Neue Coronavirus-Regel
Gnadenlos: Heide Park löscht Erinnerungsfoto, wenn Besucher keine Maske tragen
Fliegende Haare, das Gesicht zum Schrei verzerrt: Erinnerungsfotos aus Freizeitparks sind was Feines. Im Heide Park Soltau gibt es allerdings eine neue Regel.
Soltau – Erinnerungsfotos von der Achterbahnfahrt und Co. sind die einzigen, auf denen wirklich jeder bescheuert aussieht. Trotzdem sind sie ein absolutes Muss nach jedem Freizeitparkbesuch.
| Themenpark | Heide Park Soltau |
| Eröffnung | 19. August 1978 |
| Fläche | 85 ha |
| Beschäftigte | 980 |
Heide Park Soltau löscht Fotos, wenn Gäste keine Maske tragen
Im Heide Park Soltau gibt es nun allerdings verschärfte Regeln für die Fotos – wegen Corona. Wenn die Besucher auf der Aufnahme keine Maske tragen, bekommen sie ihr Foto nicht ausgehändigt. Wie die „Bild“ berichtet, werden zahlreiche Familien, die ihr Foto abholen wollen, weggeschickt. Denn sobald ein Familienmitglied seinen medizinischen Mund-Nasen-Schutz nicht trägt, wird das Foto endgültig gelöscht. Auch dann, wenn die Maske nur aus Versehen verrutscht ist – was beispielsweise bei einer wilden Wildwasserbahnfahrt ja schon mal passieren kann.
Heide Park: Viele Besucher nehmen Maske im Fahrgeschäft ab
Der Heide Park Soltau, der vorerst ohne sein Highlight Colossos öffnen musste, ist bei dieser neuen Regel knallhart. Auch Besucher, die regelrecht flehen, ihr Foto zu bekommen, werden von den Park-Mitarbeitern weggeschickt. Der Grund: Viele Besucher tragen zwar im Heide Park und in den Warteschlangen vor den Fahrgeschäften wie vorgeschrieben ihre Maske, nehmen sie dann aber im Fahrgeschäft ab. Das ist ein Regelverstoß, den der Heide Park bestraft, in dem er die Erinnerungsfotos nicht rausrückt.
Rund 10 Euro pro Fotoabzug im Heide Park
Viele Besucher würden das aber erst nach der Fahrt erfahren, da es kaum sichtbare Hinweise auf diese Maßnahme gebe, berichtet die „Bild“. Doch ist das konsequent oder übertrieben? Aerosol-Forscher weisen schon seit Monaten daraufhin, dass die Corona-Ansteckungsgefahr in Innenräumen am größten ist. Im Freien seien Ansteckungen sehr selten. Erst recht, wenn man in einer Achterbahn mit 50 Stundenkilometern oder mehr durch Loopings und Kurven brettert.
Ob die Maßnahme des Heide Parks tatsächlich Sinn macht oder nur symbolisch eine „Bestrafung“ für Maskenlose im Fahrgeschäft darstellt, sei dahingestellt. Fakt ist, dass dem Park immerhin viel Geld durch die Lappen geht. Denn die Erinnerungsaufnahmen kosten rund 10 Euro pro Abzug.
Kein Foto ohne Maske: Heide Park muss Kritik einstecken
Verstehen können diese Regel nur die wenigsten. In den sozialen Medien bekommt der Heide Park Soltau, der trotz Einschränkungen nach wie vor beliebt ist, viel Kritik. „Es war geplant, in den Ferien zu euch zukommen, aber euer Maskentheater könnt ihr ohne uns veranstalten“, schreibt ein Instagram-User. „Lächerlicher Park, ihr raubt den Kindern erneut den Spaß nach so ‚ner schwierigen Zeit“, so ein weiterer. Was sich bei dem Thema wohl alle denken, wie eine weitere Userin auf Instagram: „Wieso sollte man ein Foto mit Maske haben wollen? Entweder ohne Maske oder gar keins.“
Laut eigenen Angaben war der Heide Park Soltau der erste Freizeitpark in Deutschland, der seine Tore am 1. Mai wieder öffnen durfte. Die Betreiber hatten sich das Recht dazu vor dem Verwaltungsgericht Lüneburg erstritten, mussten aber ein strenges Hygienekonzept durchsetzen. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.
Rubriklistenbild: © Heide Park Resort
