Corona-Pandemie
2G-Veranstaltungen in Niedersachsen: Besuchergrenze fällt
Eine unbegrenzte Zahl an Teilnehmern bei Events: Das könnte in Niedersachsen bald wieder möglich sein. Bei 2G-Veranstaltungen soll die Besuchergrenze kippen.
Hannover – Seit fast zwei Jahren hält die Corona-Pandemie die Menschheit in Atem: Mal mehr, mal weniger stark fallen Beschränkungen für die Gesellschaft aus. Durch den Impffortschritt in einzelnen Ländern ist teilweise sogar ein sorgenfreier Urlaub möglich – auch im Herbst strömen die Menschen in Niedersachsen zu den Ferienzielen. Nun geht die niedersächsische Landesregierung einen Schritt weiter: Künftig soll bei 2G-Veranstaltungen, also bei denen nur geimpfte und genesene Gäste erlaubt sind, die Besuchergrenze fallen.
| Bundesland: | Niedersachsen |
| Fläche: | 47.614 km² |
| Bevölkerung: | 7,982 Millionen (2019) |
| Hauptstadt: | Hannover |
Niedersachsen: Besuchergrenze bei 2G-Veranstaltungen soll fallen
Die stellvertretende Leiterin des Corona-Krisenstabs in Niedersachsen, Claudia Schröder, kündigte diese Entscheidung im Gesundheitsausschuss des Landtags bei der Beratung eines Verordnungsentwurfs an. Bislang durften bei Veranstaltungen maximal 25.000 Menschen teilnehmen. Besonders für Fußballvereine ist dies wohl eine interessante Entwicklung: Theoretisch dürften sie nun wieder ihre Stadien bis zum letzten Platz füllen – in Niedersachsen verfügen zwei Vereine über entsprechend große Veranstaltungsorte: der VfL Wolfsburg und Hannover 96. In Bremen hingegen werden Ungeimpfte im Stadion mittlerweile für Tests zur Kasse gebeten.
Die Lockerungen für Veranstaltungen ist nur der nächste Schritt in einer Reihe von Anpassungen während der Corona-Pandemie. Zuletzt fiel im September die Maskenpflicht für die Klassen drei und vier – obwohl die Inzidenz in der Bevölkerung wieder leicht zulegte. Nach den Herbstferien wird es laut Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) keine Verpflichtung zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes mehr geben. In Bremen kann derzeit der Freimarkt unter besonderen Corona-Regeln stattfinden.
Niedersachsen: Impfzentren bereits geschlossen
Bereits seit Ende September haben in Niedersachsen die Impfzentren geschlossen. Wer jetzt noch auf eine Impfung wartet, muss sich an niedergelassene Ärzte wenden oder auf mobile Impfteams setzen. Um Herr der Pandemie zu werden, wird an der Hochschule Hannover und an der Leibniz Universität auf Armbänder gesetzt, die über den Impfstatus von Studenten und Mitarbeitern informieren. Diese Praxis stößt bei der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) auf scharfe Kritik. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.
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