Grüne wählen Doris Gerken als Kandidatin
Von vielen Themen für den Landtag betroffen
Landkreis - „Den Bürgerinitiativen gegen Gasförderung den Rücken stärken, die Lebens- und Berufschancen von Frauen weiterentwickeln, Kultur in der Region fördern, Mobilität im ländlichen Raum für alle voranbringen und die Agrarwende vorantreiben.“ Die Liste der Themen, die Doris Gerken am Herzen liegen, ist lang. Für all das will sie sich in Hannover stark machen, wenn sie, bei der Wahl im Januar einen Sitz im Landtag erringt.
Der Kreisverband von Bündnis 90 / Die Grünen gab der Verdenerin ein klares Votum und machte sie zur Kandidatin. Im Alten Schulhaus in Verden-Dauelsen fiel die Entscheidung ohne Gegenstimmen, schreibt die Partei in einer Pressemitteilung.
Die Diplom-Soziologin Doris Gerken ist schon lange politisch engagiert. In den zurückliegenden zehn Jahren als Kreistagsmitglied und Stadträtin in Verden. Als stellvertretende Bürgermeisterin lernte sie Verden von vielen verschiedenen Seiten kennen. Aktuell vertritt sie die Stadt im Kreisfrauenrat.
„Steigende Erdölpreise sind Zündstoff“
„Das Leben in einem ländlichen Wahlkreis bringt viele Themen mit sich, für die sie landesweit kämpfen möchte“, erklärt der Kreisverband
in der Pressemitteilung. „Die Agrarwende mit Ställen für mehr Tierwohl, weniger Pestizideinsatz, mehr Trinkwasserschutz darf auf keinen Fall ausgebremst werden. Wir haben schon einiges erreicht. Das darf nicht wieder verloren gehen“, habe sich Doris Gerken zur Aufgabe gemacht.
Auch den Gasförderunternehmen müsse man nach wie vor streng auf die Finger gucken: „Steigende Erdölpreise sind Zündstoff, machen die Erdgasförderung vor Ort wieder lukrativ.“ Gerken habe dabei aber vor allem die negativen Auswirkungen für das Land und die Bewohner im Blick. „Die Regelungen zur konventionellen Erdgasförderung sind für Niedersachsens Sandgesteinslagerstätten fast ein Erlaubnisschein für die Bodenausbeute auch mit Chemie. Hier müssen wir erst recht aufpassen.“
Diese Bundesgesetze mit den Möglichkeiten der Landesgesetzgebung zu lenken, zu reglementieren, und zu überwachen zum Schutz von Trinkwasser, Boden, Luft und Umwelt – dafür brauche es starke Grüne im Landtag. „Und wir hier sind hoch betroffen. Es muss Vertreter dieser Region in Hannover geben, die ein gewichtiges Wort mitsprechen können.“
Doris Gerken gründete Anfang der 90er-Jahre das „Kulturforum Grüne Gilde“ in Hagen-Grinden und brachte damit viele Impulse für eine lebendige, vielseitige Kultur in die Region. Den ländlichen Raum lebenswert zu machen, ist aber nur ein Teil ihrer Ambitionen. Viele Frauen kennen die Diplom-Soziologin als Dozentin verschiedener Bildungsträger. Dort gilt auch heute ihr Engagement der beruflichen Bildung und der Wiedereingliederung von Frauen in den Beruf.
Seit mehr als zehn Jahren arbeitet sie im Jobcenter Verden, informiert und begleitet Menschen, die von Arbeitslosengeld II (Hartz IV) leben müssen.