unwettereinsätze informiert die Feuerwehr Hamburg die Bürgerinnen und Bürger über ihren offiziellen WhatsApp-Kanal darüber, ihre Notrufe zu priorisieren.

Die Nachricht der Feuerwehr lautet:

Die Feuerwehr Hamburg WhatsApp-Nachricht

⚠️📞 Priorisierung im Notruf 📞⚠️

🌧️🌩️ Auf Grund der Vielzahl der Unwettereinsätze erfolgt derzeit eine Priorisierung im Notruf für Feuerwehr und Rettungsdienst!

Vor dem Gespräch mit einem Calltaker oder einer Calltakerin wird zwischen

1️⃣ - unwetterbedingter Einsatz
und
2️⃣- Notfall/Brand/Unfall

priorisiert!

Jeder Notruf wird durch einen Calltaker oder eine Calltakerin abgefragt! Lebensbedrohliche und zeitkritische Notfälle haben Vorrang! 🔥🚒🚑

Die Feuerwehr bittet die Bevölkerung um Verständnis und Mithilfe, um sicherzustellen, dass in dieser angespannten Lage die dringendsten Notfälle zuerst behandelt werden können.

Update am Donnerstag, 27. Juni 2024, um 17:47 Uhr: Nach einer Hitzewelle brach am Donnerstagnachmittag ein mächtiges Gewitter über Hamburg herein. Der Deutsche Wetterdienst warnte vor Starkregen, Sturmböen und Hagel. Gegen 17 Uhr verdunkelte sich der Himmel und heftiger Regen setzte ein. Die Feuerwehr ist im Dauereinsatz und berichtete um 17:15 Uhr von über 100 laufenden Einsätzen, berichtet das Hamburger Abendblatt.

Gewitter in Hamburg – Unwetter sorgt für überschwemmte Straßen und über 100 Feuerwehreinsätze

Auch im Landkreis Harburg mussten die Feuerwehren nach starken Gewittern mehrfach ausrücken. Straßen sind wegen Überflutungen unpassierbar, und verstopfte Gullis verhindern das Abfließen des Wassers. Bislang gibt es keine Berichte über Personenschäden. In der Nacht zu Freitag sinken die Temperaturen auf 18 Grad. Der Freitag bleibt bewölkt mit vereinzelten Schauern und Gewittern, während am Wochenende eine leichte Wetterbesserung erwartet wird.

Erstmeldung am Donnerstag, 27. Juni 2024, um 17:16 Uhr: Hamburg – Der Deutsche Wetterdienst hat eine dringende Unwetterwarnung für die Hansestadt Hamburg herausgegeben. Ab 16:50 Uhr wird ein extrem starkes Gewitter erwartet, das voraussichtlich bis 17:45 Uhr andauern wird. Die Warnung befindet sich auf der höchsten Gefahrenstufe 4 von 4. Bereits in Niedersachsen sorgte das Unwetter für Einsätze der Feuerwehr.

Extremes Gewitter in Hamburg: Unwetterwarnung der höchsten Stufe

Die Meteorologen warnen vor erheblichen Gefahren für Leib und Leben. Die extremen Wetterbedingungen könnten zu Blitzschlägen führen, die lebensgefährlich sind. Weiterhin besteht die Gefahr durch umstürzende Bäume, Hochspannungsleitungen und Gerüste sowie abgedeckte Dächer und umherfliegende Gegenstände.

Es wird auch vor massiven Schäden an Gebäuden und schnellen, weit verbreiteten Überflutungen von Straßen, Unterführungen und Kellern gewarnt. Die Bedingungen könnten zudem zu Aquaplaning und möglichen Erdrutschen führen. Hagelschlag ist ebenfalls nicht ausgeschlossen.

Aktuelle Lage in Hamburg-Bergedorf

In Hamburg-Bergedorf sorgten Wassermassen bereits dafür, dass Straßen überflutet wurden. Die Anwohner kämpfen mit den Auswirkungen der starken Regenfälle, und es wird erwartet, dass sich die Situation im Laufe des Tages weiter verschärfen könnte.

Ein extremes Gewitter überflutet Straßen in Hamburg. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor Lebensgefahr durch Blitzschläge und massiven Schäden. Die Feuerwehr hat den Ausnahmezustand ausgerufen.

Die Feuerwehr Hamburg hat bereits den “Ausnahmezustand” ausgerufen. Dies bedeutet, dass Einsätze nach Priorität abgearbeitet werden und weniger dringende Notfälle warten müssen. Die Feuerwehr ist in erhöhter Alarmbereitschaft und konzentriert ihre Kräfte auf die schwerwiegendsten Vorfälle.

Ausnahmezustand bei der Feuerwehr – Empfehlungen für die Bevölkerung

Um die Sicherheit zu gewährleisten, rät der Deutsche Wetterdienst dringend dazu, den Aufenthalt im Freien zu vermeiden und sichere Räume aufzusuchen. Sollten Menschen dennoch im Freien sein, sollten sie großen Abstand von Gebäuden, Bäumen, Gerüsten und Hochspannungsleitungen halten und Gewässer meiden.

Aufgrund der zu erwartenden Verkehrsbeeinträchtigungen wird empfohlen, sich auf erhebliche Einschränkungen und mögliche Sperrungen einzustellen. Falls genügend Zeit vorhanden ist, sollten Gegenstände im Freien gesichert oder abgebaut werden. Alle Fenster und Türen sind zu schließen, und vorsorgliche Hochwasserschutzmaßnahmen sollten getroffen werden.

Bei drohender oder bereits bestehender Überflutung sollten untere Geschosse sofort verlassen und höher gelegene Orte aufgesucht werden. Informationen zur aktuellen Hochwasserlage sind unter www.hochwasserzentralen.de verfügbar.

Die Bevölkerung wird aufgefordert, sich auf mögliche Netzausfälle, beispielsweise im Strom- und Mobilfunknetz, vorzubereiten und die Entwicklung der Gefahrenlage in Radio, Fernsehen oder Internet zu verfolgen. Den Anweisungen der Katastrophenschutz- und Zivilschutzbehörden ist unbedingt Folge zu leisten. Zudem wird dazu geraten, Mitmenschen wie Nachbarn, Freunde und Angehörige über die Gefährdungslage zu informieren.

Wetter in Hamburg: Vorsicht und Vorbereitung

Diese Maßnahmen sind entscheidend, um die Risiken durch das angekündigte extreme Gewitter zu minimieren und die Sicherheit der Bürger zu gewährleisten. Der Deutsche Wetterdienst bittet die Bevölkerung, diese Warnung ernst zu nehmen und entsprechende Vorkehrungen zu treffen.

Für aktuelle Informationen und weitere Entwicklungen bleibt die Bevölkerung angehalten, offizielle Kanäle zu verfolgen. Bleiben Sie sicher und schützen Sie sich und Ihre Mitmenschen.

Rubriklistenbild: © DWD

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