Panzer sind auch Frauensache

Bundeswehr im Gender-Wahn: „Panzerkommandant“ wird abgeschafft

Schafft die Bundeswehr bald die Feldwebel und Brigadegeneräle ab? Zumindest den Panzerkommandanten geht es im Rahmen der Gender-Debatte an den Kragen.

Die Diskussion um eine gendergerechte Sprache hat längst auch die Bundeswehr erreicht. Der Grund: Längst sind nicht nur Männer, sondern auch rund 23.000 Frauen beim deutschen Militär verpflichtet. Und die sollen im Rahmen der Gleichstellung zukünftig ebenfalls richtig angesprochen, beziehungsweise sprachlich nicht ausgegrenzt werde . Nachdem bereits angekündigt wurde, die „Einmannpackung“ gendergerecht umzubenennen, sind nun auch die Panzer bei der Bundeswehr dran. Genauer gesagt: die Panzerkommandanten.

Militär:Bundeswehr
Aktive Soldaten:183.885 (April 2021); davon Soldatinnen: 23.279
Oberbefehlshaber:Bundesminister der Verteidigung, Bundeskanzler (im Verteidigungsfall)
Gründung:12. November 1955, Westdeutschland
Sitz:Bonn

Aus Panzerkommandant wird „Teamleitung Panzertruppe“: Bundeswehr setzt auf gendergerechte Sprache bei Stellenausschreibungen

Heeresdeutsch scheint bei der Bundeswehr längst veraltet, sogar gar verpönt. Stattdessen will das deutsche Militär künftig auf gendergerechte Sprache setzen. Und das nicht erst im Dienst, sondern schon bei der Personalgewinnung – Mission: gendergerecht Recruiten.

So wird aktuell unter „Teamleitung (m/w/d) Panzertruppe“ im Internet nach Bewerber gesucht, die im Kampfpanzer „Leopard 2“ den Ton angeben wollen. „Sie beherrschen außerdem ein komplexes Waffensystem, welches sich durch enorme Feuerkraft auszeichnet, mit der Sie verantwortungsbewusst umgehen“, heißt es dort weiter, um fortan den Vorgaben der sprachlichen Gleichstellung gerecht zu werden. Ähnliches fordert auch Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock mit einer sogenannten Gender-Polizei und gendergerechten Gesetzestexten.

Anders sehen es dahingegen Literaturkritikerin Elke Heindenreich, die findet, dass gendergerechten Formulierungen die Sprache „verhunzen“ sowie Hamburgs CDU-Chef Christoph Ploß, der die Gender-Sprache am besten per Gesetz direkt verbieten möchte.

Feldwebelin, Bootsfrau und Brigadegeneralin: Gender-Debatte bei Bundeswehr zieht Kreise

Ob es bei der Umbenennung von Panzerkommandant in „Teamleitung Panzergruppe“ bleibt oder ob eine Umbenennung sämtlicher Dienstgrade bei der Bundeswehr folgen wird, ist fraglich. Ursprünglich war geplant, dass das Verteidigungsministerium unter der Leitung von Annegret Kramp-Karrenbauer binnen eines Jahres weibliche Dienstgrade einführen soll: Feldwebelin, Bootsfrau, Brigadegeneralin oder Majorin. Einzig und allein „die Begriffe Hauptmann und Oberst“ sollten nicht gegendert werden. Doch aus dem Plan wird vorerst nichts.

Die Bundeswehr setzt künftig bei Stellenausschreibungen auf eine gendergerechte Sprache. (24hamburg.de-Montage)

Ministerin ist zu beschäftigt zum Gendern – da packt die Bundeswehr eben selbst an

„Die Ministerin hat mit dem Haushalt, Rüstungsprojekten und Ausrüstungsfragen, dem Irak-Mandat, der Operation im Mittelmeer gerade viele wichtige Themen in Bearbeitung. Sie wird sich der Frage der Dienstgradbezeichnungen zu gegebener Zeit widmen“, twitterte Peter Tauber (CDU), Staatssekretär im Verteidigungsministerium, nach einer Sitzung des Verteidigungsausschusses. Zudem führe das  „Gesetz zur Gleichstellung von Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr“ aus, dass Genderregelungen „im Spannungs- und Verteidigungsfall nicht anwendbar“ seien. Aha – danke für diese Ausführung, abtreten. * 24hamburg.de und kreiszeitung.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Bernd von Jutrczenka/picture alliance/dpa & Daniel Bockwoldt/picture alliance/dpa

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