Bei bestem Wetter
Mehr als 15.000 Besucher bei Duhner Wattrennen
Cuxhaven - Beim traditionellen Duhner Wattrennen sind am Sonntag 110 Starter mit ihren Pferden ins Rennen gegangen.
Strahlender Sonnenschein und ein leichter Wind sorgten für einen Besucheransturm: "Es sind weit mehr als die erwarteten 15 000 Zuschauer gekommen, Watt und Promenade sind sehr gut besucht", sagte Sprecher Ralf Drossner. Auch Umweltminister Olaf Lies (SPD) verfolgte das ungewöhnliche Pferderennen.
Auf dem Programm standen fünf Trab- und sechs Galopprennen, die innerhalb der sechsstündigen Ebbezeit absolviert wurden. Höhepunkt war das Rennen um den Wanderpokal des niedersächsischen Ministerpräsidenten. Die Strecke ist ein 1200 Meter langes Oval auf dem Meeresboden vor Cuxhaven, die Rennen gehen über unterschiedliche Distanzen.
Das Wattrennen wurde in der Vergangenheit immer wieder von Tierschützern kritisiert. "Es ist zwar positiv, dass Amtsveterinäre in diesem Jahr verstärkt die Einhaltung des Tierschutzes beim Duhner Wattrennen überwachen wollen", sagte Esther Müller, Fachreferentin für Pferde beim Deutschen Tierschutzbund, diese Woche. Wer aber genau hinsehe, müsse erkennen, dass die Grenzen zwischen Sport und Tierquälerei inmitten dieses und ähnlicher Events verschwimmen.
Der Sprecher des Wattrennens, Ralf Drossner, sagte, die Pferde würden strengstens von Veterinären des Landkreises und auch des Veranstalters selbst kontrolliert. "Es wird hier keine Ohrstöpsel oder Zungenbänder geben", versicherte er. Die Organisation Peta hatte mehrfach Strafanzeige wegen verbotener Hilfsmittel gestellt, die Ermittlungen waren aber von der Staatsanwaltschaft Stade eingestellt worden.
dpa

