Neue Corona-Regeln

Corona-Regeln im Supermarkt: Aldi verzichtet auf Maskenpflicht

Ab Sonntag, 3. April, gelten neue Corona-Regeln. Damit fällt die Maskenpflicht in Supermärkten, auch bei Aldi. Ist das wirklich schon das Masken-Ende?

Hannover – Als die Maskenpflicht zu Beginn der Corona-Krise eingeführt wurde, war es kaum vorstellbar, wie lange sie ein Thema sein würde. Rund zwei Jahre später gehört sie mittlerweile zum selbstverständlichen Alltag dazu. Doch mit den neuen Corona-Regeln am 3. April 2022, die in fast allen Bundesländern greifen, geht ein Kapitel zu Ende. Die Maskenpflicht fällt bundesweit in weiten Teilen, damit auch in den Supermärkten. Tragen wir bald alle keine Maske mehr beim Einkaufen?

StadtHannover
Einwohner532.163
Fläche 204 Quadratkilometer
Höhe55 m

Maskenpflicht im Supermarkt fällt: Jetzt entscheiden die Inhaber

Klar ist, eine Maske schützt die Gesundheit von vielen Menschen, denn Corona ist noch nicht vorbei. Zwar ist trotz hoher Inzidenz die Hospitalisierungsrate recht gering. Doch in den vergangenen Tag gab es in vielen Ländern, darunter auch in Niedersachsen laut Robert Koch-Institut wieder einen leichten Anstieg. Auch wenn die staatlichen Corona-Maßnahmen das Tragen einer Maske im Supermarkt und an vielen anderen Orten nicht mehr vorsehen, scheint der Aufwand für den gesundheitlichen Nutzen recht gering zu sein.

Ab dem 3. April fällt die Maskenpflicht im Supermarkt.

Auch wenn der Bund und die Länder den Supermärkten keine Maskenpflicht mehr vorschreiben, dürfen die Inhaber und Inhaberinnen selbstverständlich weiterhin vom Hausrecht Gebrauch machen und individuell eine entsprechende Regelung festlegen. Dann ist das Tragen einer Maske auch weiterhin Pflicht.

Aldi verzichtet auf Maskenpflicht – empfiehlt Kunden aber eine zu tragen

Bei Aldi entfällt die Pflicht eine Maske zu tragen, eine Regelung in der Hausordnung gebe es demnach nicht für derartige Maßnahmen. Doch eine Empfehlung bestehe weiterhin: „Sofern nun keine rechtlichen Vorgabe mehr existieren, empfehlen wir unseren Mitarbeitern und Kunden, auch weiterhin freiwillig eine Maske zu tragen“, erklärt Serra Schlesinger, Leiterin Unternehmenskommunikation von Aldi-Nord gegenüber kreiszeitung.de.

Doch wie sieht das an Corona-Hotspots aus? Denn dort könnten unter Umständen noch schärfere Corona-Regeln gelten als im Rest der Bundesrepublik. „Dort, wo die Verordnungen auch weiterhin eine Maskenpflicht als Schutzmaßnahme vorsehen, setzen wir diese auch auf jeden Fall weiter um – so wie alle weiteren Maßnahmen, die vorgegeben sind“, so Serra. Zuletzt kündigten Aldi und andere Unternehmen an, dass die Lebensmittel in Supermärkten ab Montag „signifikant teurer“ werden.

Trotz Maßnahmen-Ende: Experten raten weiterhin zum Tragen einer Maske

Experten raten weiterhin die FFP2-Maske zu tragen: „Wenn Sie sich und andere vor Ansteckung schützen wollen, sollten Sie auf jeden Fall eine Maske tragen“, erklärte der Physiker Eberhard Bodenschatz vom Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation in Göttingen gegenüber der dpa. Der Schutz sei sinnvoll, da es sehr wahrscheinlich sei, dem Virus ausgesetzt zu sein. Am besten sei eine Maske mit guter Filterung und einem guten, dichten Sitz auf dem Gesicht.

„Bei dem aktuellen Infektionsgeschehen und der Dominanz der Omikron-Variante macht nur die FFP2-Maske Sinn“, betont Virologe Bartenschlager. Präsident der Deutschen Gesellschaft für Virologie. „Die Stoffmaske wird nicht viel nützen, der Mund-Nasen-Schutz etwas mehr, aber deutlich weniger als FFP2.“ * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. (mit dpa-Material)

Rubriklistenbild: © dpa/Sven Hoppe

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