„Das ist Tierquälerei!“
Hund vegetarisch ernähren: Das kostet in England bis zu 20.000 Euro Strafe
Vegetarische Ernährung von Hunden liegt bei zahlreichen Haltern im Trend. Das ist laut Tierärzten nicht nur „Tierquälerei“ – es kann auch unter Strafe stehen.
Großbritannien – Vegetarisch, selbstgemachtes Futter aus Biofleisch oder doch lieber die guten alten Pellets? Bei der Ernährung ihrer geliebten Fellknäuel scheiden sich bei Hundebesitzern bekanntermaßen die Geister. Vor allem Halter, die sich selbst vegan beziehungsweise vegetarisch ernähren, wollen ihre Haustiere dazu zwingen, dasselbe zu tun – mit katastrophalen Folgen, die ein tiefes Loch ins eigene Portemonnaie reißen könnten.
| Tier: | Hund |
| Wissenschaftlicher Name: | Canis lupus familiaris |
| Lebenserwartung: | 10 – 13 Jahre |
| Höhe: | 15 – 110 cm (Schulterhöhe) |
| Tragzeit: | 58 – 68 Tage |
| Täglicher Schlafbedarf: | 12 – 14 Stunden (Erwachsener) |
Hunde vegetarisch füttern verboten: In Großbrittanien können Hundebesitzer strafrechtlich verfolgt werden
Seit 2006 heißt es in Großbritannien laut Tierschutzgesetz, dass die süßen Vierbeiner nicht nur in einer geeigneten Umgebung leben und vor Schmerzen, Leid, Verletzungen und Krankheiten geschützt werden, sondern auch mit einer „geeigneten Ernährung“ gefüttert werden müssen. Haustierbesitzer können demnach strafrechtlich verfolgt werden, wenn dies nicht der Fall ist. Blöd, wenn der Halter von Bello ausgerechnet dann auf die Idee kommt, seinen Hund auf eine Veggie-Diät zu setzen.
Der Grund dahinter ist eigentlich einfach wie simple: Zahlreiche Menschen sind bei ihrer Ernährung sowie auch bei der Wahl ihres Fortbewegungsmittels zunehmend wählerischer geworden, oft getrieben von dem Wunsch, ihren CO2-Fußabdruck zu reduzieren, wie auch Kawasaki mit der Einführung von E-Motorrädern.
Dieses Klima-Bewusstsein ist gerade bei Veganern und Vegetariern, die meist der Umwelt zuliebe auf die harte Ernährung umgestellt zu haben, breit vertreten. Während Ex-Fußballgott Uli Hoeneß zuletzt mit der veganen Ernährung abrechnete, demonstrierten zuletzt Vegan-Fans den ihnen oft unterstellten „Militantismus“ eindeutig: Zum Beispeil ging eine Veganerin auf einen Supermarkt los, weil er sie zum Fleischverzehr verführt habe. Eine andere wiederum ging vor Gericht gegen ihren fleischgrillenden Nachbarn vor, während eine vegane Braut kurzerhand ihre fleischessende Familie als „Mörder“ von ihrer Hochzeit auslud.
Hunde vegetarisch ernähren: Gefängnis und Geldstrafe – Hundebesitzer werden für falsche Ernährung bestraft
Doch nun blühen den Haustierbesitzern, die ihren Wauwau vegan ernähren, in Großbritannien saftige Strafen. Ihnen könnte laut „Sun“-Angaben nicht nur der Vierbeiner weggenommen oder der Besitz von Tieren immer wieder verboten werden, sondern sie müssen auch mit Gefängnisstrafen von bis zu 51 Wochen und Geldstrafen von bis zu 20.000 Pfund (umgerechnet ca. 23.713 Euro) rechnen.
„Wenn Ihr persönliches Glaubenssystem bedeutet, dass Sie kein tierisches Protein essen möchten, ist das in Ordnung, aber diese Ernährung ist nicht darauf ausgelegt, die Tierschutzstandards Ihres Haustieres zu erfüllen“, so Daniella Dos Santos, Präsidentin der British Veterinary Association (BVA).
Vegane Tierhaltung – Tierärztin klar dagegen, weil es Tierwohl schadet: „Das ist Tierquälerei!“
Nach Angaben des deutschen Vegetarierbunds ProVeg ernähren sich in Deutschland aktuell rund 1,3 Millionen Menschen rein pflanzlich. Laut Schätzungen sollen pro Tag rund 200 Veganer hinzukommen. Doch was für viele wie ein neuer Food-Trend ausschaut, ist für viele Vierbeiner schlicht und einfach gefährlich.
„Fleischlose Fütterung von Hund und Katze ist nicht richtig. Das ist Tierquälerei!“, so die Frankfurter Tierärztin Astrid Behr gegenüber Focus Online. Denn: „Hunde benötigen rund 60 Prozent tierisches Eiweiß.“ Aus eben diesem Grund sei es ihrer Ansicht nach weiter wichtig, Fleisch in die Ernährung seines geliebten Vierbeiners einzubauen, damit Bello mit essenziellen und gut verwertbaren Aminosäuren, Vitaminen und Mineralstoffen versorgt werden.
Vor allem eine vegane Ernährung und damit das Weglassen von Milchprodukten kann für Hunde lebensgefährliche Konsequenzen mit sich ziehen. „Den Tieren droht ein enormer Nährstoffmangel, was schlimme gesundheitliche Folgen haben kann: die Knochen, die Muskeln, das Immunsystem und der Stoffwechsel könnten beeinträchtigt werden“, warnt Astrid Behr gegenüber Focus Online. * 24hamburg.de und kreiszeitung.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.
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