Delta-Variante wütet
Corona-Inzidenz in Russland: Rekordzahlen an Toten nach EM-Spiel
Die Delta-Variante wütet in Russland. Das Land verzeichnet einen Höchstwert an Toten, die durch die Pandemie gestorben sind. Ein EM-Spiel steht nun im Fokus.
St. Petersburg – Die Corona-Lage in Russland verschärft sich jeden Tag aufs Neue. Im Mittelpunkt der Neuinfektionen steht Sankt Petersburg. Hier hatte am Freitag, 2. Juli 2021, das EM-Viertelfinalspiel zwischen der Schweiz und Spanien stattgefunden. Eine Partie, bei der viele Fans keine medizinische Schutzmaske trugen.
| Land: | Russland |
| Präsident: | Wladimir Putin |
| Hauptstadt: | Moskau |
| Fläche: | 17.130.000 km² |
| Bevölkerung: | 144,4 Millionen (2019) |
| Währung: | Russischer Rubel |
Inzidenz in Russland: 25.000 Neuinfektionen an einem Tag – EM-Spiel in St. Petersburg ist schuld
Am Sonntag, 4. Juli 2021, registrierten die Behörden in Russland mehr als 25.000 Corona-Neuinfektion binnen 24 Stunden. So viele, wie seit Anfang Januar 2021 nicht mehr. Seitdem waren im Zusammenhang mit dem Coronavirus* 663 Menschen in Russland gestorben.
Es ist vor allem die hochansteckende, sich rasend schnell ausbreitende Delta-Variante*, die Russland in Atem hält. Deswegen hat das Robert Koch-Institut (RKI) das Land bereits Ende Juni als Virusvariantengebiet eingestuft. Hierzu zählt auch das arg von der Delta-Variante gebeutelte Großbritannien* sowie bis zuletzt Portugal, wo sogar die Hauptstadt Lissabon abgeriegelt werden musste.
Inzidenz in Russland: Corona-Neuinfektionen und Todesfälle steigen an
Doch zurück zur Corona-Lage in Russland. Neben der Hauptstadt Moskau ist vor allem St. Petersburg schwer von der Pandemie betroffen. Schuld hieran ist nicht zuletzt die EM-Partie zwischen der Schweiz und Spanien. Bilder aus den jeweiligen Fanzonen zeigten, dass viele Fans ohne vorgeschriebene Maske unterwegs waren.
Das angesprochene Viertelfinalspiel der Europameisterschaft 2021 fand am Freitag, 2. Juli 2021, statt. Nur einen Tag später wurden in Moskau 111 Todesfälle sowie mehr als 7600 Neuinfektionen vermeldet. Demgegenüber stehen 104 Tote und 1800 neue Corona-Fälle in St. Petersburg.
Corona in Russland: Hohe Infektionszahlen, überlastete Krankenhäuser – doch Russland vermeidet landesweiten Lockdown
Obwohl die russische Regierung weitere Tageshöchststände erwartet, will der Kreml keinen landesweiten Lockdown beschließen. Aufgrund hoher Infektionszahlen und der Überlastung der Krankenhäuser gibt es aber zumindest in einzelnen Regionen zunehmende Einschränkungen des öffentlichen Lebens.
Derzeit dürfen die Menschen in Russland nur noch mit einem negativen PCR-Test oder als Geimpfte mit einem QR-Code ein Restaurant betreten. Zudem werden Arbeitgeber vieler Bereiche in Moskau dazu verpflichtet, Impfungen ihrer Mitarbeiter durchzusetzen. * kreiszeitung.de und 24hamburg.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.