Panzergrenadiere
Bundeswehr-Skandal in Litauen: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Soldaten aus Munster
Die Staatsanwaltschaft Lüneburg prüft derzeit, ob gegen die Panzergrenadiere aus Munster der Anfangsverdacht einer oder mehrerer Straftaten vorliegt.
Lüneburg/Munster – Nach dem Skandal um einen Zug der Panzergrenadiere aus dem niedersächsischen Munster ermittelt nun die Staatsanwaltschaft Lüneburg. Wie der NDR berichtet, geht es um den Anfangsverdacht einer oder mehrere Straftaten. Ob eine oder mehrere Straftaten vorliegen, werde derzeit geprüft.
| Einrichtung: | Bundeswehr |
| Oberbefehlshaber: | Bundesminister der Verteidigung, Bundeskanzler (im Verteidigungsfall) |
| Verteidigungsministerin: | Annegret Kramp-Karrenbauer (seit Juli 2019) |
| Militärische Führung: | Generalinspekteur der Bundeswehr Eberhard Zorn |
| Hauptquartier: | Hardthöhe (Bonn) |
Derzeit ist nicht klar, aufgrund welcher Vorwürfe die Staatsanwaltschaft Lüneburg gegen die zehn Soldaten ermittelt. Dies könne die Behörde erst in den kommenden Tagen sagen, wenn eine erste Prüfung der Vorwürfe abgeschlossen ist, so der NDR.
Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Soldaten aus Munster: wilde Partys und Saufgelage im Hotel
Hintergrund der Ermittlungen sind Vorfälle, die sich in einem Hotel am Rande des Einsatzes abgespielt haben sollen. Dort waren die Panzergrenadiere aus Munster zwischenzeitlich zur Erholung einquartiert. Wie das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ berichtete, sollen dabei wilde Partys und Saufgelage gefeiert worden seien.
Dabei sollen mindestens zehn Mitglieder aus dem Zug rechtsradikale Lieder als „Geburtstagsständchen“ für Adolf Hitler gegrölt haben. Außerdem steht der Verdacht des sexuellen Übergriffs und der Verdacht des Diebstahls von Waffenmunition im Raum. Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer reagierte wütend und sieht in den vorgeworfenen Ausfällen der Soldaten eine Bedrohung für den internationalen Ruf Deutschlands. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.