Schnee nur im Süden
Riesiges Weihnachtsmarkt-Ranking: Ungewöhnlicher Markt im Norden ganz oben mit dabei
TUI hat 2000 Weihnachtsmärkte untersucht und ein Ranking erstellt. Der Kölner Dom führt die Liste an. Überraschend ist die Vielfalt im Norden.
Die Tradition sagt, dass Weihnachtsmärkte erst nach dem Totensonntag so heißen dürfen, vorher sind es Lichter- oder Wintermärkte. Grundsätzlich gibt es aber keine gesetzliche Vorschrift, die festlegt, ab wann ein Markt als Weihnachtsmarkt bezeichnet werden darf. Den meisten Besuchern ist dies vermutlich auch egal. Wichtiger ist das Angebot, Atmosphäre und die Stimmung. Der Reiseanbieter TUI hat 2000 Weihnachtsmärkte unter die Lupe genommen und ein Ranking erstellt: Von traditionellen Märkten mit jahrhundertealter Geschichte bis zu modernen Winterwundern.
Den Nürnberger Christkindlesmarkt, Dresdner Striezelmarkt und Schlachtezauber in Bremen kennen vermutlich viele in Norddeutschland. Doch der Weihnachtszauber auf dem Eichenhof Zempel in Asendorf ist ein Geheimtipp. Er gehört zu den vielen Weihnachtsmärkten, die im riesigen Ranking von TUI aufgeführt sind. Der Norden ist dort weniger vertreten im Vergleich zum Süden oder Western Deutschlands. Dafür hat der Norden ungewöhnliche Märkte zu bieten.
Riesiges Weihnachtsmarkt-Ranking zeigt auch ungewöhnlichen Markt im Norden
Auf Platz 1 der beliebtesten Weihnachtsmärkte logiert der Weihnachtsmarkt am Kölner Dom. Zur Begründung heißt es: „Vor der Kulisse des Kölner Doms entfaltet sich ein Weihnachtsmarkt, der Magie und Tradition vereint“. Auf den weiteren Plätzen folgen die Märkte in Nürnberg, Dresden und Frankfurt. Platz 5 geht in den Norden nach Hamburg zum Santa Pauli Weihnachtsmarkt. TUI schreibt: „Der Weihnachtsmarkt ist die perfekte Mischung aus traditionellem Flair und modernem Hamburger Chic – direkt an der Reeperbahn“. Der Schlachtezauber an der Weser und der Lamberti-Markt Oldenburg liegen im Mittelfeld.
Die schönsten Weihnachtsmärkte in Niedersachen und Bremen – die festlichsten Fotos




Das Ranking war aufgeteilt in verschiedene Kategorien. In einer stand die Besinnlichkeit im Fokus. Doch wie misst man Besinnlichkeit? Die Macher des Rankings haben dafür KI genutzt. An der Spitze des Rankings steht der Nürnberger Christkindlesmarkt. Die Kombination aus jahrhundertelanger Tradition, einem breiten Angebot und der festlichen Stimmung macht ihn zu dem unangefochtenen Publikumsmagneten. Auf Platz 12 reiht sich der Bremer Weihnachtsmarkt ein.
Der Santa Pauli Weihnachtsmarkt ist laut TUI etwas ganz Besonderes
Wie viele Flickr-Bilder und Instagram-Hashtags hat ein Weihnachtsmarkt? Daraus entstand das Social-Media-Ranking. Der Striezelmarkt in Dresden führt das Ranking der trendigsten Weihnachtsmärkte mit 38.018 Fotos und Beiträgen auf Instagram und Flickr an. Schon mit deutlichem Abstand folgt der Nürnberger Christkindlesmarkt folgt auf Platz zwei mit 19.260 Hashtags und Bildern. Die norddeutsche Fahne hält der Santa Pauli Weihnachtsmarkt hoch. Er rangiert auf Platz 4 mit 16037 Hashtags und Bildern. Bremen liegt auf Platz 13.
So kam TUI zum Ergebnis
Für das Ranking wurden aus mehr als 2.000 Weihnachtsmärkten in Deutschland diejenigen ausgewählt, die in den Top-
50-Google-Suchergebnissen zu den Suchanfragen „Weihnachtsmärkte + [Bundesland]“ am häufigsten vorgekommen sind. Quelle: Tui.com
Schaut man sich das Teilergebnis Instagram an, dann bleiben die beiden Spitzenreiter identisch. Auf Platz 3 kommt dann aber der Santa Pauli Weihnachtsmarkt. Das reine Flickr-Ergebnis zeigt ein ganz anderes Bild. Dort rangiert ganz oben der Kölner Weihnachtsmarkt mit 6069 Fotos. Mehr als 2000 Fotos weniger hat der Frankfurter Weihnachtsmarkt (4042). Abgeschlagen ist der Santa Pauli Weihnachtsmarkt mit mickrigen 1337 Bildern. Dort ploppen aber auf einmal Weihnachtsmärkte auf, die in den anderen Rankings fehlen, wie der Braunschweiger und Bonner Weihnachtsmarkt.
Das Sahnehäubchen auf einen Weihnachtsmarktbesuch ist, wenn die Hütten mit Schnee bedeckt sind. Wer im Dezember eine hohe Schneewahrscheinlichkeit haben möchte, muss Norddeutschland verlassen. Laut TUI hat der Weihnachtsmarkt am Waldwipfelweg in St. Englmar in Bayern ein 75-prozentige Wahrscheinlichkeit aus Schnee. Eine ähnlich hohe Schneewahrscheinlichkeit (70 %) bietet der „Königliche Winterzauber“ auf Burg Hohenzollern in Baden-Württemberg. Auch der Kugelmarkt in Lauscha im Thüringer Wald verzaubert mit einer 70%-igen Schneewahrscheinlichkeit die Besucher mit einer schneebedeckten Kulisse.
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