Coronavirus
Delta-Variante breitet sich in Deutschland rasend schnell aus
Die hochansteckende Delta-Variante des Coronavirus ist in Deutschland auf dem Vormarsch, verdoppelt ihren Anteil stetig pro Woche. Experten befürchten Schlimmes.
Berlin – Während die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland zurückgeht, wächst der Anteil der Delta-Variante rasant. Laut Robert-Koch-Institut (RKI) hat sich der Wert innerhalb einer Woche fast verdoppelt – von acht auf 15 Prozent. Das ist die dritte Woche in Folge, in der sich der Delta-Anteil verdoppelt hat.
| Land in Europa: | Deutschland |
| Kanzlerin: | Angela Merkel |
| Hauptstadt: | Berlin |
| Bevölkerung: | 83,02 Millionen (2019) |
Experten hatten dieses Tempo befürchtet. Diese rasante Verbreitung zeige, dass sich Delta gegenüber den anderen Varianten wohl durchsetzen werde. Aller Wahrscheinlichkeit nach könnte die Mutante eine vierte Infektionswelle im Herbst auslösen. Und nicht nur das: Immer wieder werden zudem neue oder veränderte Virusvarianten entdeckt – wie etwa „Delta Plus“*. Das RKI beobachte deren Ausbreitung und Eigenschaften genau.
Delta-Variante in Deutschland: Impfen hilft
Die fortschreitende Impfkampagne sei deshalb von großer Bedeutung, mahnte Bundeskanzlerin Angela Merkel an. Der „Schlüssel zur Überwindung der Pandemie“ sei „natürlich die Impfung“, so Merkel. „Allen Bürgerinnen und Bürgern bis Ende des Sommers ein Impfangebot machen zu können“ sei immer noch das Ziel.
Bester Schutz gegen die Delta-Variante ist das Impfen.
Eine Impfung sei „nach allem, was die Wissenschaft bisher einschätzen kann, auch der beste Schutz vor der Delta-Variante“.
Die Delta-Variante hat ihren Feldzug um die Welt* längst angetreten: In Großbritannien dominiert bislang die Alpha-Variante (B.1.1.7) das Infektionsgeschehen. Doch deren Anteil schrumpft – von ehemals 90 auf 74 Prozent – zugunsten der Delta-Variante. Nach einer erfolgreichen Impfkampagne hat der Inzidenzwert erneut die 100 überschritten.
Corona-Mutation könnte bald Europa dominieren
Das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) rechnet mit einem starken Anstieg der Delta-Variante in Europa. Sie könnte bis Ende August für 90 Prozent der Corona-Neuinfektionen in der EU verantwortlich sein*. „Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Delta-Variante während des Sommers erheblich zirkulieren wird, besonders unter jüngeren Menschen, die nicht geimpft werden“, erklärte Andrea Ammon, Leiterin ECDC, laut der Tagesschau.
Schätzungen der EU-Behörde zufolge ist die erstmals in Indien nachgewiesene Variante um 40 bis 60 Prozent ansteckender als die Alpha-Variante. Es sei „sehr wichtig, die Impfkampagne mit hohem Tempo voranzutreiben“, um der Ausbreitung der hochansteckenden Variante B.1.617.2 entgegenzuwirken, erklärt das ECDC.
Experten zur Delta-Variante: Bei Lockerungen vorsichtig sein
In Europa seien laut der Behörde bislang rund 30 Prozent der über 80-Jährigen und etwa 40 Prozent der über 60-Jährigen noch nicht vollständig geimpft. Ammon betonte: „In diesem Stadium ist es entscheidend, dass die zweite Impfdosis innerhalb des zulässigen Mindestzeitraums nach der ersten Dosis verabreicht wird.“
Kann zu einem schnellen und deutlichen Anstieg führen.
Bei Lockerungen der Corona-Beschränkungen* müsse man vorsichtig sein, mahnte das ECDC. Dies könnte zu „einem schnellen und deutlichen Anstieg“ der Infektionen in allen Altersgruppen führen. Die Folge: Krankenhausaufenthalte und Todesfälle könnten zunehmen, dasselbe Niveau wie im Herbst 2020 erreichen. „Falls keine zusätzlichen Maßnahmen ergriffen werden“, so die EU-Behörde. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.
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