Mehrkosten von 20 Mio Euro
Bund macht mit Geldzusage Weg zum Neubau der Friesenbrücke frei
Bonn/Weener - Die zerstörte Friesenbrücke über die Ems soll bis zum Herbst 2024 durch einen Neubau ersetzt werden. Das Bundesverkehrsministerium hat am Montag die Übernahme von Mehrkosten von 20 Millionen Euro zugesichert, die bei einem Neubau statt einer Reparatur entstehen.
Das teilte das Verkehrsministerium in Hannover am Montag mit. Damit ist der Weg frei für den Neubau der Eisenbahnbrücke, die vor eineinhalb Jahren von einem Frachtschiff gerammt und zerstört wurde. Die neue Brücke im Verlauf der Bahnverbindung Groningen-Leer-Bremen soll die Durchfahrt von breiteren Schiffen ermöglichen und aufgrund der schnelleren Öffnungs- und Schließzeiten für eine bessere Taktung im Bahnverkehr sorgen.
Die Bahn geht von 48,5 Millionen Euro Baukosten aus. Fünf Millionen Euro Zuschuss will Niedersachsen geben und zugleich den Bahnanteil von 30 Millionen Euro vorfinanzieren. Die Niederländer würden die Bahnverbindung gerne aufgewertet sehen. Sie hatten einen Zuschuss von einem zweigleisigen Ausbau von Brücke und Grenzstrecke abhängig gemacht.
Da die Deutschen beides nicht wollen, lehnten sie eine Mitfinanzierung ab. Nur Regionalzüge hatten die Strecke zuletzt genutzt. Bis die neue Brücke fertig ist, pendeln Ersatzbusse.
dpa