Geminiden 2025
Größter Sternschnuppenregen des Jahres in Niedersachsen erwartet: Hier lässt er sich beobachten
Die Geminiden sorgen für den größten Sternschnuppenregen des Jahres. In Niedersachsen gibt es ideale Plätze zum Beobachten der 2025er-Show am Himmel.
Jedes Jahr im Dezember leuchten sie hell am Nachthimmel auf: die Geminiden. Der alljährliche Meteorstrom ist in der Regel der Grund dafür, dass der Dezember neben dem August mit den Perseiden als sternschnuppenreichster Monat gilt. Auch in diesem Jahr gibt es wieder eine regelrechte Sternschnuppen-Parade 2025 am Himmel.
In der Zeit vom 7. bis zum 17. Dezember ist der Meteorschauer aktiv, also bis kurz vor der Wintersonnenwende am 21. Dezember. Wer in dieser Zeit also in Norddeutschland die Augen nach oben richtet, hat die Chance, die funkelnden Schnuppen zu sehen, denn dann zischen sie in Scharen über den Himmel. Seinen Höhepunkt erreicht der Meteorstrom in der Nacht auf Sonntag, den 14. Dezember. Dann befindet sich der Sternschnuppen-Regen in seiner stärksten Phase: Bis zu 150 Sternschnuppen pro Stunde rasen dann in Richtung Erde – und verglühen in unserer Atmosphäre, was für die typischen Leuchtspuren sorgt.
Größter Sternschnuppenregen 2025: Geminiden erreichen am 14. Dezember ihren Höhepunkt
Das Zeitfenster, in dem sich das Schauspiel bewundern lässt, ist jetzt, in der dunklen Jahreszeit, besonders lang. Denn schon ab der Dämmerung kann man die ersten Sternschnuppen der Nacht sichten. Zu späterer Stunde geben die Geminiden aber noch einmal alles: Ihre beste Show liefern sie denen, die lange genug aufbleiben. Auch tagsüber ist der Meteorstrom aktiv, doch wegen des Sonnenlichts fallen die Sternschnuppen nicht auf.
Die Bedingungen, um das Spektakel zu beobachten, sind 2025 besonders gut. „Im vergangenen Jahr vereitelte uns der Vollmond das Maximum des Sternschnuppenschauers, in diesem Jahr sind die Bedingungen deutlich besser“, sagt Björn Voss, Direktor des Planetarium Hamburg. „Am 13. Dezember steht nur eine abnehmende Mondsichel am Himmel.“ Der Nachthimmel verspricht also wunderbar dunkel zu werden – was einen maximalen Kontrast zu den leuchtenden Sternschnuppen bildet.
Bei den Geminiden handelt es sich um Staubteilchen des Asteroiden Phaeton, die mit enormer Geschwindigkeit auf unsere Atmosphäre treffen und dort verglühen. „Zum Maximum des Sternschnuppenereignisses erwarten uns bis zu 150 Sternschnuppen in der Stunde. Wer die Leuchtspuren entdecken möchte, sucht einen möglichst dunklen Ort fern der Lichter der Stadt auf und blickt in der Nacht vom 13. auf den 14. Dezember zwischen 21 Uhr und 6 Uhr zum Himmel“, empfiehlt Dr. Voss.
Geminiden in Niedersachsen beobachten – bis zu 150 Sternschnuppen pro Stunde erwartet
Morgens stehen die Chancen auf eine Sichtung der Geminiden am besten: „Denn dann befindet sich ihr scheinbarer Ausstrahlungspunkt in den Zwillingen hoch über dem Horizont. Was für eine schöne Einstimmung auf den 3. Advent! Und natürlich sehen wir auch an den Tagen um das Maximum herum einige Sternschnuppen“, so der Experte. Ihren Namen haben die Geminiden daher, dass sie aus dem Sternbild Zwillinge kommen, gemini ist Lateinisch für „Zwillinge“.
Die schönsten Ecken Niedersachsens entdecken




Besonders gut lässt sich der vorweihnachtliche Sternschnuppen-Regen also ohne Lichtverschmutzung beobachten. In Niedersachsen gibt es zahlreiche Plätze, die sich besonders gut zum Sternegucken eignen. Ein Strand auf der Nordsee-Insel Spiekeroog erhielt sogar eine Auszeichnung als Top-Location zur Sternbeobachtung. Auch ein Ort im Nationalpark Harz tauchte in dem Ranking auf.
„Die Bedingungen sind deutlich besser“: Experte schwärmt vom Geminiden-Spektakel 2025
An der Nordsee-Küste hat man natürlich einen wunderbaren Panorama-Blick über das Meer auf den Sternenhimmel, vorausgesetzt, man findet ein Plätzchen ohne künstliche Beleuchtung. Aber auch in der Lüneburger Heide auf dem Heidschnuckenweg hat man hervorragende Bedingungen. Wer lieber in der Nähe bleiben will, findet sicher auch in der direkten Umgebung ein schönes, dunkles Fleckchen oder sucht eine Sternwarte auf.
Mit etwas Glück lassen sich auch an Weihnachten Sternschnuppen erblicken: Vom 17. bis 26. Dezember treten die weniger auffälligen Ursiden auf, mit meist nur zehn bis zwanzig Meteoren pro Stunde. Ihr Radiant liegt im Sternbild Kleiner Bär, am aktivsten sind sie am Morgen des 22. Dezember – sichtbar die ganze Nacht.
Zum Jahresende folgt bereits der nächste Schauer: Die Quadrantiden machen sich schon im Dezember bemerkbar, obwohl ihr Maximum erst in der Nacht zum 4. Januar erreicht wird. So bietet sich rund um Neujahr noch einmal die Chance auf Sternschnuppen – auch wenn der zunehmende Mond die Sicht stören kann.
Rubriklistenbild: © IMAGO/Ingo Wächter
