57-Jähriger unter Verdacht
Tote in Northeimer Maisfeld: Freigänger soll Frau ermordet haben
Es kommt Bewegung in den Fall einer getöteten Frau im niedersächsischen Northeim. Die Polizei ermittelt gegen einen Freigänger, der bereits seit 1987 betreut wird.
Moringen (Northeim) – Am letzten September-Wochenende 2021 wurde eine Frau tot in einem Maisfeld im niedersächsischen Landkreis aufgefunden. Seitdem ermittelt die Polizei, es wird von einem Tötungsdelikt ausgegangen. Am Donnerstag, 30. September 2021, gibt es hinsichtlich dieser Ermittlung Neues zu vermelden: Ein Tatverdächtiger wurde ermittelt.
| Stadt in Niedersachsen: | Northeim |
| Höhe: | 120 m |
| Fläche: | 145,7 km² |
| Postleitzahl: | 37154 |
| Bevölkerung: | 29.980 (31. Dez. 2008) |
| Vorwahl: | 05551 |
Tote Frau im Maisfeld im Landkreis Northeim: Polizei macht Tatverdächtigen aus
In einer Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Göttingen heißt es, dass ein begründeter Tatverdacht gegen einen 57-Jährigen vorliegt, der im Maßregelvollzug untergebracht ist. Aufgrund der derzeitigen Beweislage würde dieser im Verdacht stehen, „während gewährter Lockerungen die 64-jährige Frau getötet zu haben“.
Weiter heißt es, dass der Beschuldigte „bereits zeitnah nach Auffinden des leblosen Körpers der Verstorbenen“ in den „gesondert gesicherten und geschlossenen Bereich des Maßregelvollzugszentrum“ in Moringen verlegt wurde. Bereits 1987 wurde der Mann durch ein Urteil des Landgerichts Göttingen „wegen eines im Zustand erheblich verminderter Steuerungsfähigkeit begangenen versuchten Tötungsdelikts zu einer Freiheitsstrafe verurteilt“.
Dringender Tatverdacht: Möglicher Mörder seit 1987 in psychiatrischer Behandlung
Zudem wurde die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus angeordnet. Deswegen würde sich der Untergebrachte derzeit auch im Maßregelvollzugszentrum befinden. Da ein dringender Tatverdacht besteht, hat die Staatsanwaltschaft Göttingen „die Anordnung der einstweiligen Unterbringung des Beschuldigten in einem psychiatrischen Krankenhaus bei dem Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Northeim beantragt“.
Bislang hat das Amtsgericht jedoch noch nicht über den Antrag entschieden. Somit dauern die Ermittlungen im Fall der tot aufgefundenen Frau in einem Maisfeld im Landkreis Northeim weiter an. Wie der NDR berichtet, hätte sich das Sozialministerium bestürzt von den Vorwürfen hinsichtlich des Tatverdächtigen gezeigt.
Die Institution erklärte zudem, dass der mutmaßliche Täter die Einrichtung aufgrund von psychiatrischen Gutachten von 2021 unter Auflagen verlassen dürfe.
Amtsgericht Göttingen muss entscheiden, ob Tatverdächtiger erneut in psychiatrische Behandlung muss
Der Verdächtige war 1987 in das Gefängniskrankenhaus in Moringen gekommen, da er damals versucht haben soll, eine Frau mit einem Messer zu töten. Rund 35 Jahre später muss das Amtsgericht Göttingen nun entscheiden, ob erneut eine Unterbringung in dem psychiatrischen Krankenhaus beschlossen wird.
Es würde dabei jedoch noch nicht um eine Verurteilung gehen, betonte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Zudem steht noch ein Gutachten aus. Mit diesem soll geklärt werden, ob im aktuellen Fall eine verminderte oder sogar keine Schuldfähigkeit bestand. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.