Neue Machbarkeitsstudie
Neue Fähre: Verbindung ab Cuxhaven könnte Verkehr im Norden massiv entlasten
Bis 2021 waren Cuxhaven und Brunsbüttel über eine Elb-Fähre verbunden. Nun gibt eine neue Studie Hoffnung, dass der Betrieb wieder aufgenommen werden könnte.
Cuxhaven – Bereits vor 120 Jahren – nämlich am 26. Februar 1904 – wurde der Fährverkehr zwischen der Nordsee-Stadt Cuxhaven mit dem längsten Sandstrand in Niedersachsen und Brunsbüttel in Schleswig-Holstein aufgenommen. Doch schon seit Ende 2021 wird die Traditionsstrecke nicht mehr bedient. Nun gibt eine neue Machbarkeitsstudie Hoffnung, dass eine wirtschaftlich tragfähige Lösung gefunden werden kann – und ein neuer Fährbetrieb zukünftig den Verkehr im Norden deutlich entlasten könnte.
Neue Fährverbindung zwischen Brunsbüttel und Cuxhaven: Studie über Neustart
Die wichtige Fährroute Brunsbüttel–Cuxhaven, die Dithmarschen mit Cuxhaven und damit dem Elbe-Weser-Dreieck über die Unterelbe verbindet, wurde bereits von diversen Reedereien bedient, zuletzt vom Unternehmen Elbferry GmbH, die jedoch Ende 2021 Insolvenz anmeldete. Ebenso wie die weiter elbaufwärts verkehrende Elbfähre Glückstadt–Wischhafen verband sie die Bundesländer Schleswig-Holstein und Niedersachsen.
Nun aber fehlt eine verlässliche Verkehrsanbindung, die einen kurzen und verlässlichen Weg über die Elbe ermöglicht. Bisherige Versuche, die Fährlinie dauerhaft zu etablieren, sind aus wirtschaftlichen Gründen gescheitert. Die jetzt veröffentlichte Machbarkeitsstudie gibt jedoch Anlass zur Hoffnung: Ein wirtschaftlich rentabler Fährbetrieb zwischen den beiden Städten sei grundsätzlich möglich, schließt der Bericht.
Uwe Santjer, Oberbürgermeister der Stadt Cuxhaven, erklärte, „dass nicht nur die Einwohner und die Wirtschaft in Cuxhaven von einer getakteten Verbindung über die Elbe partizipieren. Auch für den nachhaltigen Tourismus in der Region eröffnen sich damit zusätzliche Perspektiven.“
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Neue Fähre über die Elbe: Studie zeigt Machbarkeit, aber auch Herausforderungen
Thorsten Krüger, Landrat des Landkreises Cuxhaven, bekräftigt: „Damit würden wir aus einer Randlage in unseren Bundesländern und der Metropolregion Hamburg herausrücken und die Potenziale beider Elbseiten für eine dynamische Entwicklung verbinden.“
Die Studie zeigt aber auch, dass ein rentabler Fährbetrieb mit einigen Hürden versehen ist: Hohe Investitionskosten für den Neubau eines Fährschiffs – geschätzt zwischen 30 und 50 Millionen Euro – sowie steigende Kraftstoffkosten. Zudem gebe es keine EU-Förderungen für das Projekt.
Diesel für Fährverbindung am günstigsten – aber Wasserstoff-Antrieb gehört die Zukunft
Abschließend bilanziert der Bericht, dass eine langfristige Lösung der Fährverbindung zwischen Brunsbüttel und Cuxhaven nur über umweltfreundliche Antriebstechnologien möglich wäre: „Als günstigste Variante wurde der Einsatz von Bio-Diesel, gefolgt von Bio-LNG und Bio-Methanol identifiziert. Es wird erwartet, dass bei den strombasiert erzeugten Schiffskraftstoffen der Einsatz von E-Wasserstoff mit den geringsten Gesamtkosten einhergeht“.
Derzeit sei zwar Diesel die günstigste Option, allerdings würde das den CO₂-Zielen bis 2050 nicht gerecht werden. In Cuxhaven wird bereits Wasserstoff für den Antrieb des Versorgungsschiffes „Coastal Liberty“, das zwischen Cuxhaven und der Bohrinsel Mittelplate in der Elbmündung verkehrt, produziert. Dieses könne perspektivisch für den Fährbetrieb genutzt werden, doch diese Technologie ist aktuell noch teuer.
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