Coronavirus-Pandemie
Corona in Niedersachsen: Weitere Verdachtsfälle der Omikron-Variante gemeldet
Die neue Omikron-Variante sorgt rund um den Globus für Verunsicherung, die WHO nennt sie „besorgniserregend“. Nun gibt es in Niedersachsen erneute Verdachtsfälle.
Hannover – Die Corona-Pandemie hält das Land in Atem, die vierte Welle ist in vollem Gange. Ständig neue Corona-Varianten werfen immer wieder Fragen auf. Wie ansteckend ist die neue Corona-Mutante, wie tödlich? Auch für die aktuelle Omikron-Variante sind noch nicht alle Fragen geklärt, doch sie birgt Grund zur Sorge. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stufte sie bereits als „besorgniserregend“ ein. In Niedersachsen werden jetzt zwei neue Verdachtsfälle geprüft.
| Virus: | Coronavirus, Covid-19 |
| Krankheitserreger: | SARS-CoV-2 |
| Erster bekannter Fall: | 1. Dezember 2019 |
| Neuentdeckte Variante: | Variante Omikron |
Omikron-Variante: Verdachtsfälle der Corona-Mutation B.1.1.529 in der Region Hannover
Die Omikron-Variante ist in Niedersachsen angekommen. Nachdem zuvor bereits zwei Infektionen mit der Omikron-Variante in Niedersachsen festgestellt wurden, prüft das Landesgesundheitsamt jetzt zwei weitere Verdachtsfälle der Corona-Mutation B.1.1.529. Beide stammen aus der Region Hannover. Die Proben werden nun im Labor sequenziert, mit Ergebnissen der Untersuchung wird am Freitag gerechnet. Bei den zuvor bestätigten Fällen handelte es sich beide Male um Reiserückkehrer aus Südafrika.
Stephan Weil äußert sich zu Lieferengpässen: Die Inzidenzen sind hoch – die Testkapazitäten für Gratis-Corona-Tests noch nicht hoch genug
Währenddessen äußerte sich Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil zu Berichten über eingeschränkte Corona-Testkapazitäten. Weil erklärte, es gäbe in ganz Deutschland vereinzelt Liefermängel bei den Gratis-Corona-Schnelltests. Niedersachsen selbst bestellt rund sechs Millionen Tests – wöchentlich. Regelmäßiges Testen hat sich als besonders effektive Maßnahme zur Eindämmung der Pandemie erwiesen. Bund und Industrie erklärten derweil, Unternehmen würden die Testkapazitäten hochfahren und lieferfähig sein.
Viele Teststationen hatten zwischenzeitlich geschlossen. Mit Beginn der neuen Corona-Verordnung steigt die Zahl an Teststationen im Land nun wieder. In vielen Bereichen des öffentlichen Lebens ist jetzt wieder ein Negativ-Testergebnis erforderlich – auch trotz Impfung oder Genesung.
Dies gilt nicht für Personen, die bereits eine Auffrischungsimpfung erhalten haben. Für Booster-Geimpfte lockert Niedersachsen die 2G-Plus Regel. Das hat zur Folge, dass die Nachfrage nach Booster-Impfungen steigt. Mit den veränderten Bedingungen für die Teilnahme am öffentlichen Leben ist auch der Bedarf an Corona-Tests aufgrund von 2G-Plus wieder drastisch gestiegen. Die Unternehmen müssen ihre Produktion schnell erhöhen.
Stephan Weil kritisiert Stiko – Niedersachsens Ministerpräsident hofft auf klare Empfehlung für Corona-Schutzimpfungen von 5 bis 12-Jährigen
Weil äußerte sich nicht nur über Produktionsengpässe bei Corona-Tests. Der niedersächsische Ministerpräsident richtete sich in Anbetracht der dynamischen Infektionslage mit kritischen Worten in Richtung der Ständigen Impfkommission (Stiko). Die Empfehlungen der Stiko kämen oft zu spät, so Weil am Dienstag im Landtag. Er hoffe daher sehr auf eine zeitnahe und eindeutige Empfehlung, was Corona-Schutzimpfungen für Kinder zwischen fünf und zwölf Jahren anginge.
Weiter warten Impfempfehlung der Stiko von Biontech für Kinder ab 5 Jahren
Die europäische Arzneimittelbehörde EMA hatte bereits Ende November die Zulassung des Impfstoffs der Hersteller Pfizer/Biontech für Kinder ab fünf Jahren empfohlen. Weil drängt nun auf eine schnelle Entscheidung der Stiko über eine Empfehlung – die blieb bisher aus. Das dürfte Weil in seiner Kritik bestätigen.
Niedersachsens Ministerpräsident kritisierte konkreter, man habe in Deutschland immer wieder zu spät angefangen zu impfen. Im internationalen Vergleich sei man wiederholt spät dran gewesen – das sei auch die Schuld der Stiko. Für Weil soll das der Vergangenheit angehören. Der Regierungschef erklärte, das dürfe in der jetzigen Situation nicht noch einmal passieren.
In Niedersachsen berät der Landtag über verschärfte Corona-Regeln in der neuen Corona-Verordnung
Niedersachsen befindet sich auf Warnstufe 2. Weil hat deutlich gemacht, dass schneller auf die dynamische Pandemiesituation reagiert werden soll. In Niedersachsen berät nun der Landtag über verschärfte Corona-Regeln in der neuen Corona-Verordnung. Dabei soll es auch um 2G und die von Weil geforderten Kontaktbeschränkungen gehen. Viele fragen sich derweil, was es mit 2G-Plus überhaupt auf sich hat.
Niedersachsens Regierungschef wurde deutlich: „Alle haben die Nase voll von Corona“, das müsse er in aller Deutlichkeit sagen. Trotzdem müssen laut Weil weiterhin harte Maßnahmen ergriffen werden, um nicht langfristig in einer Pandemie-Dauerschleife gefangen zu werden. *kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.
Rubriklistenbild: © Sven Hoppe/dpa/Symbolbild
