Zuerst im Jahr 1218 erbaut
Mittelalterlicher Aussichtsturm in Niedersachsen überrascht: Mit diesem Ausblick rechnet keiner
An Land zwischen Nordsee und Weser liegt ein historisches Juwel. Der Ochsenturm von Imsum war einst ein wichtiges Seezeichen: Heute kann man ihn besichtigen.
Imsum – Dieser Turm, der zwischen der Nordsee und Wesermündung liegt, hat es in sich: Das Bauwerk überzeugt nicht nur aufgrund seiner interessanten Geschichte oder wegen der Sage, die sich um den Ort rankt. Nein, der Ochensturm war auch ein bedeutendes Seezeichen. Er kann heute noch touristisch genutzt werden.
Der Ochsenturm von Imsum: Aussichtsturm und Wahrzeichen mit mittelalterlicher Geschichte
Der Ochsenturm in Imsum beeindruckt als historisches Bauwerk mit einer langen Vergangenheit. Er ist der letzte Überrest der mittelalterlichen Bartholomäuskirche und befindet sich auf einer Warft hinter dem Deich der Außenweser. Schriftliche Quellen berichten, dass die ursprüngliche Kirche im Jahr 1218 erbaut wurde. Übrigens gilt auch ein grünes Juwel an der Nordsee als ein echter Geheimtipp.
Um sich vor Sturmfluten zu schützen, errichtete man die Kirche auf einer Warft, da es damals noch keinen Deich gab. Sie war den Heiligen Bartholomäus und Nikolaus geweiht und bestand aus einem rechteckigen Feldsteinbau mit einem eingezogenen quadratischen Chor. Um das Jahr 1500 wurde der Turm mit Klosterbacksteinen erhöht und erhielt seine markante Form.
Bedeutendes Seezeichen: Turm für die Schifffahrt kilometerweit zu sehen
Laut imsum.de diente der Ochsenturm über Jahrhunderte als bedeutende Landmarke für die Schifffahrt auf der Weser. Nachdem die Kirche 1875 durch einen Blitzeinschlag zerstört wurde, riss man sie zwanzig Jahre später wegen Baufälligkeit ab. Der Turm blieb jedoch erhalten, wobei man die Turmspitze entfernte und die entstandene Plattform mit einer Betonplatte versah.
Im Jahr 1990 wurde der unter Denkmalschutz stehende Ochsenturm renoviert. Heute zieht der Turm viele Besucher an, die von der Aussichtsplattform einen einzigartigen Blick über die Weser und das Watt genießen können. Bei klarer Sicht lassen sich sogar Schiffe in weiter Ferne erkennen. Auch der Friedhof unter dem Turm ist für Besucher einsehbar.
Seine Funktion als Seezeichen hat der Ochsenturm längst verloren. Dafür kann man ihn nun besichtigen. Im Inneren des Turms können Besucher eine Holztreppe erklimmen, die zur Aussichtsplattform führt. Es gibt einige PKW-Parkplätze in der Nähe des Turms, und der Weser-Radweg, der meistbefahrene Radweg Deutschlands, führt direkt daran vorbei.
Die Legende vom Ochsenturm: Deshalb wurde der Sage nach der Turm errichtet
Eine faszinierende Legende erzählt von der Entstehung des Turms. Der Überlieferung nach konnten sich die Dorfbewohner nicht auf einen Standort für ihre neue Kirche einigen. Um den Streit zu lösen, banden sie zwei gleichstarke Ochsen zusammen und ließen sie laufen. An der Stelle, an der die Tiere sich zuerst niederlegten, sollte die Kirche gebaut werden, berichtet die Tourismuszentrale Cuxland. Diese Geschichte verlieh dem Turm seinen Namen und ist bis heute ein beliebter Teil der lokalen Folklore.
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