Unwetterartige Regenfälle

Feuerwehr im Großeinsatz: Straßen und Keller in Niedersachsen laufen voll

Mitglieder der Feuerwehr pumpen Wasser nach starken Regenfällen aus einem vollgelaufenen Keller ab.
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Starkregen in Ostfriesland und im Kreis Lüneburg haben Freitag und Samstag für heftige Überschwemmungen gesorgt. (Symbolbild)

Heftiger Regenfall hat den Feuerwehren in Teilen Niedersachsens viel Arbeit in der Nacht zu Samstag beschert. Keller wurden leer gepumt, Häuser gesichert.

Aurich/Lüneburg – Heftiger Starkregen* in Südbrookmerland hat die Feuerwehr in der Nacht von Freitag auf Samstag, 11. September 2021, auf Trab gehalten und zu zahlreichen Überschwemmungen geführt. Bereits am Freitagabend sorgte unwetterartiger Regen für überflutete Straßen, Keller und Grundstücke, berichtet die Nachrichtenagentur dpa unter Berufung auf die Feuerwehr. Auch in anderen Teilen in Niedersachsen sorgte das Wetter für eine unruhige Nacht.

Gemeinde in Niedersachsen:Südbrookmerland
Fläche:96,82 Quadratkilometer
Einwohner:18.302 (Stand: 31. Dezember 2020)
Vorwahl:04942
Bürgermeister:Friedrich Süßen (SPD)

Wie die Feuerwehr berichtet, soll das Wasser in manchen Häusern bis zu 40 Zentimeter hoch gestanden haben. Es wurde zwar laut dem jetzigen Stand niemand bei dem Unwetter verletzt, ein Gebäude in der Gemeinde Südbrookmerland ist aber nach dem heftigen Unwetter unbewohnbar.

Straßen und Keller in Niedersachsen laufen voll: 120 Feuerwehrkräfte sind in Ostfriesland im Einsatz

Rund 120 Einsatzkräfte der Feuerwehr waren in Ostfriesland im Einsatz und versuchten, den Wassermassen Herr zu werden. Einzelne Häuser wurde von den Rettungskräften mit Sandsäcken gesichert, wobei die Feuerwehrleute tatkräftige Unterstützung vonseiten der Landwirte bekamen. Dank dem Einsatz von Güllewagen, die durch ihre enorme Saugkraft mehrere Tausend Liter Wasser aufnehmen können, gelang dies recht zügig.

Der Einsatzleitwagen der Feuerwehr Südbrookmerland koordinierte bis in die frühen Morgenstunden des Samstags fünf Feuerwehren und insgesamt 15 Traktoren.

Auch in Lüneburg gab es wegen Starkregens in der Nacht zu Samstag mehr als 70 Einsätze der Feuerwehr. Wegen der Sonderlage wurde eine kommunale Einsatzleitung einberufen und am Freitag um 20:30 Uhr bereits der Stadtalarm ausgelöst, der alle Kräfte in Lüneburg alarmierte.

Unwetter in Niedersachsen: 200 Feuerwehrleute in Lüneburg im Einsatz

Die heftigen Niederschläge hatten in der Region südlich von Hamburg am Abend zu Wasserschäden im gesamten Landkreis geführt, wie die Feuerwehr mitteilte. Aufgrund der hohen Zahl der Einsätze wurden die Helfer von Kräften aus den Nachbargemeinden unterstützt. Insgesamt waren rund 200 Feuerwehrleute beteiligt.

Heftige Unwetter sollen nach der Annahme von Wissenschaftlern in Zukunft vermehrt auftreten*. So wurde beispielsweise Ende Juni eine Gemeinde im Landkreis Wittmund fast komplett von Regenmassen überflutet. Rund 14 Tage später folgte die Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz, NRW und Bayern*. Auch in Bremen war die Feuerwehr am Freitag nach heftigen Regenfällen im Dauereinsatz. Unterdessen sind in Italien zwei Menschen bei einem Tornado ums Leben gekommen. * kreiszeitung.de und merkur.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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